Archiv der Kategorie: BERICHTE

220911 50. Rhein Abfahrtslauf

Kanu- Gesellschaft Celle holt 9 Siege auf dem Rhein

Köln: Beim 50. Rhein- Abfahrtsrennen um das große Wappen von Köln konnte sich das Wildwasserrennsportteam der Kanu- Gesellschaft Celle auf der sehr speziellen Rennstrecke zwischen Poll und der Deutzer Brücke überzeugend gegen die heimische Konkurrenz durchsetzen. Gleich neunmal standen die Celler ganz oben auf dem Treppchen, Alina Zimmer, Claudia Mohr- Calliet, Liesbeth Antons, Pablo Calliet und Olaf v. Hartz konnten jeweils gleich zwei Siege erpaddeln, Tom Koschel konnte sich über einen Sieg freuen.

Im Sprint ist vor allem die Wende um den Pfeiler der Deutzer Brücke das Kriterium, auf der langen Strecke liegt die Hauptschwierigkeit vor allem darin, auf dem großen Strom die schnellste Route zu finden, wobei auch noch die Auflagen der Wasserschutzpolizei zu beachten sind, die sicherstellen sollen, dass ein ausreichender Abstand zur Berufsschifffahrt eingehalten wird. Die verursacht außerdem ständig kabbelige Wellen, die schon einige Anforderungen an das Gleichgewichtsgefühl und die Koordination stellen.

Für Alina Zimmer war nach ihren Erfolgen auf der U- 23 EM eigentlich Regeneration angesagt, dennoch verpasste die 19- Jährige der Konkurrenz aus dem Rheinland eine eiskalte Dusche, denn völlig unerwartet konnte sie sich sowohl im Sprint als auch im Classic den Sieg im Feld der Damen Leistungsklasse sichern. „Der Rhein ist schon speziell, umso schöner, dass das hier so gut geklappt hat!“ freute sich Zimmer über ihre Erfolge. Etwas einfacher hatte es Claudia Mohr- Calliet, die ihre Jugend in Düsseldorf verlebt hat und daher mit den Verhältnissen auf dem Rhein bestens vertraut ist. Sie konnte sich die Siege im Feld der Damen Masters C sowohl im Sprint als auch im Classic sichern.

Altmeister Olaf v. Hartz hat schon etliche Rennen auf dem Rhein gefahren und die Strecken daher gut im Griff. Im Feld der K1 Masters D zeigte er den Kölner Lokalmatadoren sowohl im Sprint als auch im Classic souverän das Heck und holte so einen weiteren Doppelsieg nach Celle. In der K1 Herren Mannschaft des Landes- Kanu- Verbandes Niedersachsen fuhr er zusammen mit Gilles Calliet und Florian Wasilewski (beide Braunschweig) zu Bronze.

Im Feld der weiblichen Jugend konnte Liesbeth Antons vor allem im Classic überzeugen, mit großem Vorsprung paddelte sie zu Gold auf der langen Strecke. Im Sprint gelang ihr dazu noch der zweite Platz. Einen besonderen Erfolg konnte sie als Vertretung von Nelson Wasilewski zusammen mit Pablo Calliet und Tom Koschel verbuchen, in perfekter Formation holten die drei mit starker Fahrzeit den Sieg gegen die rein männlichen Teams im Rennen der K1 Jugend Mannschaften.

Koschel und Calliet konnten dazu auch in der Einzelkonkurrenz überzeugen. Im Classic paddelte Pablo Calliet mit einer sehr schnellen Fahrzeit auf den Goldrang, Tom Koschel machte als zweiter mit geringem Rückstand den Celler Doppelerfolg perfekt. Im Sprint verpasste Tom Koschel mit nur 1/10 Sekunde Rückstand denkbar knapp den Sieg und wurde zweiter, nur weitere 7/10 Sekunden dahinter errangt Pablo Calliet Rang 3.

„Was unsere Sportler gegen den Heimvorteil der Konkurrenz aus der Region Köln auf dem Rhein gezeigt hat, war schon beindruckend. Wer hier vorn mitfahren will muss nicht nur schnell sein, sondern muss sein Boot auch perfekt unter Kontrolle und einen guten Blick für Strömungen haben!“ zog KGC- Chef und Landestrainer Olaf v. Hartz ein zufriedenes Fazit.

Olaf v. Hartz / Heinrichstr. 9 / 29313 Hambühren / Tel: 05084 / 3920 (p), 05141 / 42088

   

220904 NDM auf der Schwartau

Koschel, Wasilewski und v. Hartz ersprinten jeweils 2 Nordtitel

  

Hobbersdorf: Beim Auftakt der Herbstsaison im Kanu- Wildwasserrennsport auf der Schwartau, ging es in diesem Jahr nicht nur um die traditionellen Marzipantorten, sondern auch um die norddeutschen Meisterschaften im Sprint. Das Team der Kanu- Gesellschaft Celle präsentierte sich einmal mehr in guter Form. Tom Koschel, Nelson Wasilewski und Olaf v. Hartz konnten jeweils gleich zwei Titel erringen, eine weitere Meisterschaft steuerte Alina Zimmer bei. Nachdem die Nord- Titel im Classic bereits im Frühjahr Corona bedingt weitgehend ohne Celler Beteiligung vergeben wurden, ging es auf der Schwartau auf der langen Strecke nur noch um die leckeren Ehrenpreise, die aber für das KGC- Team Motivation genug für weitere starke Leistungen waren

Tom Koschel auf dem Weg zum Sieg

In der Jugend teilten sich die Team- Kollegen Nelson Wasilewski und Tom Koschel die Aufgaben salomonisch auf. Nelson Wasilewski holte sich den Titel im CI, dafür überließ er Tom Koschel im K1 den Nordtitel und begnügte sich mit der Vizemeisterschaft. In der Mannschaft wurden die beiden dann ihrer Favoritenrolle vollauf gerecht und paddelten souverän zu Gold. Im Classic am konnten die beiden ihre Erfolge weitestgehend wiederholen, im K1 siegte erneut Tom Koschel vor Nelson Wasilewski, der damit erneut den Celler Doppelsieg perfekt machte und auch im Team waren die beiden erneut nicht zu schlagen. Im CI musste Wasilewski diesmal mangels Beteiligung bei den Herren mit starten, konnte hier aber dennoch als bester Jugendlicher mit Platz 4 einen Achtungserfolg für sich verbuchen.

