Archiv der Kategorie: Kanu Wandern

190511 Stand Up Paddling

Die Stehpaddler im Bereich der Pfennigbrücke

Stand Up Paddling in der Kanu-Gesellschaft Celle

Am Samstagmorgen rieben sich erstaunte Passanten auf der Pfennigbrücke in Celle die Augen: Mehrere Personen auf langen Surfbrettern paddelten im Stehen auf der Aller – und hatten offensichtlich Spaß dabei. In der Kanu-Gesellschaft Celle gibt es eine neue Sportart, das Stand Up Paddling (SUP), auch Stehpaddeln genannt. Es ist eine Wassersportart, bei der ein Sportler auf einem schwimmfähigen Brett (SUP-Board) steht und mit einem langen Stechpaddel das Board vorwärtsbewegt und den Kurs bestimmt. Die Kanu-Gesellschaft Celle verfügt seit kurzem über fünf SUP-Boards, die etwa 4 Meter lang und für Anfänger gut geeignet sind. Sie bietet eineinhalbstündige Einsteigerkurse an, für den sich am letzten Samstag 12 Mitglieder meldeten, 6 am Vormittag und 6 am Nachmittag. Henning Rothfuß ist seit über 4 Jahren SUP-Coach in Hamburg, im Besitz der Trainerlizenz des Deutschen Kanu Verbandes, seit seiner Kindheit Mitglied der Kanu-Gesellschaft Celle und leitete den Einsteigerkurs für die KGC-Paddler aller Altersstufen. In der etwa 15 minütigen Einführung in das Thema “ Stand Up Paddling“ berichtete er über den Umgang mit dem Material, über Paddellänge und Boardgröße, Sicherheit auf dem Wasser und an Land, Umgang mit dem Paddel, demonstrierte verschiedene Grundschläge sowie den Stand auf dem Board.

Danach bestiegen die Teilnehmer am Anleger ihre Boards mit leichtem Unsicherheitsgefühl, wobei sie die Fahrt zunächst in kniender Stellung versuchten. Nach etwa 10 Minuten auf dem stillen Wasser des Magnusgrabens begannen die Wassersportler sich an ihr Board zu gewöhnen. Einer nach dem anderen stellte sich auf sein Brett, wobei beim Stehen erneut ein leichtes Unsicherheitsgefühl entstand, das aber rasch verging, nachdem unter der einfühlsamen Leitung des Coaches einige Gleichgewichtsübungen absolviert wurden. Sehr schnell entwickelte sich Freude und Sicherheit bei den Teilnehmern, bald ging es hinaus auf die Aller, zunächst gegen die sanfte Strömung, dann gelang allen die Wende mit Hilfe des Bogenschlages und die kleine Armada fuhr in Richtung Pfennigbrücke, auf der sich sehr bald eine Gruppe interessierter Zuschauer bildete. Die jüngsten SUP-Anfänger Lasse (12 Jahre) und Schwester Lotta (10 Jahre) sind völlig unbefangen, lernen schnell und fühlen sich nach wenigen Minuten sicher auf ihrem SUP-Board, sie zeigen Spaß und scherzen miteinander. Auch der ältesten Teilnehmerin gelang zum eigenen Erstaunen mit 79 Jahren das Paddeln im Stehen.

Nach der Ankunft erwartete die SUP-Gruppe ein Imbiss im Bootshaus, bei dem die Teilnehmer noch viele Fragen an den Coach stellten. Henning Rothfuß berichtete dabei, dass sich immer mehr Personen für das Stand Up Paddling interessieren, dass es sich dabei nicht nur um eine Modeerscheinung handele, sondern eine Trendsportart, die in kurzer Zeit zahlreiche Anhänger auch unter denen fänden, die bisher keine Verbindung zum Wassersport hatten. Es gäbe 5 Disziplinen im Wettkampfsport und die Verbände hoffen, olympisch zu werden. SUP fördere Fitness und Gesundheit, besonders die Rücken-, Bauch-, Rumpf- und Tiefenmuskulatur werde spielerisch gestärkt sowie das Gleichgewichtsgefühl trainiert. Henning Rothfuß, gibt die Kenntnisse und Fertigkeiten gerne an seine Vereinskameraden und andere Interessierte weiter und bietet einen weiteren Anfängerkurs in der Kanu-Gesellschaft Celle an.

