220618 WW DM in Lofer Erfolge für Celler Kanuten

Olaf v. Hartz und Calliet / Koschel / Wasilewski erpaddeln jeweils zwei Titel bei Deutscher Wildwassermeisterschaft

Lofer: Das Wildwasserrennsportteam der Kanu- Gesellschaft Celle hat bei den diesjährigen Deutschen Meisterschaften auf der Saalach in Lofer (Österreich) für einen wahren Medaillenregen gesorgt! Erfolgreichster Einzelsportler war Altmeister Olaf v. Hartz, der sowohl das Classic als auch den Sprint für sich entscheiden konnte, in der Team- Wertung holten die Jugendlichen der KGC im K1 ebenfalls zwei Meistertitel nach Celle. Claudia Mohr- Calliet und Liesbeth Antons wurden jeweils auf beiden Distanzen Vizemeister und Alina Zimmer startete mit zwei dritten Plätzen furios in die Leistungsklasse. Pablo Antonio Calliet steuerte im Einzel noch jeweils einmal Silber und einmal Bronze bei, Nelson Wasileski einen weiteren dritten Platz. Der seit einiger Zeit für Hamburg startende Tobias Zimmer holte überraschend Bronze bei den Herren. 

Altmeister Olaf v. Hartz ist inzwischen in die Klasse der Masters D gewechselt und fühle sich dort sichtlich wohl. Er ließ sowohl im Classic als auch im Sprint zu keiner Zeit Zweifel an seinen Titelambitionen aufkommen und holte sich souverän in beiden Disziplinen die Deutsche Meisterschaft. „Bei den Senioren hat man genau alle 10 Jahre die Chance, zu den jüngsten seiner Klasse zu gehören, das durfte ich nicht ungenutzt lassen!“ so das Fazit des mehrfachen Senioren- Weltmeisters. Auch Claudia Mohr- Calliet, die inzwischen das zweite ganz heiße Eisen im Masters- Team der KGC ist, enttäuschte nicht. Sie musste sich sowohl im Sprint als auch im Classic lediglich der Grand- Madame des Wildwasserrennsports Sabine Füsser (Augsburg) geschlagen geben und holte somit zwei Deutsche Vizemeisterschaften nach Celle.

Der Deutsche Meister in seinem Element

Alina Zimmer startet erstmals in der Leistungsklasse und hatte eigentlich „nur“ die Qualifikation für die U- 23 Europameisterschaften im Focus. Völlig überraschend mischte sie dann aber das gesamte Damenfeld mächtig auf. Im Sprint lag sie nach dem ersten Lauf mit Rang 7 noch im erwarteten Bereich, doch dann legte die Junioren- Europameisterin des Jahres 2022 einen grandiosen zweiten Versuch hin, der sie auf den Bronzerang katapultierte. Wer da noch an einen Glückstreffer geglaubt hatte sah sich im Classic eines Besseren belehrt, denn hier griff die Cellerin sogar nach dem Titel, erst im Endspurt über die schwierige Slalomstrecke vor dem Teufelssteg wurde sie mit nur 1,4 Sekunden Rückstand auf Rang 3 verdrängt. Damit dürfte ihr die Fahrkarte zur EM nicht mehr zu nehmen sein. Der Kommentar der Heldin dann kurz und bündig wie immer: „Ist ganz gut gelaufen, aber 1,4 Sekunden ist schon ärgerlich!“

In der weiblichen Jugend hat sich im K1 Liesbeth Antons inzwischen einen festen Platz in der deutschen Spitze erobert. Auch in Lofer konnte sie sowohl im Sprint als auch im Classic mit guten Fahrzeiten überzeugen, die ihr am Ende zwei Silber- Medaillen einbrachten. In der männlichen Jugend präsentierten sich Pablo Antonio Calliet, Nelson Wasilewski und Tom Koschel auf einheitlich hohem Niveau. Pablo Antonio Calliet konnte vor allem im Classic überzeugen, hier paddelte er nicht nur zu Silber in der Jugendklasse sondern fuhr auch noch auf den Bronzerang bei den Junioren, wo er eigentlich nur zu Ranglistenzwecken mit gestartet war. Im Sprint paddelte er mit Platz 4 denkbar knapp an einer weiteren Medaille vorbei. Auch Nelson Wasilewski zeigte sich besonders auf der langen Strecke in guter Verfassung, er sorgte dort mit Rang 3 für einen Celler Doppelerfolg. Im Sprint fehlte ihm dann das nötige Quäntchen Glück, mit nur 6/10 Sekunden Rückstand auf seinen Vereinskameraden landete er auf Platz 7. Jeweils knapp dahinter konnte Tom Koschel mit Platz 5 im Classic und Rang 8 im Sprint die Erfolgsbilanz der Celler Jugendlichen vervollständigen.