Florian Wasilewski erpaddelt die Vizemeisterschaft

Altmeister Olaf v. Hartz hatte auf der Schwartau seine Konkurrenz jederzeit fest im Griff. Im Sprint verteidigte der amtierende Deutsche Meister seine Titel sowohl im K1 als auch im CI erfolgreich und fügte seiner umfangreichen Titelsammlung somit zwei weitere Nord- Meisterschaften hinzu. Auch auf der langen Strecke zeigte er der Konkurrenz in beiden Bootsklassen mit großem Vorsprung das Heck.

Mit seiner Fahrzeit qualifizierte er sich dann auch für die niedersächsische K1 Herren Mannschaft, in der er zusammen mit Florian Wasilewski auf den dritten Rang paddelte.

Nur eine Woche nach dem Gewinn der Bronzemedaille bei den U- 23 Europameisterschaften ließ es sich Alina Zimmer nicht nehmen, auf der Schwartau um den Nordtitel und die Marzipantorten zu paddeln. Im Sprint lieferte sie sich ausgerechnet mit ihrer neuen Zweierpartnerin Constanze Feine (Hamburg) ein spannendes Duell, aus dem die Cellerin am Ende als Siegerin und norddeutsche Meisterin hervorging. Im CII mussten die beiden dann gegen reine Männerboote antreten, schlugen sich dort aber mehr als achtbar und paddelten mit geringem Rückstand auf den Bronzerang auf Platz 4. Noch besser lief es für das neuformierte DKV- Boot im Classic, hier erkämpften die beiden jungen Damen gegen die Männerkonkurrenz sogar den Silberrang. Im Einerkajak fiel das Ergebnis diesmal deutlicher zugunsten von Alina Zimmer aus, die sich auch auf der langen Strecke vor Feine den Sieg holte.

Schon am nächsten Wochenende paddeln die Celler Kanuten auf dem Rhein in Köln gegen starke Konkurrenz aus Westdeutschland, bevor dann am ersten Oktober Wochenende das Celler Heimrennen ansteht. Hierzu steht bisher allerdings lediglich fest, dass das Rennen erneut nicht auf der Lachte stattfinden kann, weil unabhängig vom viel zu niedrigen Wasserstand auch eine Genehmigung der Stadt Celle für die Veranstaltung derzeit nicht in Aussicht ist. Auch mit der Ausweichstrecke in Braunschweig gibt es Probleme, weil ausgerechnet an diesem Wochenende die Oker aufgrund von Baumaßnahmen im Stadtbereich abgesenkt werden muss. „Angesichts der sehr niedrigen Wasserstände nach diesem extrem trockenen Sommer wird es nicht einfach, noch Strecken zu finden, auf denen ein Wettkampf ökologisch verantwortbar und sportlich sinnvoll ist, aber so schnell geben wir nicht auf!“ zeigt sich Organisationsleiter Olaf v. Hartz dennoch entschlossen, diese Traditionsveranstaltung auch 2022 durchzuführen.     

Olaf v. Hartz / Heinrichstr. 9 / 29313 HambührenT

220829 EM Junioren U-23 auf dem Vrbas

Alina Zimmer paddelt auf dem Vrbas zu EM- Bronze 

Banja Luka: Alina Zimmer bleibt auch nach ihrem Altersklassenwechsel auf der Erfolgsspur. Nachdem sie in der Junioren- Klasse in den letzten Jahren schon einige internationale Titel und Platzierungen erkämpfen konnte, fuhr sie nun bei der U- 23 Junioren EM in Banja Luka / Bosnien Herzegowina auf Anhieb auf den Bronzerang in der Mannschaft. In der Einzelkonkurrenz überzeugte die für die Kanu- Gesellschaft Celle startende Hermannsburgerin mit Platz mit Platz 7 im Classic und Rang 15 im Sprint. Ihr Bruder Tobias paddelte bei seinem ersten internationalen Einsatz mit Platz 4 im Team knapp am Treppchen vorbei

  

Es ist der schwerste Altersklassenwechsel in der Karriere einer Sportlerin und Alina Zimmer meisterte ihn mit Bravour. Nach sehr erfolgreichen Jahren in der Juniorenklasse gelang ihr auf Anhieb die Qualifikation für die U- 23 Europameisterschaften. Im Sprint konnte sie dann mit der Qualifikation für das Finale einen ersten Auftakterfolg verbuchen. Im Finallauf lief es auf der sehr eigenwilligen Sprintstrecke nicht ganz so gut, mit Rang 15 verlor sie auch den Platz in der Mannschaft des Deutschen- Kanu- Verbandes und war dem entsprechend mit dem Sprint nicht so ganz zufrieden: „Natürlich kann man im ersten U-23 Jahr mit einem Einzug in das Sprintfinale sehr zufrieden sein, doch habe ich es leider im Finallauf auf der doch anspruchsvollen Sprintstrecke mit dem schiebenden und pulsierendem Wasser leider nicht die Ideallinie getroffen und konnte damit mein Können nicht ganz unter Beweis stellen,“ so die junge Athletin.