von Adolf Timmermann, Distelkamp 14, 29225 Celle, Tel. 44 6 84

Interessenten (auch Nichtmitglieder) können sich melden unter der Kontaktadresse

                    kgc-wanderwart@kgc-celle.de      

190504 – 49. Int. Wesermarathon

Meyers und Schneiders im Morgennebel auf der Weser

Wesermarathonfahrt 2019 der Kanu-Gesellschaft Celle

An der 49. Internationalen Wesermarathonfahrt 2019 beteiligten sich insgesamt 1 360 Paddler und Ruderer aus dem gesamten Bundesgebiet, Dänemark, Holland und Frankreich, unter ihnen 11 Wanderpaddler der Kanu-Gesellschaft Celle. Der Start erfolgte in Hann. Münden ab 6 Uhr bei beginnender Morgendämmerung, frischer Morgenkühle und Nebelbildungen auf dem Wasser. 430 Wassersportler entschieden sich für die 53 Kilometer lange Bronzestrecke bis Beverungen, 540 für die 80 Kilometer lange Silberstrecke bis Holzminden und 390 nahmen sich die 135 Kilometer bis Hameln vor. Zehn Wanderpaddler der KGC hielten die Silberstrecke für sich angemessen, während der KGC-Wanderfahrer Udo Rehefeld wieder die Goldstrecke bis Hameln fuhr. Er ist der einzige Paddler, der an allen 49. Wesermarathonfahrten bis Hameln ohne Unterbrechung teilnahm und sich auf die 50. Goldfahrt im Jahre 2020 freut. Während der Fahrt konnten die Naturfreunde den Gesang der Vögel genießen, den Übergang von Dunkelheit, Nebel und Morgenkühle zur Helligkeit, Weitsicht und Wärme, den die aufgehende Sonne zwischen Bergen und Tälern ermöglichte.  In der Stille des Morgens hörte man den Gesang einer weiblichen Stimme: „… die Sonne macht dann die Täler weit, und das Leben, das Leben wird sie uns bringen“. Immer mehr Gruppen und Einzelpaddler erscheinen mit ihren Kajaks, Kanadiern und Ruderbooten auf dem Wasser, einige Paddler unterhalten sich gedämpft, andere genießen die Schönheit des Weserberglandes schweigend und vernehmen das Läuten der Kirchenglocken aus den Dörfern der Umgebung. Dann werden die Paddler von der Attraktion der Veranstaltung überrascht, ein sehr langes Drachenboot mit fast 50 einheitlich gekleideten Drachenpaddlern taucht auf.

Schnelles Drachenboot

Es  überholt mit einer sehr hohen Geschwindigkeit die Kanufahrer, die mit bewundernden Blicken diese seltene Erscheinung verfolgen. Sehr schnell wird es wärmer, die Weser schlängelt sich durch das Gebirge, sie verfügt über eine normale flotte Strömung und einen normalen Wasserstand. Die Einzelhöfe, Dörfer und Kleinstädte des Wesergebirges gleiten lautlos an den Paddlern vorbei, die sich auch an den friedlich weidenden Schafherden mit ihren kleinen Lämmern erfreuen.

Familie Schneider passiert die  Gierseilfähre in Wahmbeck

An ihren Zielorten Beverungen, Holzminden und Hameln werden die Ankommenden von den Mitgliedern der gastgebenden Vereine herzlich begrüßt, erhalten einen Aufkleber für ihr Boot, ein Sachgeschenk als Anerkennung für ihre sportlichen Leistungen und können sich an Speisen und Getränken für die Heimfahrt stärken.

von: Adolf Timmermann, Distelkamp 14, 29225 Celle, Tel. 44 6 84

190419 WF Bericht Forellentour

Die "Forellenfahrer" der Kanu-Gesellschaft vor ihrem Start am Anleger in Müden an der Aller
Die „Forellenfahrer“ der Kanu-Gesellschaft vor ihrem Start am Anleger in Müden an der Aller