Nach diesen hervorragenden Einzelergebnissen sahen die drei Celler Jugendfahrer in der Favoritenrolle für die Mannschaftswettbewerbe und sie enttäuschten nicht. Erfahrene Wildwasserrennsportler wissen, dass drei gute Einzelfahrer noch lange kein gutes Team angeben, aber was herauskommt, wenn die auch noch eine ausgeklügelte Team- Taktik perfekt umsetzen, konnte bei den Cellern eindrucksvoll beobachtet werden. Verdient und mit großem Vorsprung sorgten Pablo- Antonio Calliet, Tom Koschel und Nelson Wasilewski mit dem Gewinn der Deutschen Meisterschaft sowohl im Sprint als auch im Classic für einen würdigen Abschluss dieser aus Celler Sicht außerordentlich erfolgreichen Titelkämpfe.  

Das Team Jugend K1 -Calliet-Koschel-Wasilewski

Der ursprünglich aus der KGC stammende Tobias Zimmer startet inzwischen im zweiten Jahr für Oberalster Hamburg. Auch er wollte noch einmal einen Versuch starten, die Qualifikation für die Junioren U- 23 EM zu schaffen. Nach einen 9. Platz im Sprint bei den Herren imK1 war klar, dass ein hervorragendes Ergebnis im Classic hermusste, wenn es nun endlich klappen soll. Tatsächlich lieferte Zimmer ab: völlig unerwartet erkämpfte er sich auf der langen Strecke die Bronzemedaille und sicherte sich somit seine Chancen auf eine Fahrkarte zur EM. Zusammen mit seinen Hamburger Team- Kollegen fuhr der Hermannsburger außerdem noch zu Team- Gold im Classic und Silber im Sprint. 

KGC- Chef und Landestrainer Olaf v. Hartz zeigte sich mit seinem Team hoch zufrieden: „Unsere Mannschaft hat mit vorbildlichem Kampf- und Teamgeist ein Ergebnis erzielt, von dem mancher deutlich größere Verein nur träumen kann. Dies ist umso beachtlicher, wenn man bedenkt, dass noch vor einigen Wochen das komplette Team durch Corona für Wochen ausgeschaltet war.“

Covid 19 war allerdings auch bei diesen Titelkämpfen leider noch ein Thema, einige Sportler konnte wegen einer Infektion erst gar nicht anreisen, weitere mussten noch vor den Rennen wieder nach Hause fahren. Ansonsten bot der bayrische- Kanu- Verband den Sportlern aber hervorragend organisierte Rennen unter besten Wettkampfbedingungen.

Olaf v. Hartz / Heinrichstr. 9 / 29313 Hambühren / 05084 / 3920 (p) 05141 / 42088 (d)

 

220604 Mit dem Flutstrom von Nordenham nach Bremen

Im Hafenbecken des WSV Nordenham bereiten sich die Kanufahrer auf den Start zur 30. Bremer Tidenrallye vor.

Mitglieder der Kanu-Gesellschaft Celle nehmen an der 30. Bremer Tidenrallye auf der Weser teil. Nachdem Corona bedingt die alle zwei Jahre stattfindende Veranstaltung 2020 ausfallen musste, konnte es endlich wieder losgehen und die 30. Bremer Tidenrallye stattfinden.

Der Landes-Kanu-Verband Bremen als Veranstalter hatte zu diesem Jubiläum ein umfangreiches Rahmenprogramm organisiert. Zunächst fand eine Vorfahrt durch Bremen über Rönnebeck, dem Harriersand bis nach Nordenham mit Übernachtungen in Zelten statt.

An einem paddelfreien Tag vor der Rallye gab es, passend zur Rallye, im Nordenhamer Gymnasium einen Vortrag mit dem Titel: „Die Tiden – ein Geschenk des Himmels?“ Abgerundet wurde der Vortrag mit einem Besuch des Planetariums und der Besichtigung der Sternwarte. Abends wurde im Bootshaus des Wassersportvereins ein weiterer Vortrag mit Bildern und Geschichten von den Bremer Kanuvereinen im vorigen Jahrhundert angeboten.

Der Startschuss für die eigentliche Rallye fiel am Sonnabend gegen halb zehn, nachdem alle Kanufahrer im Sportboothafen Großensiel vom Veranstalter und vom Schirmherrn, dem Bürgermeister von Nordenham, begrüßt worden waren. Als die Armada von ca. 250 Kajaks und Kanus mit über 300 Kanuten aus dem schützenden Bereich des Hafens auf die Weser kamen, erwartete sie ein bisweilen stürmischer Wind aus Nordwest und auch die Begegnung mit großen Seeschiffen. So blieb es den ganzen Tag lang; alle Teilnehmer kämpften mit Wind, Wellen und auch heftigen Böen.