Umso motivierter ging sie das Classic – Rennen am darauf folgenden Tag an. Diesmal lief es für die Cellerin fast optimal, als beste deutsche Teilnehmerin positionierte sie sich auf einem hervorragenden 7. Platz. Damit fiel ihr die Aufgabe zu, die Classic Mannschaft zu führen und die löste Alina Zimmer souverän. Zusammen mit Lisa Köstle und Maria Weber (beide Rosenheim) holte sie das Edelmetall Bronze mit souveränem Vorsprung nach Hause. Neuland war für sie dann der Canadier-Zweier, zusammen mit Frontfrau Constanze Feine (Hamburg), traute sie sich spontan erstmalig im Canadier kniend ein Rennen im Wildwasser zu bestreiten. Überraschend für alle Betreuer und vor allem für den Canadiertrainer René Brücker (Bonn) meisterten die beiden die schwierige Schlucht souverän und paddelten sehr zur eigenen Freude letztendlich auf Platz 5.

Tobias Zimmer, erstmals auf internationaler Ebene unterwegs, hatte im Sprint zunächst doch einige Probleme ins Rennen zu finden, was dazu führte, dass der erste Tag nicht nach den eigenen Vorstellungen und Wünschen verlief, denn er verpasste mit nur rund 1 Sekunde Rückstand nicht nur die Qualifikation für den Finallauf sondern damit auch einen Platz in Sprint Mannschaft. Doch Zimmer nahm es gelassen: „Im Feld der U-23 Männer geht es leider sehr eng zu und man muss schon Sprintspezialist sein, wenn man hier ganz oben mitmischen möchte.“

Nach dem erzwungenen Pausentag machte es Zimmer seiner Schwester gleich und fuhr über die Langstrecke als bester Deutscher auf einem sehr gutem 12. Platz. Somit was auch für ihn die Teilnahme am Team Event gesichert. Von Zimmer hervorragend geführt, war die Mannschaft zusammen mit Ben Langenbeck (Köln) und Marcel Blum (Ludwigshafen) schnell unterwegs, erreichte am Ende dann leider aber doch nur den „Holzrang“. Als bester deutscher Classicfahrer wurde Tobia Zimmer dann auch noch für das Königsrennen der C2 Mannschaft gesetzt. Hier geht es nicht nur darum zu zweit in einem Boot „unfallfrei“ den Fluss mit Bestzeit zu bewältigen, sondern auch um das Zusammenspiel zwischen insgesamt 6 Sportlern. Das Team Germany beherrschte dieses auf Anhieb und sicherte sich so den 4. Platz. „Fazit des Kajakfahrers auf Abwegen“: „Es ist schon gigantisch wie drei C2s durch die enge Schlucht zeitgleich manövriert werden.“

Für die beiden erfolgreichen Geschwister bleibt nicht viel Zeit, die Erfolge und Erfahrungen zu verarbeiten, denn schon am nächsten Wochenende startet die Herbstsaison mit den Norddeutschen Sprint- Meisterschaften auf der Schwartau, wo es nicht nur um den Titel geht, sondern auch um die begehrten Marzipantorten.

Olaf v. Hartz / Heinrichstr. 9 / 29313 Hambühren

220618 WW DM in Lofer Erfolge für Celler Kanuten

Olaf v. Hartz und Calliet / Koschel / Wasilewski erpaddeln jeweils zwei Titel bei Deutscher Wildwassermeisterschaft

Lofer: Das Wildwasserrennsportteam der Kanu- Gesellschaft Celle hat bei den diesjährigen Deutschen Meisterschaften auf der Saalach in Lofer (Österreich) für einen wahren Medaillenregen gesorgt! Erfolgreichster Einzelsportler war Altmeister Olaf v. Hartz, der sowohl das Classic als auch den Sprint für sich entscheiden konnte, in der Team- Wertung holten die Jugendlichen der KGC im K1 ebenfalls zwei Meistertitel nach Celle. Claudia Mohr- Calliet und Liesbeth Antons wurden jeweils auf beiden Distanzen Vizemeister und Alina Zimmer startete mit zwei dritten Plätzen furios in die Leistungsklasse. Pablo Antonio Calliet steuerte im Einzel noch jeweils einmal Silber und einmal Bronze bei, Nelson Wasileski einen weiteren dritten Platz. Der seit einiger Zeit für Hamburg startende Tobias Zimmer holte überraschend Bronze bei den Herren. 

Altmeister Olaf v. Hartz ist inzwischen in die Klasse der Masters D gewechselt und fühle sich dort sichtlich wohl. Er ließ sowohl im Classic als auch im Sprint zu keiner Zeit Zweifel an seinen Titelambitionen aufkommen und holte sich souverän in beiden Disziplinen die Deutsche Meisterschaft. „Bei den Senioren hat man genau alle 10 Jahre die Chance, zu den jüngsten seiner Klasse zu gehören, das durfte ich nicht ungenutzt lassen!“ so das Fazit des mehrfachen Senioren- Weltmeisters. Auch Claudia Mohr- Calliet, die inzwischen das zweite ganz heiße Eisen im Masters- Team der KGC ist, enttäuschte nicht. Sie musste sich sowohl im Sprint als auch im Classic lediglich der Grand- Madame des Wildwasserrennsports Sabine Füsser (Augsburg) geschlagen geben und holte somit zwei Deutsche Vizemeisterschaften nach Celle.

