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220914 Lampionfahrt zum 100. Geburtstag

Kanu-Gesellschaft Celle paddelt auf Lampionfahrt

dem 100 jährigen Jubiläum entgegen

Die Festgesellschaft mit dem Flagschiff

Über zwanzig Mitglieder der Kanu-Gesellschaft Celle trafen sich an einem Spätnachmittag im Garten ihres Bootshauses in der Fritzenwiese. Dort dekorierten sie mit viel Sorgfalt, Phantasie, Geschick und Frohsinn ihre Kanadier, Einer-und Zweierkajaks mit bunten, großen und kleinen Lampions und Lichterketten.

Nach Einbruch der Dunkelheit legten die Kanufahrer ein Boot nach dem anderen vom Anleger in den Magnusgraben und warteten in dem Mündungsbereich bis alle sieben Kanus im Wasser lagen. Gemeinsam startete die eindrucksvolle, farbenfrohe Flotte mit

Bei einsetzender Dämmerung werden die Boote zu Wasser gelassen

einer sanften Strömung der Aller bei völliger Windstille und Dunkelheit lautlos in Richtung Pfennigbrücke.

Auf der Brücke bildeten sich gleich kleine Gruppen von Passanten, die ihre Bewunderung ausdrückten und Fotos mit den Handys von der leuchtenden Armada machten. Ein Passant, der die hellstrahlende „100“ an dem Flaggschiff “Alda“ sieht, ruft den Lampionfahrern entgegen: „Wer hat denn bei euch Geburtstag?“ Die Antwort lautet: „Die Kanu-Gesellschaft Celle!“ In Höhe des Krankenhauses wendet die Kanuflotte, dreht in Sichtweite der Pfennigbrücke mehrere Runden, fährt noch ein Stück in die Richtung der Lachtemündung und tritt dann den Heimweg zum Bootshaus an. Alle Beteiligten sind glücklich, dass dieses Unternehmen so viel Freude machte und so gut geklappt hat.

Das Flaggschiff bei Nacht

Diese Lampionfahrt diente auch der Einstimmung auf den hundertjährigen Geburtstag der Kanu-Gesellschaft Celle. Eine zünftige Jubiläumsfeier ist für den 26. November 2022 bei Musik, Tanz und Speisen in einem maritim dekorierten Festsaal schon geplant. 

Es waren auch andere Boote unterwegs

… mit Steuermann

Bild 1 und Text von Adolf Timmermann, Distelkamp 14, 29225 Celle, Tel. 44 6 84

andere Bilder von Joachim Schuermann

220702 Jahreshauptversammlung der KGC

Jahreshauptversammlung der Kanu-Gesellschaft Celle

Fünfzig Mitglieder konnte Olaf von Hartz, der Vorsitzende der Kanu-Gesellschaft Celle, zur Jahreshauptversammlung im Zelt auf dem Rasen des Bootshauses in der Fritzenwiese bei schönstem Sommerwetter begrüßen. Zunächst gedachten die Anwesenden in einer Schweigeminute der verstorbenen Mitglieder Heidi Ladusch und Ralf Busch.


Nach Feststellung der ordnungsgemäßen Ladung und der Genehmigung des Protokolls der letzten Jahreshauptversammlung berichteten die Vorstandmitglieder über ihre Sparten. Der Vorsitzende, Olaf von Hartz, lobt den verantwortungsvollen Umgang im Verein während der Corona Krise. Er spricht über die geplante Reparatur des Bootshallendaches, über die sorgfältige Betreuung des Vereinsbusses mit dem Anhänger und darüber, dass der Kanusport offiziell keine Schädigung der Umwelt bedeutet. Erfreut und dankbar ist Olaf von Hartz über Spendeneingänge für die KGC. Der Vorsitzende gibt bekannt, dass am 26. 11. 2022 die 100-Jahr-Feier der KGC stattfinden soll.