Es gab auch einige Kenterungen, aber dank der Hilfe durch die Begleitboote der DLRG und der Wasserschutzpolizei ist niemand zu Schaden gekommen. Mit dem Gezeitenstrom ging es 44 Kilometer vorbei an Brake, Blumenthal und Vegesack bis zum Ziel, dem Bootshaus von Tura Bremen. Die Ersten trafen nach 3 Stunden ein, die Letzten brauchten fast fünfeinhalb Stunden.

Dort angekommen, erwartete sie die kameradschaftliche Hilfe beim Aussteigen und Transport der Boote vom Steg auf das Vereinsgelände. Dort konnten sich die Ankommenden an einer Kaffeetafel und Gegrilltem stärken. Gut erholt unternahmen dann noch einige Teilnehmer am Tag darauf eine Paddeltour über die Hamme bis Waakhausen ins Teufelsmoor. Hier gab es die Möglichkeit zu einer Exkursion zum Künstlerdorf Worpswede.

Von Ulrich Lüdeke, Fichtenweg 11 A, 29225 Celle, ulixmail@web.de

220501 50. Wesermarathon und Jubilar Udo

Die Mannschaft der Kanu-Gesellschaft Celle vor dem Bootshaus des Mündener Kanu-Clubs

Kanu-Gesellschaft Celle am 50. Wesermarathon und Ehrung eines Jubilars

1180 Kanuwanderer aus allen Bundesländern, Dänemark und Holland hatten sich beim Mündener Kanu-Klub für die Teilnahme am jährlich stattfindenden 50. Internationalen Wesermarathon gemeldet.

Doch einen Tag vor dem eigentlichen Jubiläums-Marathon gab es die Gelegenheit, im einladenden Mündener Bootshaus an der Fulda eine Bilderausstellung über Erlebnisse, Erinnerungen und auch Kuriositäten über 50 Jahre Wesermarathon zu betrachten. Als Höhepunkt dieses Tages gab es die Ehrung eines langjährigen Marathon-Teilnehmers, zu der neben den zahlreich erschienenen Wanderfahrern auch bedeutende Vertreter des Kanusports im Bootshaus erschienen sind, um eine seltene Ehrung vorzunehmen.

Udo Rehefeld von der Kanu-Gesellschaft Celle ist der einzige Marathonfahrer,

Der Jubilar

der an allen 50 Internationalen Wesermarathonfahrten teilgenommen und dabei die 135 km lange Goldstrecke von Hannoversch-Münden bis Hameln zurückgelegt hat. Joachim Spiegler, der 1. Vorsitzende des Mündener Kanu-Clubs, moderierte die Ehrung, in der Jens Perlwitz, der Präsident des Deutschen Kanu-Verbandes, Dr. Albert Emmerich, der Präsident des Landes-Kanu-Verbandes Niedersachsen, Mario Zlobinski, der 1. Vorsitzende des Kanu Clubs Hameln und der Bürgermeister von Hannoversch-Münden, Tobias Dannenberg unterhaltsame, interessante Reden hielten mit heiteren Episoden und der Entwicklung des Wesermarathons vom Anfang bis zur Gegenwart. Dabei gingen die Redner auf Udo Rehefelds Laufbahn als Sportler ein, wobei sie ihre Anerkennung und Bewunderung seiner sportlichen Leistung würdigten.

Der Präsident des Deutschen Kanu-Verbandes übereichte dem 82jährigen Jubilar schließlich eine Urkunde und einen gläsernen Teller mit einem Fuß als Aufstellmöglichkeit zur Erinnerung an die besondere Ehrung. Die Besucher erfuhren auch, dass Udo Rehefeld mit seiner Frau Antje die meisten Wesermarathonfahrten gemeinsam in ihrem Zweierkajak zurücklegten, sich beide an dem Anblick des Wesergebirges erfreuten und ihn die sportliche Herausforderung dieser etwa 13 stündigen „schönsten Schinderei im Frühling“ lockte, wobei der gelegentliche Nordwind von vorne schon mal störte, fügte der Jubilar schmunzelnd hinzu.

Am nächsten Morgen um 6 Uhr starten die Marathonfahrer bei anhaltend freundlich-bedecktem Himmel, milder Temperatur und sanftem Wind von Nordwest in Hannoversch-Münden an der Schleuse, wobei sie sich vorher für eine von drei Streckenabschnitten entscheiden konnten.