Der Deutsche Meister in seinem Element

Alina Zimmer startet erstmals in der Leistungsklasse und hatte eigentlich „nur“ die Qualifikation für die U- 23 Europameisterschaften im Focus. Völlig überraschend mischte sie dann aber das gesamte Damenfeld mächtig auf. Im Sprint lag sie nach dem ersten Lauf mit Rang 7 noch im erwarteten Bereich, doch dann legte die Junioren- Europameisterin des Jahres 2022 einen grandiosen zweiten Versuch hin, der sie auf den Bronzerang katapultierte. Wer da noch an einen Glückstreffer geglaubt hatte sah sich im Classic eines Besseren belehrt, denn hier griff die Cellerin sogar nach dem Titel, erst im Endspurt über die schwierige Slalomstrecke vor dem Teufelssteg wurde sie mit nur 1,4 Sekunden Rückstand auf Rang 3 verdrängt. Damit dürfte ihr die Fahrkarte zur EM nicht mehr zu nehmen sein. Der Kommentar der Heldin dann kurz und bündig wie immer: „Ist ganz gut gelaufen, aber 1,4 Sekunden ist schon ärgerlich!“

In der weiblichen Jugend hat sich im K1 Liesbeth Antons inzwischen einen festen Platz in der deutschen Spitze erobert. Auch in Lofer konnte sie sowohl im Sprint als auch im Classic mit guten Fahrzeiten überzeugen, die ihr am Ende zwei Silber- Medaillen einbrachten. In der männlichen Jugend präsentierten sich Pablo Antonio Calliet, Nelson Wasilewski und Tom Koschel auf einheitlich hohem Niveau. Pablo Antonio Calliet konnte vor allem im Classic überzeugen, hier paddelte er nicht nur zu Silber in der Jugendklasse sondern fuhr auch noch auf den Bronzerang bei den Junioren, wo er eigentlich nur zu Ranglistenzwecken mit gestartet war. Im Sprint paddelte er mit Platz 4 denkbar knapp an einer weiteren Medaille vorbei. Auch Nelson Wasilewski zeigte sich besonders auf der langen Strecke in guter Verfassung, er sorgte dort mit Rang 3 für einen Celler Doppelerfolg. Im Sprint fehlte ihm dann das nötige Quäntchen Glück, mit nur 6/10 Sekunden Rückstand auf seinen Vereinskameraden landete er auf Platz 7. Jeweils knapp dahinter konnte Tom Koschel mit Platz 5 im Classic und Rang 8 im Sprint die Erfolgsbilanz der Celler Jugendlichen vervollständigen.

Nach diesen hervorragenden Einzelergebnissen sahen die drei Celler Jugendfahrer in der Favoritenrolle für die Mannschaftswettbewerbe und sie enttäuschten nicht. Erfahrene Wildwasserrennsportler wissen, dass drei gute Einzelfahrer noch lange kein gutes Team angeben, aber was herauskommt, wenn die auch noch eine ausgeklügelte Team- Taktik perfekt umsetzen, konnte bei den Cellern eindrucksvoll beobachtet werden. Verdient und mit großem Vorsprung sorgten Pablo- Antonio Calliet, Tom Koschel und Nelson Wasilewski mit dem Gewinn der Deutschen Meisterschaft sowohl im Sprint als auch im Classic für einen würdigen Abschluss dieser aus Celler Sicht außerordentlich erfolgreichen Titelkämpfe.  

Das Team Jugend K1 -Calliet-Koschel-Wasilewski

Der ursprünglich aus der KGC stammende Tobias Zimmer startet inzwischen im zweiten Jahr für Oberalster Hamburg. Auch er wollte noch einmal einen Versuch starten, die Qualifikation für die Junioren U- 23 EM zu schaffen. Nach einen 9. Platz im Sprint bei den Herren imK1 war klar, dass ein hervorragendes Ergebnis im Classic hermusste, wenn es nun endlich klappen soll. Tatsächlich lieferte Zimmer ab: völlig unerwartet erkämpfte er sich auf der langen Strecke die Bronzemedaille und sicherte sich somit seine Chancen auf eine Fahrkarte zur EM. Zusammen mit seinen Hamburger Team- Kollegen fuhr der Hermannsburger außerdem noch zu Team- Gold im Classic und Silber im Sprint. 

KGC- Chef und Landestrainer Olaf v. Hartz zeigte sich mit seinem Team hoch zufrieden: „Unsere Mannschaft hat mit vorbildlichem Kampf- und Teamgeist ein Ergebnis erzielt, von dem mancher deutlich größere Verein nur träumen kann. Dies ist umso beachtlicher, wenn man bedenkt, dass noch vor einigen Wochen das komplette Team durch Corona für Wochen ausgeschaltet war.“

Covid 19 war allerdings auch bei diesen Titelkämpfen leider noch ein Thema, einige Sportler konnte wegen einer Infektion erst gar nicht anreisen, weitere mussten noch vor den Rennen wieder nach Hause fahren. Ansonsten bot der bayrische- Kanu- Verband den Sportlern aber hervorragend organisierte Rennen unter besten Wettkampfbedingungen.

Olaf v. Hartz / Heinrichstr. 9 / 29313 Hambühren / 05084 / 3920 (p) 05141 / 42088 (d)

 

220501 50. Wesermarathon und Jubilar Udo

Die Mannschaft der Kanu-Gesellschaft Celle vor dem Bootshaus des Mündener Kanu-Clubs

Kanu-Gesellschaft Celle am 50. Wesermarathon und Ehrung eines Jubilars

1180 Kanuwanderer aus allen Bundesländern, Dänemark und Holland hatten sich beim Mündener Kanu-Klub für die Teilnahme am jährlich stattfindenden 50. Internationalen Wesermarathon gemeldet.