Die Sportwartin Eike von Hartz berichtet über zwei Lehrgänge in Oberstdorf und Reißeck, über die Regatta in Braunschweig auf der Oker, über die Sport- und Trainingsarbeit, die durch die Corona Krise im Jahr 2021 erschwert wurde und viel Anpassungsbereitschaft der Teilnehmer und Betreuer erforderte. In ihrem Jahresbericht über den Wildwasserrennsport 2021 kann sie auf bedeutende sportliche Erfolge der Kanu-Gesellschaft Celle hinweisen. Diese fanden auf der Junioren-Europameisterschaft in Slowenien, auf der Deutschen Meisterschaft in Österreich und auf der Norddeutschen Meisterschaft in Braunschweig statt. Auffällig oft gelang es dem Wildwasserteam der KGC die ersten drei Plätze bei allen drei Meisterschaften zu erreichen. Hier nennt sie die Namen der erfolgreichen KGC-Wildwassersportler Alina Zimmer, Greta Zietz, Olaf von Hartz, Sina Stumpf, Leonie Münchow und weitere Sportler, die der Renngemeinschaft Niedersachsen angehören.

Jan Erdmann, der „SUP-Trainer / Freizeitsport“ berichtet auch über die Aktivitäten im Jugendbereich, der von Malte Neelen betreut wird.  Die beiden Vorstandsmitglieder freuen sich über die Anschaffung der neuen Boote.  Das Jugendtraining, das Paddeln und Stand up paddling am Mittwoch sei immer gut besucht.  An manchen Tagen erscheinen bis zu 12 Personen, denen der Wassersport auf der Aller Freude bereite. Demnächst wollen beide eine Wochenendfahrt anbieten.

Uli Lüdeke, der Wanderwart, kann für dieses Jahr auf die Teilnahme der Leine-Frühlingsfahrt, der Aller-Hochwasser-Rallye, des Bezirksanpaddelns, der Forellentour, des KGC-Anpaddelns, der 50. Weser-Marathonfahrt und der Bremer Tidenrallye zurückblicken. Eine besondere Freude, so betonte der Wanderwart, bereite den Kanufahrern die Slalommöglichkeit durch das neue Raugerinne in Osterloh. Er bedauere jedoch, dass die Gruppe der Wanderpaddler, die für längere Fahrten mit Ausrüstung und Zelt auf Reisen ginge, rückläufig sei.

Folgende Wanderfahrerabzeichen mit Urkunden und kleinen Präsenten verlieh der Wanderwart an: Tobias Zimmer und Helene Timmermann 1. Bronze Erwachsene, Leonie Münchow 1. Bronze Jugend II, Adolf Timmermann 1. Gold, Antje Rehefeld 30. Gold, Jochen und Hildegard Schneider 35. Gold und Dagmar Lammers den „Globus“ für 40.000 gepaddelte Kilometer. Bei den Bezirksmeisterschaften erlangte die KGC als Verein den 1. Platz, Alina Zimmer den 1. Platz und Leonie Münchow den 2. Platz. Für die meisten Kilometer im Jahre 2021 innerhalb der KGC hat sich Dagmar Lammers mit 857 Kilometern den „Schrubber“ erpaddelt und für die Männer Tobias Zimmer mit 2 171 Kilometern.

Nicole Zimmer, die Kassenwartin, bezeichnet die Ein- und Ausgaben des Vereines als „gut gewirtschaftet“ und kann auf einen zufriedenstellenden Kassenbestand blicken. Die Kassenprüfung wird als ordnungsgemäß festgestellt und der Vorstand einstimmig entlastet. Als neue Kassenprüfer werden Gundula Schuermann und Christa Stellmann gewählt.

Bei den Wahlen der Vorstandsmitglieder ergab sich folgendes Ergebnis:  Als 1. Vorsitzender wurde Olaf von Hartz wiedergewählt, als Kassenwart Knud Zietz, als Jugendwart Malte Neelen, als SUP-Trainer / Freizeitsport Jan Erdmann, als Segelwart Hans-Friedrich Nölke und als Beisitzer Uli Lüdeke. Alle Abstimmungen erfolgten einstimmig.