Zur Bronzefahrt bis nach Beverungen (53 km) meldeten sich 430, für die Silberfahrt nach Holzminden (80 km) entschieden sich 540 und für die Goldstrecke bis nach Hameln (135 km) 210 Marathonfahrer. Am jeweiligen Zielort erhielten die Teilnehmer einen Ehrenpreis sowie einen Bootsaufkleber. Im Durchschnitt der letzten Jahre entschieden sich 50 Prozent der Marathonfahrer für das Ziel Holzminden, 30 Prozent für Beverungen und 20 Prozent für Hameln als Ziel.

Die Marathonpaddler erfreuen sich während der Fahrt an der Schönheit des Wesergebirges, bekannt durch Verbindungen zu Sagen und den Märchen der Gebrüder Grimm, zu versteckten Burgen und Klöstern, an den romantischen Fachwerkstädtchen am Ufer und immer wieder nach jeder Kurve an einem neuen Anblick des reizvollen Wesergebirges.

von: Adolf Timmermann, Distelkamp 14, 29225 Celle, Tel. 44 6 84

 

220423 Anpaddeln der KGC

Der Anleger in Oldau

Anpaddeln der Kanu-Gesellschaft Celle auf der Aller

Ein wolkenloser Himmel und strahlender Sonnenschein empfing die sechs Anpaddler der Kanu-Gesellschaft Celle am Bootsanleger in Boye an der Aller zu einer 20 Kilometer langen Tour durch die Südheide bis nach Bannetze. Gleich nach dem Start unterstützte ein sanfter Rückenwind die Wanderfahrer, die sich am kräftigen Blühen und Grünen links und rechts des Ufers erfreuten, an dem die Galloway Rinder zufrieden weideten und sich Zugvögel zur Rast niederließen.

Gelegentlich kam es auch zu Kontakten zwischen den Kanuten und Motorbooten, deren Besatzungen aber sehr rücksichtsvoll beim Anblick der kleinen Paddelboote das Tempo verringerten, um den Paddlern die Berührung mit den Wellen zu erleichtern, die jedoch den Restwellen durch geschicktes „Schneiden“ zu begegnen wissen.Vor dem Wehr in Oldau  verließen die Paddler am Anleger ihre Boote und beförderten sie mit kleinen zusammen-faltbaren Bootswagen zum Anleger ins  etwa 200 Meter entfernte Unterwasser, um dort die Tour fortzusetzen.

Vor der Weiterfahrt stärkten sie sich jedoch in der Mittagspause an dem mitgenommenen Proviant im Halbschatten der Bäume, im Hintergrund als Geräuschkulisse das Rauschen des Wasserfalles vom Oldauer Wehr. Der Schwimmanleger in Oldau ermöglicht den Kanufahrern, unabhängig vom Wasserstand, ein müheloses Einsteigen in ihre Boote. Weiter geht die Fahrt, vorbei an der Örtzemündung und an dem kleinen Park in Winsen, dem Campingplatz und den zahlreichen liebevoll gepflegten Wochenendhäusern auf beiden Seiten des Ufers bis zum Ziel vor der Schleuse in Bannetze. Am späten Nachmittag wird diese Gruppe von mehreren passiven Paddlern im sonnenbeschienen Garten des Bootshauses an einer langen und festlich gedeckten Kaffee- und Kuchentafel erwartet.

Uli Lüdeke, der KGC-Wanderwart, hielt zum Anlass des Tages eine kleine Rede und berichtete von Anekdoten aus dem Leben von Paddlern, die zur fröhlichen Stimmung der Runde beitrugen.

von Adolf Timmermann, Distelkamp 14, 29225 Celle

220416 Forellentour der KGC

Die Forellenfischer

KGC Celle auf Forellentour

Acht Wasserwanderer der Kanu-Gesellschaft Celle legten am Karfreitag ihre Einer- und Zweierboote am Langlinger Wehr in die recht flott strömende Aller, um von dort bei leicht bedecktem Himmel und gelegentlichem Sonnenschein bis zu ihrem Bootshaus in Celle zu paddeln. Die Bootsbesatzungen erfreuten sich auf der Tour bei etwas erhöhtem Wasserstand an dem Frühlingswetter, den kräftig blühenden Büschen und Bäumen links und rechts des beliebten Wanderflusses und an dem Gesang der Vögel.

Nach etwa vier Kilometern hörten sie das Rauschen des Wassers vom Oppershauser Wehr, an dem die geübten Wassersportler sich mit hoher Geschwindigkeit durch die Bootsgasse in das Unterwasser gleiten ließen. Nach weiteren sieben Kilometern erreichten die Wanderfahrer bei Osterloh den Altarm „Theewinkel“, der seit August des letzten Jahres über ein Raugerinne von Kajakfahrern bevorzugt wird, obwohl eine Aus- und Einstiegstelle vorhanden ist.Das Raugerinne besteht aus 14 Querriegeln, deren Weg ins Unterwasser eine Slalomfahrt erfordert, die von den Paddlern gerne bewältigt wird, wobei die Spaziergänger das Fahrverhalten sowie die Geschicklichkeit der Bootsbesatzungen aufmerksam und interessiert beobachten.