Doch einen Tag vor dem eigentlichen Jubiläums-Marathon gab es die Gelegenheit, im einladenden Mündener Bootshaus an der Fulda eine Bilderausstellung über Erlebnisse, Erinnerungen und auch Kuriositäten über 50 Jahre Wesermarathon zu betrachten. Als Höhepunkt dieses Tages gab es die Ehrung eines langjährigen Marathon-Teilnehmers, zu der neben den zahlreich erschienenen Wanderfahrern auch bedeutende Vertreter des Kanusports im Bootshaus erschienen sind, um eine seltene Ehrung vorzunehmen.

Udo Rehefeld von der Kanu-Gesellschaft Celle ist der einzige Marathonfahrer,

Der Jubilar

der an allen 50 Internationalen Wesermarathonfahrten teilgenommen und dabei die 135 km lange Goldstrecke von Hannoversch-Münden bis Hameln zurückgelegt hat. Joachim Spiegler, der 1. Vorsitzende des Mündener Kanu-Clubs, moderierte die Ehrung, in der Jens Perlwitz, der Präsident des Deutschen Kanu-Verbandes, Dr. Albert Emmerich, der Präsident des Landes-Kanu-Verbandes Niedersachsen, Mario Zlobinski, der 1. Vorsitzende des Kanu Clubs Hameln und der Bürgermeister von Hannoversch-Münden, Tobias Dannenberg unterhaltsame, interessante Reden hielten mit heiteren Episoden und der Entwicklung des Wesermarathons vom Anfang bis zur Gegenwart. Dabei gingen die Redner auf Udo Rehefelds Laufbahn als Sportler ein, wobei sie ihre Anerkennung und Bewunderung seiner sportlichen Leistung würdigten.

Der Präsident des Deutschen Kanu-Verbandes übereichte dem 82jährigen Jubilar schließlich eine Urkunde und einen gläsernen Teller mit einem Fuß als Aufstellmöglichkeit zur Erinnerung an die besondere Ehrung. Die Besucher erfuhren auch, dass Udo Rehefeld mit seiner Frau Antje die meisten Wesermarathonfahrten gemeinsam in ihrem Zweierkajak zurücklegten, sich beide an dem Anblick des Wesergebirges erfreuten und ihn die sportliche Herausforderung dieser etwa 13 stündigen „schönsten Schinderei im Frühling“ lockte, wobei der gelegentliche Nordwind von vorne schon mal störte, fügte der Jubilar schmunzelnd hinzu.

Am nächsten Morgen um 6 Uhr starten die Marathonfahrer bei anhaltend freundlich-bedecktem Himmel, milder Temperatur und sanftem Wind von Nordwest in Hannoversch-Münden an der Schleuse, wobei sie sich vorher für eine von drei Streckenabschnitten entscheiden konnten.

Zur Bronzefahrt bis nach Beverungen (53 km) meldeten sich 430, für die Silberfahrt nach Holzminden (80 km) entschieden sich 540 und für die Goldstrecke bis nach Hameln (135 km) 210 Marathonfahrer. Am jeweiligen Zielort erhielten die Teilnehmer einen Ehrenpreis sowie einen Bootsaufkleber. Im Durchschnitt der letzten Jahre entschieden sich 50 Prozent der Marathonfahrer für das Ziel Holzminden, 30 Prozent für Beverungen und 20 Prozent für Hameln als Ziel.

Die Marathonpaddler erfreuen sich während der Fahrt an der Schönheit des Wesergebirges, bekannt durch Verbindungen zu Sagen und den Märchen der Gebrüder Grimm, zu versteckten Burgen und Klöstern, an den romantischen Fachwerkstädtchen am Ufer und immer wieder nach jeder Kurve an einem neuen Anblick des reizvollen Wesergebirges.

von: Adolf Timmermann, Distelkamp 14, 29225 Celle, Tel. 44 6 84

 

220423 Anpaddeln der KGC

Der Anleger in Oldau

Anpaddeln der Kanu-Gesellschaft Celle auf der Aller

Ein wolkenloser Himmel und strahlender Sonnenschein empfing die sechs Anpaddler der Kanu-Gesellschaft Celle am Bootsanleger in Boye an der Aller zu einer 20 Kilometer langen Tour durch die Südheide bis nach Bannetze. Gleich nach dem Start unterstützte ein sanfter Rückenwind die Wanderfahrer, die sich am kräftigen Blühen und Grünen links und rechts des Ufers erfreuten, an dem die Galloway Rinder zufrieden weideten und sich Zugvögel zur Rast niederließen.

Gelegentlich kam es auch zu Kontakten zwischen den Kanuten und Motorbooten, deren Besatzungen aber sehr rücksichtsvoll beim Anblick der kleinen Paddelboote das Tempo verringerten, um den Paddlern die Berührung mit den Wellen zu erleichtern, die jedoch den Restwellen durch geschicktes „Schneiden“ zu begegnen wissen.Vor dem Wehr in Oldau  verließen die Paddler am Anleger ihre Boote und beförderten sie mit kleinen zusammen-faltbaren Bootswagen zum Anleger ins  etwa 200 Meter entfernte Unterwasser, um dort die Tour fortzusetzen.