Diese Jahreshauptversammlung – mit zahlreichen neuen Mitgliedern –  begann mit einer gemeinsamen Kaffeetafel. Nach dem offiziellen Teil gab es ein buntes Programm mit Sport und Spaß am Bootshaus, die neuen Boote wurden feierlich von Kindern getauft, es wurden Kurzfahrten in den Großkanadiern unternommen, die SUP-Boards und die neuen Vereinsboote für Schnupperfahrten.  Am Abend gab es Leckereien vom Grill und erfrischende Getränke.

von: Adolf Timmermann, Distelkamp 14, 29225 Celle Tel. 44 6 84

220604 Mit dem Flutstrom von Nordenham nach Bremen

Im Hafenbecken des WSV Nordenham bereiten sich die Kanufahrer auf den Start zur 30. Bremer Tidenrallye vor.

Mitglieder der Kanu-Gesellschaft Celle nehmen an der 30. Bremer Tidenrallye auf der Weser teil. Nachdem Corona bedingt die alle zwei Jahre stattfindende Veranstaltung 2020 ausfallen musste, konnte es endlich wieder losgehen und die 30. Bremer Tidenrallye stattfinden.

Der Landes-Kanu-Verband Bremen als Veranstalter hatte zu diesem Jubiläum ein umfangreiches Rahmenprogramm organisiert. Zunächst fand eine Vorfahrt durch Bremen über Rönnebeck, dem Harriersand bis nach Nordenham mit Übernachtungen in Zelten statt.

An einem paddelfreien Tag vor der Rallye gab es, passend zur Rallye, im Nordenhamer Gymnasium einen Vortrag mit dem Titel: „Die Tiden – ein Geschenk des Himmels?“ Abgerundet wurde der Vortrag mit einem Besuch des Planetariums und der Besichtigung der Sternwarte. Abends wurde im Bootshaus des Wassersportvereins ein weiterer Vortrag mit Bildern und Geschichten von den Bremer Kanuvereinen im vorigen Jahrhundert angeboten.

Der Startschuss für die eigentliche Rallye fiel am Sonnabend gegen halb zehn, nachdem alle Kanufahrer im Sportboothafen Großensiel vom Veranstalter und vom Schirmherrn, dem Bürgermeister von Nordenham, begrüßt worden waren. Als die Armada von ca. 250 Kajaks und Kanus mit über 300 Kanuten aus dem schützenden Bereich des Hafens auf die Weser kamen, erwartete sie ein bisweilen stürmischer Wind aus Nordwest und auch die Begegnung mit großen Seeschiffen. So blieb es den ganzen Tag lang; alle Teilnehmer kämpften mit Wind, Wellen und auch heftigen Böen.

Es gab auch einige Kenterungen, aber dank der Hilfe durch die Begleitboote der DLRG und der Wasserschutzpolizei ist niemand zu Schaden gekommen. Mit dem Gezeitenstrom ging es 44 Kilometer vorbei an Brake, Blumenthal und Vegesack bis zum Ziel, dem Bootshaus von Tura Bremen. Die Ersten trafen nach 3 Stunden ein, die Letzten brauchten fast fünfeinhalb Stunden.

Dort angekommen, erwartete sie die kameradschaftliche Hilfe beim Aussteigen und Transport der Boote vom Steg auf das Vereinsgelände. Dort konnten sich die Ankommenden an einer Kaffeetafel und Gegrilltem stärken. Gut erholt unternahmen dann noch einige Teilnehmer am Tag darauf eine Paddeltour über die Hamme bis Waakhausen ins Teufelsmoor. Hier gab es die Möglichkeit zu einer Exkursion zum Künstlerdorf Worpswede.

Von Ulrich Lüdeke, Fichtenweg 11 A, 29225 Celle, ulixmail@web.de

220313 WF 53. Leine Frühlingsfahrt 2022

Kanu-Gesellschaft-Celle auf der 53. Leine-Frühlingsfahrt

Die Kanu-Wanderer der Kanu-Gesellschaft Celle vor dem Start zur 53. Leine-Frühlingsfahr

233 Kanuwanderer aus dem norddeutschen Raum erschienen nach Anfahrten bis zu 300 Kilometern am letzten Sonntag in Neustadt am Rübenberge zur Teilnahme an der 53. Leine-Frühlingsfahrt. Unter den etwa 25 Vereinen befanden sich auch 12 Paddler der Kanu-Gesellschaft Celle.