Nach etwa drei Stunden und 19 Kilometern beenden die „Forellenfahrer“ die Tour am Anleger ihres Bootshauses in Celle, nach einer schönen und abwechslungsreichen Fahrt auf der Mittelaller. In ihrem geräumigen Vereinsheim werden die Wanderfahrer von 6 weiteren passiven Paddlern und dem Ehepaar Berta und Rolf Meyer erwartet. Das Ehepaar hat den langen Tisch liebevoll für 14 Gäste gedeckt, eine große Anzahl von selbst geräucherten Forellen mit Kartoffelsalat als Beilage und Getränke angeboten.

Nach dem Essen führte Henning Rothfuß einen Schmalfilm aus den siebziger Jahren vor, der bei verschiedenen Festen des Vereines gedreht wurde, viel Anlass zum Austausch von Erinnerungen und fröhlicher Stimmung bot. Der Wanderwart Uli Lüdeke hielt eine kleine Rede, erinnerte an einige schöne Ereignisse, wies auf zukünftige Vorhaben hin, bedankte sich bei dem Ehepaar Meyer und Henning Rothfuß für den gelungenen Tag, dem sich ein kräftiger Applaus aller Anwesenden anschloss.

von Adolf Timmermann, Distelkamp 14, 29225 Celle, Tel. 44 6 84

220402 Wildwasserrennen Sömmerda

220402 Team der Kanu- Gesellschaft Celle in Sömmerda siegreich

Sömmerda: Das Wildwasserteam der Kanu- Gesellschaft Celle präsentierte sich auf dem Wildwasserkanal in Sömmerda erneut gut in Form. Besonders im Classic konnten die Celler Kanuten zahlreiche Siege und Podestplätze erpaddeln, beim Sprint, der auch für die Rangliste des Deutschen- Kanu- Verbandes gewertet wird, fuhr der Nachwuchs dann teilweise knapp am Podium vorbei. Erfolgreichster Celler Starter war Altmeister Olaf v. Hartz mit drei Siegen und einem zweiten Platz, gefolgt von Alina Zimmer und Lisbeth Antons, die zweimal ganz oben auf dem Treppchen standen. Einen weiteren Doppelsieg steuerte die K1 Jugend- Mannschaft in der Besetzung Nelson Wasilewski, Tom Koschel und Pablo- Antonio Calliet bei.

Altmeister Olaf v. Hartz hatte im K1 das Feld der Mastes C / D vor allem in Classic sicher im Griff, auf der langen Strecke gewann er mit deutlichem Vorsprung, im Sprint lief der erste Versuch zwar nicht optimal, mit einem starken zweiten Lauf machte der KGC- Chef und Landestrainer dann aber auch hier den Sieg klar. Eine weitere Goldmedaillie holte er mit dem Niedersachsen- Team zusammen mit Florian Wasilewski und Gilles Calliet (beide Braunschweig) im Rennen der K1 Herren Mannschaften auf der langen Distanz, im Sprint fuhren die drei zu Silber.

Olaf v. Hartz auf dem Weg zum Ziel

Alina Zimmer scheint weiterhin wild entschlossen, sich gleich im ersten Jahr bei den K1 Damen für die U- 23 EM zu qualifizieren, sie konnte überraschend den Sieg im Classic für sich verbuchen. Im Sprint zeigte Sie zwei sehr starke Läufe, mit denen Sie am Ende den dritten Rang erkämpfte. In der Team- Wertung führte Zimmer dann taktisch klug die K1 Damen Mannschaft der KGC zum Sieg über die Classic- Distanz und zu Rang zwei im Sprint. Lisbeth Antons konnte im Classic zu einem ungefährdeten Sieg paddeln und auch im Sprint sah es nach dem ersten Lauf nach Gold für die Cellerin aus. Im zweiten Versuch konnte sie dann aber dem starken Konter Ihrer Gegnerin aus Kelsterbach nicht mehr genug entgegensetzen, mit nur 3/10 Sekunden Rückstand wurde sie am Ende diesmal zweite. Außerdem komplettiert sie in diesem Jahr die Damen KI- Mannschaft wo sie dann noch eine weitere Gold- und Silbermedaille erpaddeln konnte. Dritte im Celler K1 Damen- Team ist Claudia Mohr- Calliet, die im Einzel als einzige Masters- Fahrerin bei der Leistungsklasse mit starten musste, dort aber mit Platz 4 im Classic und Rang  7 im Sprint respektable Ergebnisse einfuhr.