Vor der Weiterfahrt stärkten sie sich jedoch in der Mittagspause an dem mitgenommenen Proviant im Halbschatten der Bäume, im Hintergrund als Geräuschkulisse das Rauschen des Wasserfalles vom Oldauer Wehr. Der Schwimmanleger in Oldau ermöglicht den Kanufahrern, unabhängig vom Wasserstand, ein müheloses Einsteigen in ihre Boote. Weiter geht die Fahrt, vorbei an der Örtzemündung und an dem kleinen Park in Winsen, dem Campingplatz und den zahlreichen liebevoll gepflegten Wochenendhäusern auf beiden Seiten des Ufers bis zum Ziel vor der Schleuse in Bannetze. Am späten Nachmittag wird diese Gruppe von mehreren passiven Paddlern im sonnenbeschienen Garten des Bootshauses an einer langen und festlich gedeckten Kaffee- und Kuchentafel erwartet.

Uli Lüdeke, der KGC-Wanderwart, hielt zum Anlass des Tages eine kleine Rede und berichtete von Anekdoten aus dem Leben von Paddlern, die zur fröhlichen Stimmung der Runde beitrugen.

von Adolf Timmermann, Distelkamp 14, 29225 Celle

220416 Forellentour der KGC

Die Forellenfischer

KGC Celle auf Forellentour

Acht Wasserwanderer der Kanu-Gesellschaft Celle legten am Karfreitag ihre Einer- und Zweierboote am Langlinger Wehr in die recht flott strömende Aller, um von dort bei leicht bedecktem Himmel und gelegentlichem Sonnenschein bis zu ihrem Bootshaus in Celle zu paddeln. Die Bootsbesatzungen erfreuten sich auf der Tour bei etwas erhöhtem Wasserstand an dem Frühlingswetter, den kräftig blühenden Büschen und Bäumen links und rechts des beliebten Wanderflusses und an dem Gesang der Vögel.

Nach etwa vier Kilometern hörten sie das Rauschen des Wassers vom Oppershauser Wehr, an dem die geübten Wassersportler sich mit hoher Geschwindigkeit durch die Bootsgasse in das Unterwasser gleiten ließen. Nach weiteren sieben Kilometern erreichten die Wanderfahrer bei Osterloh den Altarm „Theewinkel“, der seit August des letzten Jahres über ein Raugerinne von Kajakfahrern bevorzugt wird, obwohl eine Aus- und Einstiegstelle vorhanden ist.Das Raugerinne besteht aus 14 Querriegeln, deren Weg ins Unterwasser eine Slalomfahrt erfordert, die von den Paddlern gerne bewältigt wird, wobei die Spaziergänger das Fahrverhalten sowie die Geschicklichkeit der Bootsbesatzungen aufmerksam und interessiert beobachten.

Nach etwa drei Stunden und 19 Kilometern beenden die „Forellenfahrer“ die Tour am Anleger ihres Bootshauses in Celle, nach einer schönen und abwechslungsreichen Fahrt auf der Mittelaller. In ihrem geräumigen Vereinsheim werden die Wanderfahrer von 6 weiteren passiven Paddlern und dem Ehepaar Berta und Rolf Meyer erwartet. Das Ehepaar hat den langen Tisch liebevoll für 14 Gäste gedeckt, eine große Anzahl von selbst geräucherten Forellen mit Kartoffelsalat als Beilage und Getränke angeboten.

Nach dem Essen führte Henning Rothfuß einen Schmalfilm aus den siebziger Jahren vor, der bei verschiedenen Festen des Vereines gedreht wurde, viel Anlass zum Austausch von Erinnerungen und fröhlicher Stimmung bot. Der Wanderwart Uli Lüdeke hielt eine kleine Rede, erinnerte an einige schöne Ereignisse, wies auf zukünftige Vorhaben hin, bedankte sich bei dem Ehepaar Meyer und Henning Rothfuß für den gelungenen Tag, dem sich ein kräftiger Applaus aller Anwesenden anschloss.

von Adolf Timmermann, Distelkamp 14, 29225 Celle, Tel. 44 6 84

220402 Wildwasserrennen Sömmerda

220402 Team der Kanu- Gesellschaft Celle in Sömmerda siegreich

Sömmerda: Das Wildwasserteam der Kanu- Gesellschaft Celle präsentierte sich auf dem Wildwasserkanal in Sömmerda erneut gut in Form. Besonders im Classic konnten die Celler Kanuten zahlreiche Siege und Podestplätze erpaddeln, beim Sprint, der auch für die Rangliste des Deutschen- Kanu- Verbandes gewertet wird, fuhr der Nachwuchs dann teilweise knapp am Podium vorbei. Erfolgreichster Celler Starter war Altmeister Olaf v. Hartz mit drei Siegen und einem zweiten Platz, gefolgt von Alina Zimmer und Lisbeth Antons, die zweimal ganz oben auf dem Treppchen standen. Einen weiteren Doppelsieg steuerte die K1 Jugend- Mannschaft in der Besetzung Nelson Wasilewski, Tom Koschel und Pablo- Antonio Calliet bei.

Altmeister Olaf v. Hartz hatte im K1 das Feld der Mastes C / D vor allem in Classic sicher im Griff, auf der langen Strecke gewann er mit deutlichem Vorsprung, im Sprint lief der erste Versuch zwar nicht optimal, mit einem starken zweiten Lauf machte der KGC- Chef und Landestrainer dann aber auch hier den Sieg klar. Eine weitere Goldmedaillie holte er mit dem Niedersachsen- Team zusammen mit Florian Wasilewski und Gilles Calliet (beide Braunschweig) im Rennen der K1 Herren Mannschaften auf der langen Distanz, im Sprint fuhren die drei zu Silber.