Bei strahlendem Sonnenschein und blauem Himmel legten die Naturfreunde zwischen 9 Uhr und 9.30 Uhr ihre Einer- und Zweierkajaks in die recht flott strömende Leine und konnten bei milder Lufttemperatur während der Fahrt die Vorboten des nahenden Frühlings verspüren, ein kreisendes Storchenpaar, die ersten blühenden Weiden-kätzchen und zwitschernde Vögel. Der leicht erhöhte Mittelwasserstand mit einer Fließgeschwindigkeit von etwa vier bis fünf Kilometern pro Stunde und ein sanft erhöhter Schiebewind von Südosten boten den Wassersportlern günstige Fahrtbedingungen, die Gespräche, Fotoaufnahmen und die Einnahme von Erfrischungen während der Fahrt ermöglichten. Während der Mittagszeit unterbrachen einige Gruppen die Fahrt, verließen an geeigneten Plätzen ihre Boote und stärkten sich an den mitgebrachten Speisen und Getränken für die Weiterfahrt.

Um das Fahrtziel in Hodenhagen an der Meiße Mündung zu erreichen sind 52,5 Kilo-meter zurückzulegen, wobei je nach Geschwindigkeit und Länge der Mittagspause etwa 6 bis 7 Stunden erforderlich sind. Es besteht auch die Möglichkeit, die Fahrt an den Brücken der Orte Basse (11.5 km), Helsdorf (20,5 km), Niederstöcken (30,5 km) und Schwarmstedt (40 km) zu beenden. Die Teilnehmer der Veranstaltung bestand aus Jugendlichen und Erwachsenen, unter ihnen mehrere Paddler im Alter zwischen 80 bis 84 Jahren. Die Ausnahme bildete ein Paar durchtrainierter Stehpaddler, das gegen 10 Uhr in Neustadt am Rübenberge auf ihren Boards startete und gegen 15 Uhr das Ziel in Hodenhagen erreichte.

Jeder Teilnehmer erhielt einen Aufkleber und die etwa 180 Paddler, die Hodenhagen erreichten, empfingen zusätzlich eine persönliche Urkunde. Mit sonnengeröteten Gesichtern und dem Gefühl einen schönen Tag auf dem Wasser verbracht zu haben, traten die Wassersportler den Heimweg an.

von Adolf Timmermann, Distelkamp 14, 29225 Celle, Tel. 44 6 84

211120 KGC Herbstwanderung Magische Orte II

Herbstwanderung der Kanu-Gesellschaft-Celle

Am Magischen Ort „Schöne Aussicht“

Dreiundzwanzig Mitglieder der Kanu-Gesellschaft Celle trafen sich am letzten Samstag auf dem Parkplatz „Am Söhren“ in Scharnhorst bei Eschede um bei freundlichem Herbstwetter mit Windstille ihre traditionelle Herbstwanderung zu beginnen.

Die 7,6 Kilometer lange Wanderung führte durch die Felder und Wälder nordwestlich und nördlich von Scharnhorst, wobei die Besichtigung von zwei Magischen Orten vorgesehen war. Zunächst ging es auf den Wählberg und damit zum ersten Magischen Ort der Wanderung „Schöne Aussichten“. Hier konnte ein Aussichtsturm bestiegen werden, der einen weiten Blick über einen Teil der reizvollen Südheide erlaubte.  An dieser Stelle ist im Jahre 1822 von Carl Friedrich Gauß ein Stein gesetzt worden, der einen trigonometrischen Vermessungspunkt kennzeichnete.

An einer Wegekreuzung am Waldrand im Norden von Scharnhorst befindet sich der nächste Magische Ort „Hohenbostel“, wo die Lage des wüst gefallenen Dorfes Hohenbostel vermutet wird. Hier setzte sich ein Künstler in einem phantasievollen Windspiel mit dem Thema auseinander. Während der Wanderung bestand immer wieder die Gelegenheit zur Diskussion

Der Magische Ort „Hohenbostel“

und zu Gesprächen in kleinen Gruppen, wobei sich die Zusammensetzung unter den Wandergruppen immer wieder änderte und Gelegenheit zur Kontaktaufnahmen mit neuen Mitgliedern unter den Kanuten bestand. Den Abschluss der etwa dreistündigen Wanderung bildete das gemeinsame Mittagessen in einem Escheder Landhaus, wo die Kanuten nach Überprüfung der zurzeit geltenden Bestim-mungen empfangen wurden.