Alina Zimmer auf der Unstrut

Die KI- Jugend- Fahrer der KGC zeigten sich vor allem in der Mannschaft als Medaillengarant. Nelson Wasilweski, Tom Koschel und Pablo Antonio Calliet waren als Team weder im Sprint noch im Classic zu schlagen, mit diesem Doppelsieg gehören die drei endgültig zu den Favoriten für die Jugend- Teamwertung bei den Deutschen Meisterschaften. Den Grund dafür lieferten die Einzelergebnisse, denn in beiden Disziplinen lagen die Celler denkbar eng bei einander. Im Classic holte Pablo Antonio Calliet mit guter Fahrzeit den zweiten Rang, direkt gefolgt von Tom Koschel auf Rang 3 und Nelson Wasilewski als viertplatzierter. Im Sprint konnte dann Tom Koschel mit einem starken zweiten Lauf den Spieß umdrehen und mit dem vierten Platz bester Celler werden. Direkt dahinter kamen dann Pablo Calliet als 5. und Nelson Wasilewski als 6. Ins Ziel.

Der KGC- Teamchef und Landestrainer Olaf v. Hartz zog am Ende ein positives Fazit: „Unsere Sportler sind gut vorn mit dabei, im Sprint gibt es sicher hier und da noch Verbesserungs- potential, aber es ist ja auch noch früh im Jahr, daran werden wir in den

Der KGC- Teamchef und Landestrainer Olaf v. Hartz zog am Ende ein positives Fazit: „Unsere Sportler sind gut vorn mit dabei, im Sprint gibt es sicher hier und da noch Verbesserungs- potential, aber es ist ja auch noch früh im Jahr, daran werden wir in den kommenden Trainingslagern noch arbeiten!“  

Die äußeren Bedingungen des Wettkampfes in Sömmerda verlangten den Sportlern einiges ab. Zwar hatte die Unstrut genug Wasser, um die Wildwasserkanal gut zu füllen, dafür sorgte ein Wintereinbruch mit niedrigen Temperaturen und eisigem Wind für kalte Finger und sehr unangenehme Rahmenbedingungen.

Olaf v. Hartz   Heinrichstr. 9 / 29313 Hambühren / Tel: 05084 3920(p), 05141 42088 (d)

kalte Finger und sehr unangenehme Rahmenbedingungen.

Olaf v. Hartz   Heinrichstr. 9 / 29313 Hambühren / Tel: 05084 3920(p), 05141 42088 (d)

220402 Bezirksanpaddeln auf der Luhe 2022

Kanu-Gesellschaft Celle beim Bezirksanpaddeln auf der Luhe 2022

Dreißig Wanderpaddler aus 8 Vereinen des Bezirkes Lüneburg, unter ihnen 6 Kajakfahrer der Kanu-Gesellschaft Celle, erschienen am letzten Sonntag mit ihren farbigen Einerkajaks auf den Autodächern und auf den Anhängern ihrer Vereinsbusse auf dem Gelände der Einsatzstelle in Oldendorf an der Luhe zum Bezirksanpaddeln. Die Luhe fließt südlich von Hamburg durch die Lüneburger Heide und  ist auf der vorgesehenen 18 Kilometer langen Strecke von Oldendorf bis Garstedt hauptsächlich von Wiesen und Feldern umgeben, sie ist im Durchschnitt 7 – 12 Meter breit und besitzt eine Fließgeschwindigkeit von 4 Kilometern pro Stunde.

Die Luhe ist an mehreren Stellen kurvenreich, einige umgestürzte Bäume, die quer im Flussbett liegen, verlangen schnelle Entscheidungen, ob die Paddler links oder rechts durch eine Lücke schlüpfen sollten, sie unter dem Baumstamm durchfahren, sich dabei tief bücken oder ob es günstiger ist mit Anlauf über einen Baumriesen zu fahren, wenn der Stamm nicht zu weit aus dem Wasser ragt.

Zwei umgestürzte Bäume ermöglichen es den Kajakfahrern unter ihnen durchzufahren. Einer verlor dabei seine Kopfbedeckung, die jedoch von einer Mitpaddlerin gerettet werden konnte

Es gibt auch mehrere Stufen oder Schwälle, die sich durch ihr Rauschen rechtzeitig ankündigen, da fahren die Paddler durch einen Mini-Wasserfall, wobei das Boot mit hoher Geschwindigkeit hinabfährt und das Vorderteil des Bootes kurz eintaucht.