11. Forellentour der Kanu-Gesellschaft-Celle e.V.

Zur elften Forellentour legten 11 Wanderpaddler der Kanu-Gesellschaft Celle am Karfreitag bei schönstem Sonnenschein und wolkenlosem Himmel ihre Einer- und Zweierkajaks in Müden an der Aller in den sanft strömenden Heidefluss. Ein leichter Schiebewind unterstützte die lautlose Fahrt, auf der die Naturfreunde sich an dem Anblick der kräftig grünenden Bäume links und rechts des Ufers und an dem Gesang der Vögel erfreuten. Auf diesem Abschnitt der Fahrt ließ sich mehrmals der selten auftretende Eisvogel blicken und das Wirken der Biber an den angenagten Baumstämmen feststellen. Kurz vor dem Wehr in Langlingen setzten die Besatzungen ihre Boote in den schmalen Wienhäuser Mühlenkanal, der die Paddler veranlasste hintereinander zu fahren, dafür hatten sie wegen des hohen Wasserstandes im Mühlenkanal einen weiten Blick in die reizvolle Allerniederung mit Bäumen, Büschen, Weiden und einsam gelegenen Bauernhöfen.

Auf dem Gelände der Paddelvereinigung Wienhausen verzehrten die Wasserwanderer in der Mittagszeit ihren Proviant und setzten ihre Kajaks danach in das Unterwasser der Aller, um die Fahrt in Richtung Celle fortzusetzen, wobei sich mehrmals neugierige Pferde der bunten Paddlergruppe näherten. Während der Weiterfahrt bot ihnen die breite Aller die Gelegenheit, in kleinen und wechselnden Gruppen Gespräche von Boot zu Boot zu führen, Erfahrungen auszutauschen, über besondere Ereignisse zu berichten oder Pläne zu schmieden.

Bei der Ankunft am Anleger ihres Bootshauses am Magnusgraben in Celle erwarteten sie vier Paddler, die eine Strecke in der Nähe des Bootshauses zurücklegten und das Ehepaar Berta und Rolf Meyer, die im Festraum des Bootshauses eine sehr dekorative lange Tafel mit selbstgeräucherten Forellen und Kartoffelsalat vorbereitet hatten. Rolf Meyer begrüßte die Gruppe der Wanderfahrer, hielt eine Willkommensrede und wünschte den Anwesenden einen guten Appetit. Auch der Wanderwart Uli Lüdeke hielt eine Rede, die in Anlehnung an Goethes Frühlingsgedicht „Osterspaziergang“ begann: „Vom Eise befreit sind Paddel und Boote …“ und lobte schließlich seine Wandergruppe für die geleisteten 27 Paddelkilometer des Tages. Die Anwesenden bedankten sich mit mehrmaligem kräftigem Applaus bei dem Ehepaar Meyer und dem Wanderwart Uli Lüdeke für die gelungene Vorbereitung dieses Tages Noch lange saßen die Paddler an diesem Abend nach dem Verzehr des Forellengerichtes mit sonnengeröteten Gesichtern in fröhlicher Runde zusammen.

von Adolf Timmermann, Distelkamp 14, 29225 Celle, Distelkamp 14, Tel. 44 6 84

190331 40. Aller-Hochwasser-Rallye 2019

Kanu-Gesellschaft Celle nimmt teil an der 40. Aller-Hochwasser-Rallye 2019

Die Wanderfahrer der Kanu-Gesellschaft Celle auf der Silberstrecke der Aller-Hochwasser-Rallye 2019 vor der Brücke bei Eilte                                                                                                        Foto von Uli Lüdeke