Unsere jüngste Wanderin

Bei dieser Gelegenheit dankte der KGC-Wanderwart Uli Lüdeke sich herzlich im Namen der Herbstwanderer bei der Vergnügungswartin Hannelore Rothfuß für die gelungene Vorbereitung des schönen Wandertages.

Foto 1:            Adolf Timmermann

Foto 2 und 3: Joachim Schuermann

Foto 4:            unbekannt, aber genehmigt.

Text von:           Adolf Timmermann, Distelkamp 14, 29225 Celle, Tel. 44 6 84

211017 SUP Maschsee Cup 2021

Henning Rothfuß beim Maschsee SUP-CUP

Erfolge der Kanu-Gesellschaft Celle beim Stehpaddeln auf dem Maschsee

Etwa 70 Stehpaddler aus ganz Deutschland und den Niederlanden versammelten sich kürzlich auf dem Gelände des Hannoverschen Kanu-Clubs zum „3. Maschsee SUP-CUP Hannover 2021“.

Hier werden Rennen auf dem SUP-Board für Jugendliche, Damen und Herren unterschiedlicher Altersklassen angeboten und über die Distanzen von 10 km, 5 km und 3 km ausgetragen. Unter den Teilnehmern befand sich auch Henning Rothfuß von der Kanu-Gesellschaft Celle. Er nahm erfolgreich an der Niedersachsenmeisterschaft auf der Langstrecke für Herren über 50 teil, auf der eine Distanz von 10 km zurückgelegt wird, die zwei Maschseerunden erfordert. Hier gelang es Henning Rothfuß in 1 Stunde, 13 Minuten und 1 Sekunde den 3. Platz zu erreichen.

Der schnellste von den Teilnehmern dieser Disziplin erreichte sein ZIel in 1 Stunde, 4 Minuten und 24 Sekunden und der letzte benötigte 1 Stunde, 22 Minuten und 50 Sekunden.

Die Mitglieder der Kanu-Gesellschaft Celle freuen sich über den sportlichen Erfolg ihres Vereinskameraden. Vor zwei Jahren vermittelte Henning Rothfuß die Fertigkeiten dieses modernen Sportes an interessierte Mitglieder der Kanu-Gesellschaft, in der inzwischen eine neue und beliebte Sparte des Vereines in der Fritzenwiese entstand.

von Adolf Timmermann, Distelkamp 14, 29225 Celle, Tel. 44 6 84

211003 Wildwasser-NDM auf der Oker

Alina Zimmer und Olaf v. Hartz erfolgreichste Celler Kanuten bei „Heim“- Nordmeisterschaft 

Braunschweig: Etliche Hürden hatte das Organisationsteam des Lachte- Abfahrtslauf in diesem Jahr zu überwinden, doch am Ende konnten die Celler Kanuten die Rennen auf Ausweichstrecken in Braunschweig sowohl als Ausrichter als auch auf dem Wasser sehr erfolgreich über die Bühne bringen, obwohl aus verschiedenen Gründen diesmal einige Leistungsträger des Wildwasserrennsportteams der Kanu- Gesellschaft Celle nicht dabei waren. Dabei konnte ausgerechnet einmal mehr Organisationsleiter Olaf v. Hartz mit 5 Siegen die meisten Titel nach Celle holen, gefolgt von Alina Zimmer mit 4 Titeln und Alke Overbeck, die zweimal Norddeutsche Meisterin werden konnte. Weitere Titel gingen Sina Stumpf, Janina Waitz, Liesbeth Antons und Mike Marwede.