Olaf v. Hartz auf dem Weg zum Ziel

Alina Zimmer scheint weiterhin wild entschlossen, sich gleich im ersten Jahr bei den K1 Damen für die U- 23 EM zu qualifizieren, sie konnte überraschend den Sieg im Classic für sich verbuchen. Im Sprint zeigte Sie zwei sehr starke Läufe, mit denen Sie am Ende den dritten Rang erkämpfte. In der Team- Wertung führte Zimmer dann taktisch klug die K1 Damen Mannschaft der KGC zum Sieg über die Classic- Distanz und zu Rang zwei im Sprint. Lisbeth Antons konnte im Classic zu einem ungefährdeten Sieg paddeln und auch im Sprint sah es nach dem ersten Lauf nach Gold für die Cellerin aus. Im zweiten Versuch konnte sie dann aber dem starken Konter Ihrer Gegnerin aus Kelsterbach nicht mehr genug entgegensetzen, mit nur 3/10 Sekunden Rückstand wurde sie am Ende diesmal zweite. Außerdem komplettiert sie in diesem Jahr die Damen KI- Mannschaft wo sie dann noch eine weitere Gold- und Silbermedaille erpaddeln konnte. Dritte im Celler K1 Damen- Team ist Claudia Mohr- Calliet, die im Einzel als einzige Masters- Fahrerin bei der Leistungsklasse mit starten musste, dort aber mit Platz 4 im Classic und Rang  7 im Sprint respektable Ergebnisse einfuhr.

Alina Zimmer auf der Unstrut

Die KI- Jugend- Fahrer der KGC zeigten sich vor allem in der Mannschaft als Medaillengarant. Nelson Wasilweski, Tom Koschel und Pablo Antonio Calliet waren als Team weder im Sprint noch im Classic zu schlagen, mit diesem Doppelsieg gehören die drei endgültig zu den Favoriten für die Jugend- Teamwertung bei den Deutschen Meisterschaften. Den Grund dafür lieferten die Einzelergebnisse, denn in beiden Disziplinen lagen die Celler denkbar eng bei einander. Im Classic holte Pablo Antonio Calliet mit guter Fahrzeit den zweiten Rang, direkt gefolgt von Tom Koschel auf Rang 3 und Nelson Wasilewski als viertplatzierter. Im Sprint konnte dann Tom Koschel mit einem starken zweiten Lauf den Spieß umdrehen und mit dem vierten Platz bester Celler werden. Direkt dahinter kamen dann Pablo Calliet als 5. und Nelson Wasilewski als 6. Ins Ziel.

Der KGC- Teamchef und Landestrainer Olaf v. Hartz zog am Ende ein positives Fazit: „Unsere Sportler sind gut vorn mit dabei, im Sprint gibt es sicher hier und da noch Verbesserungs- potential, aber es ist ja auch noch früh im Jahr, daran werden wir in den

Der KGC- Teamchef und Landestrainer Olaf v. Hartz zog am Ende ein positives Fazit: „Unsere Sportler sind gut vorn mit dabei, im Sprint gibt es sicher hier und da noch Verbesserungs- potential, aber es ist ja auch noch früh im Jahr, daran werden wir in den kommenden Trainingslagern noch arbeiten!“  

Die äußeren Bedingungen des Wettkampfes in Sömmerda verlangten den Sportlern einiges ab. Zwar hatte die Unstrut genug Wasser, um die Wildwasserkanal gut zu füllen, dafür sorgte ein Wintereinbruch mit niedrigen Temperaturen und eisigem Wind für kalte Finger und sehr unangenehme Rahmenbedingungen.

Olaf v. Hartz   Heinrichstr. 9 / 29313 Hambühren / Tel: 05084 3920(p), 05141 42088 (d)

kalte Finger und sehr unangenehme Rahmenbedingungen.

Olaf v. Hartz   Heinrichstr. 9 / 29313 Hambühren / Tel: 05084 3920(p), 05141 42088 (d)

220402 Bezirksanpaddeln auf der Luhe 2022

Kanu-Gesellschaft Celle beim Bezirksanpaddeln auf der Luhe 2022

Dreißig Wanderpaddler aus 8 Vereinen des Bezirkes Lüneburg, unter ihnen 6 Kajakfahrer der Kanu-Gesellschaft Celle, erschienen am letzten Sonntag mit ihren farbigen Einerkajaks auf den Autodächern und auf den Anhängern ihrer Vereinsbusse auf dem Gelände der Einsatzstelle in Oldendorf an der Luhe zum Bezirksanpaddeln. Die Luhe fließt südlich von Hamburg durch die Lüneburger Heide und  ist auf der vorgesehenen 18 Kilometer langen Strecke von Oldendorf bis Garstedt hauptsächlich von Wiesen und Feldern umgeben, sie ist im Durchschnitt 7 – 12 Meter breit und besitzt eine Fließgeschwindigkeit von 4 Kilometern pro Stunde.

Die Luhe ist an mehreren Stellen kurvenreich, einige umgestürzte Bäume, die quer im Flussbett liegen, verlangen schnelle Entscheidungen, ob die Paddler links oder rechts durch eine Lücke schlüpfen sollten, sie unter dem Baumstamm durchfahren, sich dabei tief bücken oder ob es günstiger ist mit Anlauf über einen Baumriesen zu fahren, wenn der Stamm nicht zu weit aus dem Wasser ragt.

Zwei umgestürzte Bäume ermöglichen es den Kajakfahrern unter ihnen durchzufahren. Einer verlor dabei seine Kopfbedeckung, die jedoch von einer Mitpaddlerin gerettet werden konnte

Es gibt auch mehrere Stufen oder Schwälle, die sich durch ihr Rauschen rechtzeitig ankündigen, da fahren die Paddler durch einen Mini-Wasserfall, wobei das Boot mit hoher Geschwindigkeit hinabfährt und das Vorderteil des Bootes kurz eintaucht.