Einmal nur mussten die Paddler zwischendurch aussteigen und die Boote umsetzen, wobei die Gelegenheit zu einer Erfrischungspause, Vertreten der Beine und zum Gespräch genutzt wurde. Während der ganzen Tour konnten sich die Anpaddler an dem blauen Himmel und über Sonnenschein erfreuen, aber kurz vor Ende der Fahrt erschien eine große dunkle Wolke, kräftiger Wind machte sich bemerkbar, es begann heftig zu hageln, auf dem Bootsdeck entstand eine dicke weiße Hageldecke, die aber nach wenigen Minuten wieder auftaute, als die Sonne zum Vorschein kam. ie Freude und die gute Laune  der Wasserwanderer blieben erhalten, denn sie waren  von ihrer Ausrüstung und Kleidung her auf alle Wettererscheinungen vorbereitet.

An der Anlegestelle in Garstedt war für die Anpaddler die Köhlerhütte mit einer Grillmöglichkeit reserviert, hier konnten sich die Kajakfahrer in der Hütte oder davor für die Heimfahrt stärken. Herzlich bedankten die Wasserwanderer sich bei ihrem Bezirkswanderwart Eckehard Bohnsack für die umfangreiche und gelungene Vorbereitung dieses schönen Tages.

von: Adolf Timmermann, Distelkamp 14, 29225 Celle, Distelkamp 14, Tel. 44684

220320 Int. Wildwasserennen auf der Rur

Pablo Calliet holt Sieg zum Saisonauftakt in Monschau     

Monschau: Zum Auftakt der Saison im Kanu- Wildwasserrennsport wurde es für das Team der Kanu- Gesellschaft Celle gleich ernst, denn beim internationalen Wildwasserrennen auf der Rur in Monschau ging es schon beim ersten Wettkampf um Punkte für die Rangliste des Deutschen Kanu- Verbandes und damit auch um eine erste Standortbestimmung im Hinblick auf die Qualifikationen für die internationalen Meisterschaften. Das Team der Kanu- Gesellschaft Celle konnte trotz einiger Altersklassenwechsel an die Erfolge der letzten Jahre anknüpfen und gute Leistungen präsentieren. Für den größten Erfolg sorgte Neuzugang Pablo Antonio Calliet, der das Rennen der K1 Jugend für sich entscheiden konnte, Liesbeth Antons steuerte eine Silbermedaille zur Erfolgsbilanz bei.

Das Jugend- Team der Kanu- Gesellschaft Celle wird ab sofort durch Pablo Antonio Calliet verstärkt, der in Monschau für einen Einstand nach Maß sorgte. Mit einer hervorragenden Fahrzeit konnte er den Sieg im Feld der K1 männlichen Jugend nach Celle holen. Tom Koschel ist ebenfalls gut über den Winter gekommen. Obwohl er sich beim Rennen sein Boot so stark beschädigte, dass er im Ziel eine große Menge Wasser an Bord hatte, fuhr er als drittbester Deutscher noch auf Rang 4 im Gesamtklassement. Nelson Wasilewki bestritt nach dem Wechsel aus der Schülerklasse sein erstes Rennen in der Jugend und fuhr sofort vorn mit, schnell unterwegs erreichte er auf Anhieb den Platz 8.

Lisbeth Antons

Am Ende reichte es zwar nicht ganz zu Gold, mit geringem Rückstand sicherte sie sich dann aber den zweiten Rang. Alina Zimmer hat nach ihren Erfolgen bei den Juniorinnen nun auch den schwersten Altersklassewechsel, den in die Leistungsklasse, zu verkraften, ließ sich dadurch aber in keinster Weise entmutigen. Angriffslustig wie immer zeigte sie eine starke Leistung, mit der Sie auf Anhieb als viertbeste Deutsche Platz 5 im Gesamtfeld für sich verbuchen konnte. Damit hat sie schon im ersten Leistungsklassenjahr gute Chancen, sich für die U- 23 EM zu qualifizieren.

Alina Zimmer

Vor schweren Aufgaben standen die Masters der KGC. Weil in ihren eigenen Altersklassen für den schwierigen Kurs in Monschau nicht genug Meldungen zusammengekommen waren, mussten sie in höheren Klassen mitstarten. Claudia Mohr Calliet, ebenfalls neu in Team der KGC, fuhr in der Leistungsklasse mit und überzeugte dort als beste Masters- Fahrerin mit Platz 11, Altmeister Olaf v. Hartz fuhr als bester Fahrer aus dem Feld der Masters D mit guter Zeit auf Rang 5 im gemeinsamen Feld der Masters C + D.