513 Wanderpaddler aus den norddeutschen Bundesländern, aus Sachsen und aus Belgien meldeten sich zur 40. Aller-Hochwasser-Rallye 2019. 30 gut vorbereitete Teilnehmer entschieden sich für die 112 Kilometer lange Goldstrecke von Celle bis Verden, die einen Start in aller Frühe bei Dunkelheit erforderte und die Bewältigung von vier Wehren auf diesem Wege, wobei die Mannschaft jedoch nach dem Hellwerden den ganzen Tag lang ununterbrochenen Sonnenschein am wolkenlosen Himmel genießen konnte. Die meisten Kanufahrer wählten die 55 Kilometer lange Silberstrecke von Hodenhagen bis Verden, auf der sie sich neben dem idealen Frühlingswetter an der Schönheit der blühenden und grünenden Allerniederung mit Wiesen, Weiden, Dörfern, alten Bauernhäusern, dem Gesang der Lerchen und den nistenden Störchen erfreuen konnten. In der Mittagspause suchten sich einige Paddelgruppen einen geeigneten sonnigen Platz am Ufer des beliebten Wanderflusses, andere legten eine „Paddelpause“ ein, in der sie sich von der flotten Strömung treiben ließen und dabei ihre Lunchpakete verzehrten. In Westen, einer kleinen Ortschaft 14 Kilometer vor Verden, fuhren viele Hochwasserfahrer in den Hafen, um sich in dem dortigen Bootshaus an einer Erbsensuppe mit einer Bockwurst und einem Getränk für den letzten Teil der Fahrt zu kräftigen. Am Ziel, dem Bootshaus in Verden, wird jeder Kanufahrer mit dem Schlag einer Glocke herzlich empfangen, mit einer Ankerkennung, einem Aufkleber und einem Kanu-Halstuch belohnt, das an diesen gelungenen Tag erinnert. Nach ihrer Ankunft können die Rallye-Fahrer noch einmal Kaffee und Kuchen, Bratwurst und Pommes Frites auf dem Bootsgelände vor ihrer Heimfahrt zu sich nehmen, Eindrücke austauschen und dabei erfahren, dass die jüngste Teilnehmerin 12 Jahre alt und der älteste Paddler 89 Jahre alt ist. Die älteren Rallye-Teilnehmer berichten in geselliger Runde von einigen Aller-Hochwasser-Rallyes der vergangenen Jahre mit überschwemmten Wiesen, von Regen, Hagel, Schnee und Eis auf dem Deck ihrer Boote und am Paddel. Glücklich über diesen frühlingsartigen und erfreulichen Tag verladen die Rallye-Fahrer schließlich ihre Boote auf die Fahrzeuge und treten mit sonnengeröteten Gesichtern den Heimweg an. von Adolf Timmermann, Distelkamp 14, 29225 Celle, Tel. 44 6 84

von Adolf Timmermann, Distelkamp 14, 29225 Celle, Tel. 44 6 84

181020 Abpaddeln der Kanu-Gesellschaft Celle

Die Abpaddler der Kanu-Gesellschaft Celle vor dem Start


Vierzehn Mitglieder der Kanu-Gesellschaft starteten am Samstag zum Abpaddeln, der letzten offiziellen Wanderfahrt der Saison.
Sie legten ihre farbigen Rennboote, Einer- und Zweierkajaks in Celle am Schützenplatz vom feinsandigen Strand in die sanft strömende Aller.
Bei strahlendem Sonnenschein, blauem Himmel, angenehmer Wärme und Windstille erfreuten sich die Naturfreunde an der Herbstfärbung der Laubbäume, den neugierigen Blicken der „Flusspferde“ und der lautlos vorbeiziehenden reizvollen Wald- und Wiesenlandschaft links und rechts dieses beliebten Wanderflusses in der Südheide.
Am Wehr in Oldau, wo sich das älteste mit Wasserkraft betriebene Elektrizitätswerk Deutschlands befindet, verlassen die Wasserwanderer ihre Kajaks und tragen oder transportieren sie mit Bootswagen zum Unterwasser.
Hier legen sie am Ufer eine kleine Pause ein, erfrischen sich mit Getränken und nehmen einen leichten Imbiss zu sich, bevor sie ihre Boote von einem vorbildlich konstruierten Schwimmanleger aus wieder ins Wasser legten, um die Fahrt bei fröhlicher Stimmung bis Winsen fortzusetzen.
Nach etwa 19 Flusskilometern und 3 Stunden verlassen die Abpaddler in Winsen ihre Boote, verladen sie auf die Fahrzeuge und fahren zurück zu ihrem Bootshaus nach Celle zur Fritzenwiese, wo sie an herbstlich und festlich gedeckten Tischen zusammen mit passiven Paddlern in großer Runde bei einer zünftigen Brotzeit in fröhlicher Runde diesen schönen Tag ausklingen lassen.
Der Wanderwart Uli Lüdeke, der das Abpaddeln sorgfältig vorbereitet hat, lässt in einer kleinen Ansprache das vergangene erfolgreiche Paddeljahr mit vielen abenteuerlichen Wanderfahrten noch einmal Revue passieren, dankt Dagmar Lammers für den liebevoll vorbereiteten Festraum mit der Brotzeit, und wünscht den Abpaddlern weiterhin viel Freude an diesem Sport.
von: Adolf Timmermann, Distelkamp 14, 29225 Celle, Tel. 44 684