Einmal nur mussten die Paddler zwischendurch aussteigen und die Boote umsetzen, wobei die Gelegenheit zu einer Erfrischungspause, Vertreten der Beine und zum Gespräch genutzt wurde. Während der ganzen Tour konnten sich die Anpaddler an dem blauen Himmel und über Sonnenschein erfreuen, aber kurz vor Ende der Fahrt erschien eine große dunkle Wolke, kräftiger Wind machte sich bemerkbar, es begann heftig zu hageln, auf dem Bootsdeck entstand eine dicke weiße Hageldecke, die aber nach wenigen Minuten wieder auftaute, als die Sonne zum Vorschein kam. ie Freude und die gute Laune  der Wasserwanderer blieben erhalten, denn sie waren  von ihrer Ausrüstung und Kleidung her auf alle Wettererscheinungen vorbereitet.

An der Anlegestelle in Garstedt war für die Anpaddler die Köhlerhütte mit einer Grillmöglichkeit reserviert, hier konnten sich die Kajakfahrer in der Hütte oder davor für die Heimfahrt stärken. Herzlich bedankten die Wasserwanderer sich bei ihrem Bezirkswanderwart Eckehard Bohnsack für die umfangreiche und gelungene Vorbereitung dieses schönen Tages.

von: Adolf Timmermann, Distelkamp 14, 29225 Celle, Distelkamp 14, Tel. 44684

220320 Int. Wildwasserennen auf der Rur

Pablo Calliet holt Sieg zum Saisonauftakt in Monschau     

Monschau: Zum Auftakt der Saison im Kanu- Wildwasserrennsport wurde es für das Team der Kanu- Gesellschaft Celle gleich ernst, denn beim internationalen Wildwasserrennen auf der Rur in Monschau ging es schon beim ersten Wettkampf um Punkte für die Rangliste des Deutschen Kanu- Verbandes und damit auch um eine erste Standortbestimmung im Hinblick auf die Qualifikationen für die internationalen Meisterschaften. Das Team der Kanu- Gesellschaft Celle konnte trotz einiger Altersklassenwechsel an die Erfolge der letzten Jahre anknüpfen und gute Leistungen präsentieren. Für den größten Erfolg sorgte Neuzugang Pablo Antonio Calliet, der das Rennen der K1 Jugend für sich entscheiden konnte, Liesbeth Antons steuerte eine Silbermedaille zur Erfolgsbilanz bei.

Das Jugend- Team der Kanu- Gesellschaft Celle wird ab sofort durch Pablo Antonio Calliet verstärkt, der in Monschau für einen Einstand nach Maß sorgte. Mit einer hervorragenden Fahrzeit konnte er den Sieg im Feld der K1 männlichen Jugend nach Celle holen. Tom Koschel ist ebenfalls gut über den Winter gekommen. Obwohl er sich beim Rennen sein Boot so stark beschädigte, dass er im Ziel eine große Menge Wasser an Bord hatte, fuhr er als drittbester Deutscher noch auf Rang 4 im Gesamtklassement. Nelson Wasilewki bestritt nach dem Wechsel aus der Schülerklasse sein erstes Rennen in der Jugend und fuhr sofort vorn mit, schnell unterwegs erreichte er auf Anhieb den Platz 8.

Lisbeth Antons

Am Ende reichte es zwar nicht ganz zu Gold, mit geringem Rückstand sicherte sie sich dann aber den zweiten Rang. Alina Zimmer hat nach ihren Erfolgen bei den Juniorinnen nun auch den schwersten Altersklassewechsel, den in die Leistungsklasse, zu verkraften, ließ sich dadurch aber in keinster Weise entmutigen. Angriffslustig wie immer zeigte sie eine starke Leistung, mit der Sie auf Anhieb als viertbeste Deutsche Platz 5 im Gesamtfeld für sich verbuchen konnte. Damit hat sie schon im ersten Leistungsklassenjahr gute Chancen, sich für die U- 23 EM zu qualifizieren.

Alina Zimmer

Vor schweren Aufgaben standen die Masters der KGC. Weil in ihren eigenen Altersklassen für den schwierigen Kurs in Monschau nicht genug Meldungen zusammengekommen waren, mussten sie in höheren Klassen mitstarten. Claudia Mohr Calliet, ebenfalls neu in Team der KGC, fuhr in der Leistungsklasse mit und überzeugte dort als beste Masters- Fahrerin mit Platz 11, Altmeister Olaf v. Hartz fuhr als bester Fahrer aus dem Feld der Masters D mit guter Zeit auf Rang 5 im gemeinsamen Feld der Masters C + D.

Die Freude darüber, dass nach zwei Jahren Corona- Pause endlich wieder auf der sehr schönen Strecke in Monschau ein Wettkampf gefahren werden konnte wurde dadurch getrübt, dass nur sehr wenig Wasser zur Verfügung stand. Aus diesem Grunde musste der Start an das Ortsende von Monschau verlegt werden, zu groß das Risiko, dass die Boote beim Befahren der Wehre in der Stadt beschädigt werden. So lag die Herausforderung diesmal darin, einen sauberen Weg zwischen den zahlreichen Steinen auf der Rennstrecke zu finden. KGC- Chef Olaf v. Hartz zeigte sich mit den Leistungen der Celler Kanuten durchaus zufrieden: „Unsere Sportler haben trotz der schwierigen Bedingungen sehr gute Leistungen gezeigt, wir sind absolut im Plan und dürfen optimistisch in die Saison 2022 starten“.

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