Nachdem die Celler Naturschutzbehörden die Rennen auf der Lachte vorerst ausgebremst haben, wurden die Ausrichter auf ihrer Suche nach geeigneten Ersatzstrecken schließlich auf der Oker in Braunschweig fündig. Die Sprintrennen wurden im Bürgerpark am Bootshaus des befreundeten PSV Braunschweig ausgefahren, das Classic fand auf dem kurvigen und mit Baumhindernissen gespickten Flussabschnitt zwischen Veltenhof und Watenbüttel statt. Dabei fand man in Braunschweig die Unterstützung, die man in Celle derzeit vergeblich sucht, um den Startpunkt erreichen zu können, wurde sogar eine wegen Bauarbeiten gesperrte Straße für die Sportler teilweise geöffnet.

Altmeister und Organisationsleiter Olaf v. Hartz konnte sich wieder voll auf sein Ausrichterteam verlassen und hatte so den Rücken frei für seine eigenen Aktivitäten auf dem Wasser. Besonders im KI ließ er dabei einmal mehr nichts anbrennen, sowohl im Sprint als auch im Classic holte er mit großen Vorsprung Sieg und Titel nach Celle. Im CI hatte er es da schon schwerer, am Ende konnte er sich aber auch mit dem Stechpaddel sowohl auf der kurzen als auch der langen Strecke an die Spitze des Feldes setzen. Titel Nummer 5 holte der Celler Routinier dann zusammen mit Henning Schult (Northeim) im Feld der KI Herren Sprint- Teams, in der gleichen Klasse gab es dazu mit demselben Partner noch Silber.

Das Feld der KI Juniorinnen wurde erwartungsgemäß von der frischgebackenen Europameisterin Alina Zimmer dominiert. Sie konnte sich sowohl im Sprint als auch im Classic weit von der Konkurrenz absetzen und souverän die Meistertitel gewinnen. Damit fiel ihr auch die Aufgabe zu, die KI Juniorinnen Mannschaften zu führen, was sie dann ebenfalls erwartungsgemäß mit großem Erfolg tat. Im Sprint fuhr sie zusammen mit Janina Waitz und im Classic mit Sina Stumpf ebenfalls zum Sieg.

Die Mannschafterfolge für die jungen Celler Kanutinnen waren kein Zufall, denn auch auf den weiteren Medaillenrängen folgten Sportlerinnen aus dem Team der Kanu- Gesellschaft. Im Sprint paddelte Janina Waitz zur Vizemeisterschaft, Leonie Münchow machte mit Platz 3 den Celler Erfolg komplett. Im Classic sorgte dann Sina Stumpf, die am Samstag noch erfolgreich in Celle gerudert war, für eine teaminterne Überraschung, denn sie konnte sich unerwartet die Vizemeisterschaft und damit den Platz in der ersten Mannschaft sichern. Janina Waitz kam auf der langen Strecke als 3. ins Ziel, knapp dahinter wurde Leonie Münchow 4. Angesichts der Leistungsdichte bei den jungen Celler Damen war es dann auch kein Wunder, dass auch der zweite jeweils Platz in der Teamwertung nach Celle ging, im Sprint holten Leonie Münchow und Lisbeth Antons die Vizemeisterschaft, im Classic dann Janina Waitz und Lisbeth Antons. Die wiederum hatte sich vorher mit Ihren starken Leistungen in der Jugendklasse für den Einsatz im Junioren- Team empfohlen. Im Sprint gelang Ihr der Sieg, auf der langen Distanz paddelte sie zur Vizemeisterschaft.

Alina Zimmer bezwingt die Wellen

Bei den älteren Damen konnten Alke und Wiebke Overbeck an ihre Erfolge von der Deutschen Meisterschaft anknüpfen. Alke Overbeck wurde auch auf der Oker wieder Doppel- Meisterin im Feld der Damen Masters, Schwester Wiebke fuhr direkt dahinter jeweils auf Rang 2. Im Feld der Herren Masters A im KI feierte Mike Marwede einen Wiedereinstieg nach Maß, er sprintete überraschend auf Anhieb wieder zum Nord- Titel. Auf der langen Strecke fehlte ihm dann doch noch etwas die Ausdauer, hier paddelte er mit Platz 4 knapp am Treppchen vorbei. Im selben Feld holte sich Jan- Holger Erdmann die Bronzemedaille, auf der langen Strecke konnte er sich dann nochmals steigern und die Vizemeisterschaft erkämpfen. Im Team holten Mike Marwede und Jan Holger Erdmann dazu noch Bronze im Sprint und Platz 4 im Classic.

