Obervellach / Österreich: Bei den 71. Deutschen Meisterschaften im Wildwasserrennsport konnte das Team der Kanu- Gesellschaft Celle mit insgesamt 5 Vizemeisterschaften und zwei Bronzemedaillen ein hervorragendes Ergebnis erpaddeln. Erfolgreichste Einzelstarter waren Alina Zimmer und Olaf v. Hartz, die jeweils zweimal Deutsche Vizemeister in ihren Einzel- rennen wurden und Florian Wasilsewski mit je einmal Silber und Bronze. Die Herren- Mannschaft steuerte zur hervorragenden Bilanz noch eine weitere Bronzemedaille dazu.

Olaf auf der Spur der Silbermedaille
Alina Zimmer hatte schon vor der Deutschen Meisterschaft eine lange, sehr harte aber auch erfolgreiche Saison hinter sich und so war man gespannt, was sie nach ihren Einsätzen bei der Weltmeisterschaft der Senioren und der U- 23 Europameisterschaft auf der Möll noch an Leistungen auf das Wasser würde bringen können. Die machte es zunächst einmal spannend, denn nach einem suboptimalen 1. Lauf lag sie im Sprint bei den Damen noch auf Platz 5. Doch dann zeigte sie einmal mehr ihre ganze Klasse, mit einem fulminanten 2. Lauf fuhr sie den Sprintspezialistinnen einfach davon, katapultierte sich völlig unerwartet auf den zweiten Platz und wurde somit Deutsche Vizemeisterin. Doch damit hatte Zimmer ihr Pulver noch längst nicht verschossen: Bereits am nächsten Tag ging es auf der langen Strecke um Sieg und Platz im Classic der Damen im KI. Schon bei der Zwischenzeit war klar, dass sie auch hier um die Medaillen mitfahren wollte. In der Endabrechnung musste sie sich auch hier nur der Top- Favoritin Sophia Piaskowski (Köln) geschlagen geben, konnte sich aber erneut über die Vizemeisterschaft freuen. „Sophia ist derzeit noch unerreichbar, aber ich komme immer weiter ran und der Rest hat ja geklappt! Realistisch betrachtet hätte es besser nicht laufen können“ freute sich die 23 – jährige Hermannsburgerin.

Alina auf dem Weg zur Vizemeisterschaft
Altmeister Olaf v. Hartz hatte sich nach seinem nicht ganz optimalen WM- Ergebnis im Mai einiges vorgenommen, hier sollte er unbedingt wieder aufs Treppchen. Allerdings hatte auch er mit es einem schweren Gegner zu tun, denn dass die Kanu- Legende Markus Gickler nicht zu schlagen sein würde, war letztlich keine Frage. So war dann auch hier war der Sprint ein erbarmungsloser Kampf um Sekundenbruchteile, bei dem v. Hartz mit nach dem ersten Versuch auf Platz 3 liegend schon einmal auf Medaillenkurs lag. Auch er konnte sich im zweiten Lauf deutlich verbessern, seinen Rückstand von 5/10 Sekunden auf den zweiten Rang in einen Vorsprung von 2/10 Sekunden umwandeln und somit Deutscher Vizemeister werden. Im Classic lief für den Altmeister alles nach Plan, schon bei der Zwischenzeit lag er sicher auf dem zweiten Platz, den er dann auch problemlos ins Ziel retten konnte – also Vizemeisterschaft Nr. 2. „Das waren schon sehr harte Rennen, ich bin blau wie ein Weihnachtskarpfen, aber hat sich gelohnt,“ zeigte sich v. Hartz am Ende hochzufrieden

Florian im Team Einsatz
Florian Wasilweski schätze seine Chancen diesmal eher kritisch ein, hatte sich dabei dann aber doch unterschätzt. Bereits im ersten Sprintlauf paddelte er mit einer hervorragenden Zeit in die Medaillenränge. Auch der zweite Versuch saß, in der Endabrechnung landete er mit nur gut einer Sekunde Rückstand auf den Sieger auf dem Bronzerang. Im Classic konnte er sich mit einer perfekten Renneinteilung sogar noch steigern und am Ende mit einer schnellen Zeit die Vizemeisterschaft bei den Masters B im KI erringen. „Ich konnte in diesem Jahr wenig Rennen fahren, das hat mir schon gefehlt, dafür war es dann ja doch ganz gut.“ so sein Fazit.
In der Leistungsklasse war seit längerem erstmals wieder Nelson Wasilewski dabei, der ja inzwischen seinen Schwerpunkt auf das „Flachwasserrennen“ verlegt hat. Trotz seiner gerade überstandenen längeren Erkrankung konnte er auf Anhieb gut mithalten. Im Sprint hätte es für ihn sogar fast für eine Medaille gereicht, nach einem nicht ganz optimalen 1 Laug führ er im zweiten Versuch noch bis auf den 4. Rang der Deutschen Meisterschaft vor. Auch im Classic zeigte der Sprintspezialist eine solide Leistung, mit der er als 9. ins Ziel kam. Pablo Calliet hat nach wie vor mit Problemen an der Schulter zu kämpfen und konnte daher erneut nicht die gewohnten Leistungen zeigen. Im Classic reichte es dennoch für Rang 14, im Sprint kam er auf den 16. Platz
Im Rennen der KI Herren Mannschaften gingen Florian und Nelson Wasilewski zusammen mit Palbo Calliet an den Start. Von den dreien erwartete man eine solide Leistung, die sie im Sprint mit Platz 7 auch so ablieferten. Aber das reichte den dreien nicht: Im abschließenden Classic drehten sie noch einmal kräftig auf und überraschten die Konkurrenz mit einem unerwarteten 3. Rang.
Auch an der Möll ist der trockene Sommer nicht spurlos vorbei gegangen, nur mit dem Zuschusswasser des örtlichen Kraftwerksbetreibers konnten meisterschaftswürdige Pegel sichergestellt werden. Dafür sorgte der ausrichtende KSK Köln für hervorragend organisierte Wettkämpfe die absolut vorbildlich abliefen. KGC- Chef Olaf v. Hartz zeigte sich denn mit der Meisterschaft rundum zufrieden: „Jeder Starter der Kanu- Gesellschaft Celle kehrt von dieser rundum gelungenen Veranstaltung mit mindestens einer Medaille heim, was wollen wir mehr?“
Olaf v. Hartz
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