Die Freude darüber, dass nach zwei Jahren Corona- Pause endlich wieder auf der sehr schönen Strecke in Monschau ein Wettkampf gefahren werden konnte wurde dadurch getrübt, dass nur sehr wenig Wasser zur Verfügung stand. Aus diesem Grunde musste der Start an das Ortsende von Monschau verlegt werden, zu groß das Risiko, dass die Boote beim Befahren der Wehre in der Stadt beschädigt werden. So lag die Herausforderung diesmal darin, einen sauberen Weg zwischen den zahlreichen Steinen auf der Rennstrecke zu finden. KGC- Chef Olaf v. Hartz zeigte sich mit den Leistungen der Celler Kanuten durchaus zufrieden: „Unsere Sportler haben trotz der schwierigen Bedingungen sehr gute Leistungen gezeigt, wir sind absolut im Plan und dürfen optimistisch in die Saison 2022 starten“.

Olaf v. Hartz – Heinrichstr. 9 – 29313 Hambühren – Tel: 05084-3920(p), 05141 – 42088 (d)  

220327 41. Aller-Hochwasser-Rallye

Paddel Klub Celle und Kanu-Gesellschaft Celle auf 41. Aller-Hochwasser-Rallye

340 Teilnehmer aus den norddeutschen Bundesländern, aus Nordrhein-Westfalen, aus Sachsen und Sachsen-Anhalt meldeten sich zur Teilnahme an der 41. Aller-Hochwasser-Rallye 2022 an, die vom Wassersportverein Verden veranstaltet wurde. Unter ihnen auch Wanderfahrer des Paddel-Klubs Celle (PKC) und der Kanu-Gesellschaft Celle (KGC), die an den Zielort Verden paddeln wollten. Dabei wurden drei Startplätze zur Auswahl angeboten: Die Goldstrecke von Celle mit 112 Kilometern, die Silberstrecke von Hodenhagen mit 55 Kilometern und die Bronzestrecke von Rethem mit 31 Kilometern bis zum Zielort Verden.

Von den elf Kanuten des Paddel Klubs Celle meldeten sich zwei für die Silberstrecke und neun für die Bronzestrecke. Die acht Wanderfahrer der Kanu-Gesellschaft Celle entschieden sich für Hodenhagen, wo sie sich gegen 9 Uhr auf den Start vorbereiteten. Sie verstauten die Verpflegung und den Kentersack mit der Wechselwäsche im Boot, legten die Schwimmwesten an und die Spitzdecken, die das Eindringen von Feuchtigkeit und Kälte in das Bootsinnere verhindern sollen.

Bei strahlendem Sonnenschein und leuchtend blauem Himmel setzten die Wanderfahrer ihre Boote in die flott strömende Aller bei normalem Wasserstand und freuten sich über die zart grünenden Büsche und Bäume links und rechts, an dem Gezwitscher der Vögel sowie an den Zugvögeln bei ihrer Rast am Ufer des beliebten Wanderflusses in der Südheide. Lautlos zogen die Wanderfahrer an Einzelhöfen, Hofgruppen, kleinen Ortschaften mit ihren Kirchen vorbei, wobei der Rückenwind und die Strömung das Paddeln ohne Anstrengung möglich machte.

Das freundliche Wetter hielt bis zum Abend an, ab der Mittagszeit blies den Kanuten nach mancher Kurve eine kräftige Brise mit leichter Wellenbildung entgegen, wobei die Wassersportler den Kraftaufwand zwar erhöhen mussten, aber diese sportliche Herausforderung gerne bewältigten. Nach solch einem sportlichen Abschnitt gab es nach der nächsten Flussbiegung bei glatter Wasseroberfläche und Windstille die Gelegenheit zum Ausruhen und sich treiben zu lassen.

Die älteren Teilnehmer wissen zu dieser jährlichen Veranstaltung im März zu berichten, dass es wirkliches Hochwasser gab mit überschwemmten Wiesen, bei eisigem Starkwind, bei Regen, Eis und Hagel.

In der Mittagszeit unterbrachen einige Paddlergruppen die Fahrt an geeigneten Plätzen zur Mittagspause am Ufer, verzehrten ihren Proviant während andere Kanufahrer im Boot blieben, sich treiben ließen und dabei ihre Getränke und Speisen einnahmen.

Eine gemischte Gruppe von Wanderpaddlern auf der 41. Aller-Hochwasser-Rallye 2022

Am Zielort in Verden wurde jede Bootsbesatzung bei der Einfahrt mit dem Läuten einer alten Schiffsglocke begrüßt, einem „Schluck“ willkommen geheißen und mit einem Aufkleber belohnt. Danach bestand die Möglichkeit sich für die Heimfahrt an einer Bratwurst und Pommes zu stärken, ein Angebot, das wohl gerne von allen Teilnehmern angenommen wurde.

von: Adolf Timmermann, Distelkamp 14, 29225 Celle, Tel. 44 6 84