Olaf von Hartz im Wildwasser unterwegs

KGC- Chef Olaf v. Hartz zeige sich dann mit der Veranstaltung rundum zufrieden: „Nach einer langen und überaus fordernden Saison haben sich unsere Sportler noch einmal hervorragend in Szene gesetzt und gewonnen, was es zu gewinnen gab. Unser Ausrichterteam hat wieder exzellente Arbeit geleistet, die Ausweichstrecken auf der Oker könnten eine Lösung sein, wenn wir auf der Lachte nicht mehr fahren dürfen. Mir als Celler würde es aber mehr als weh tun, wenn es nicht mehr möglich wäre, in unserem Landkreis auf unseren herrlichen Strecken Abfahrtsrennen zu fahren!“

Da die Rennen auf Prüm und Sauer wegen der Folgen des verheerenden Hochwassers in diesem Jahr abgesagt werden mussten, ist damit die Saison 2020 im Wildwasserrennsport beendet. Nachdem im Frühjahr immer wieder Rennen abgesagt und verlegt werden mussten, konnten dann im Spätsommer und Frühherbst wenigstens alle Meisterschaftsrennen noch ausgefahren und werden. Für das Rennteam der Kanu- Gesellschaft Celle geht damit erneut ein sehr erfolgreiches Sportjahr zu Ende.

Olaf v. Hartz / Heinrichstr. 9 / 29313 Hambühren

Tel: 05084 / 3920 (p), 05141 / 42088 (d)

Jahreshauptversammlung 2021 der KGC

Neununddreißig Mitglieder konnte Olaf von Hartz, der Vorsitzende der Kanu-Gesellschaft Celle, zu Hause in ihren Arbeits-und Wohnzimmern vor den PCs und Laptops zur Jahreshauptversammlung begrüßen, die in diesem Jahr per Videokonferenz erfolgte.

Die erste Video-Jahreshauptversammlung mit MS-Teams der Kanu-Gesellschaft-Celle

Olaf von Hartz ehrt das verstorbene Mitglied Werner Rothfuß, der 62 Jahre lang zum Verein gehörte und als ehemaliger Wanderwart viele bunte Paddelausflüge organsierte. Mehrere Jahre unterstützte er tatkräftig seine Ehefrau Hannelore als Vergnügungswartin der KGC bei der Vorbereitung der kulturellen und geselligen Veranstaltungen des Vereins. Der Vorsitzende erinnert an den Ausbruch der Corona-Krise, die das gerade beginnende sportliche Treiben der Wassersportler im Frühjahr beendete. Aber sehr bald wurde den Kanuten das Paddeln unter Einhaltung von strengen Regeln erlaubt. Die Wettkämpfe wurden in dieser Saison zur Enttäuschung der Rennpaddler gestrichen, ihnen das Training aber gewährt, das auch intensiv betrieben wurde. Ab April trafen sich jeden Mittwoch die Feierabendpaddler, Anfänger und Interessierte, die von dem Jugendwart Malte Neelen und dem SUP-Wart Jan Erdmann vorbildlich eingewiesen und betreut wurden, Freude an dem Sport gewannen und der Kanu-Gesellschaft beitraten.

Olaf von Hartz berichtet über die Instandhaltung und Modernisierung des Bootshauses, des Vereinsbusses mit dem Anhänger und über die Sportgeräte.  Es wurden zwei weitere SUP-Boards angeschafft, der Kauf eines schnellen Zweierkajaks und eines schnellen Einerkajaks ist beabsichtigt.

Die Sportwartin Eike von Hartz berichtet von den Vorbereitungen auf die letzte Saison, dem Kentertraining in Wietze, dem Stützpunkttraining in Braunschweig, dem Lehrgang in Oberstdorf, den zahlreichen Trainingsfahrten auf den heimischen Gewässern und der Nominierung der beiden Rennpaddlerinnen Greta Zietz und Alina ZImmer für die Europameisterschaft. Zum großen Bedauern der Rennsportler wurden jedoch alle Wettkämpfe bis auf die Norddeutsche Meisterschaft auf dem Mühlengraben bei Wienhausen abgesagt. Hier gelang es der Rennfahrergruppen der Kanu-Gesellschaft sehr erfolgreich abzuschneiden. Die Sportwartin lobt die Trainingsarbeit und Motivation der Sportler.

Der Wanderwart Uli Lüdeke teilt mit, dass lediglich die Celler Eisfahrt und die 51. Leine-Frühlingsfahrt Anfang März stattfanden, bevor die Corona-Krise begann. Nach Überwindung der Schockstarre, als die Wanderpaddler in Kleingruppen und unter Beachtung von weiteren Regeln paddeln durften, starteten sie auf ihren „Hausbächen“ wie Aller, Oker, Lachte, Oertze, Mühlenkanal und Böhme oder auch vom Bootshaus in Celle auf der Aller zu einer Paddeltour. Kleingruppen seien auch mit Gepäck und Zelt zu einer Wandertour auf der Weser, Elbe und Oder aufgebrochen.

Zahlreiche Mitglieder erfüllten in dieser Saison die Voraussetzungen für das Wanderfahrerabzeichen:

Das Wanderfahrerabzeichen Bronze Wiederholung Erwachsene: Dagmar Lammers. Malte Neelen, Ulrich Lüdeke, Rolf Meyer, Berta Meyer, Hildegard Schneider, Hans-Joachim Schneider, Alke Schillings und Udo Rehefeld.

Das Wanderzeichen Gold Jugend II:            Alina Zimmer mit 3.602 Kilometern

Das 1. Mal Bronze Erwachsene:                  Tobias Zimmer

Gold Erwachsene:                                         Adolf Timmermann

Das 1. Mal Bronze Erwachsene:                  Helene Timmermann

und das 30. Mal Gold Wiederholung:            Antje Rehefeld

Die Voraussetzungen für den „Schrubber“, für die meisten gepaddelten Kilometer in der letzten Saison, erfüllte bei den Damen Dagmar Lammers mit 1 159 Kilometern und bei den Herren Tobias Zimmer, der 1 638 Kilometer zurücklegte. Die Ehrungen sollen später im größeren Kreis erfolgen.

Der Segelwart Hans-Friedrich Nölke berichtet von traumhaften Segelbedingungen auf der Ostsee im Hochsommer, der Zeit der langen Tage und kurzen Nächte. Da das Anlaufen der dänischen Häfen nicht erlaubt war, fuhren sie deutsche Häfen an, z.B. Niendorf, Kühlingsborn, Boltenhagen und Grömitz.

Die Kassenwartin Nicole Zimmer verliest die Einnahmen und Ausgaben des Vereines mit denen sie „gut durch das Jahr gekommen“ sei.

Die Kassenprüferinnen Alke Schillings und Ines Scheel bezeichneten die Kassenführung als übersichtlich und hervorragend und den Jahresabschluss als stimmend, wonach die Entlastung der Kassenwartin erfolgte.

Als Schriftwart werden Joachim Schuermann, als Sportwart Eike von Hartz, als Pressewart Adolf Timmermann und als Jugendwart Malte Neelen einstimmig wiedergewählt.

Als erste Kassenprüferin wird Ines Scheel und als zweite Kassenprüferin Gundula Schuermann einstimmig gewählt.

Für die Vorbereitung des Sommerfestes der KGC, das auf dem Bootshausgelände in der Fritzenwiese stattfinden soll, meldeten sich zur Bildung des Orga-Teams Gundula Schuermann, Eike von Hartz, Regina und Dennis Wagner.

Das Orga-Team für die Feier „100 Jahre KGC“ bilden Christa Stellmann, Joachim Schuermann, Olaf von Hartz und Ines Scheel. Weitere Mitglieder, die mitwirken möchten, werden gerne einbezogen.

Zum Schluss bedankt Olaf von Hartz sich bei allen Beteiligten für ihren geleisteten Beitrag und wünscht ihnen vor allem Gesundheit und viel Spaß und Erfolg auf dem Wasser.

von:     Adolf Timmermann, Distelkamp 14, 29225 Celle, Tel. 44 6 84