180902 36. Internationale Weserbergland Rallye

Eine Gruppe der Silberpaddler legt an zur Rast in der „Porta Westfalica“ unter dem Kaiserdenkma

KGC auf der 36. Internationalen Weserbergland Rallye
Zur 36. Internationalen Weserbergland Rallye meldeten sich 401 Wanderfahrer aus Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen, Hamburg, aus Essen, Donauwörth, Kornwestheim, Ebersbach, vom Bodensee und aus Celle. Viele von ihnen erschienen am Freitag mit ihren Wohnwagen, Wohnmobilen und Zelten auf dem Rallye-Zeltplatz am TV Jahn Brückenkopf in Minden, direkt am rechten Weserufer und richteten sich dort für zwei oder drei Tage ein.
Der Start erfolgte am Samstagmorgen in aller Frühe und die Rallyefahrer hatten die Wahl: 139 entschieden sich für die Goldfahrt (67 Kilometer) von Hameln, 208 für die Silberfahrt (41 Kilometer) von Rinteln und 54 für die Bronzefahrt von Vlotho (21 Kilometer) bis zum Zielort in Minden auf dem Zeltplatz. Der niedrige Wasserstand, 30 Zentimeter weniger als normal und die geringe Strömungsgeschwindigkeit, 3 Kilometer pro Stunde statt 4 bis 5 Kilometer, erlaubte den Rallyefahrern eine Reisegeschwindigkeit von etwa 10 Kilometern in der Stunde, die bei flotter Strömung bis zu 13 Kilometern beträgt. Die Kanufahrer erfreuen sich bei strahlendem Sommerwetter an dem Anblick des malerischen Wesergebirges und an den vorbeiziehenden kleinen, reizvollen Städtchen und Dörfern.

In der Mittagszeit legen die Wasserwanderer eine Pause ein, verzehren an geeigneten Uferstellen ihren Proviant, sitzen im Gras oder im weißen Sand und winken den vorbeiziehenden Paddlergruppen zu.

Am Zielort in Minden legt Uli Lüdeke, der Wanderwart der Kanu-Gesellschaft Celle, sechs Mitgliedern seiner Gruppe die Goldmedaille, zweien die Silbermedaille würdevoll mit anerkennenden Worten um und wünscht ihnen weiterhin viel Freude am Wasserwandern. Die vielen Camping-Gäste unter den Paddlern danken ihren Gastgebern des TV Jahn und des Kanu-Klubs Minden für die herzliche Aufnahme, die gute Organisation und die freundliche Bewirtung an den Verpflegungsständen, die in den Abendstunden reichlich besucht wurden.

Abends saßen die Paddler in gemütlicher Runde in Kleingruppen auf ihrem Lagerplatz bis in die Dunkelheit zusammen, berichteten über ihre Erlebnisse und ließen den gelungenen Tag langsam ausklingen.

von Adolf Timmermann, Distelkamp 14, 29225 Celle, Tel. 44 684

180825 46. Schwentine Wanderfahrt

Die Silberfahrer der Kanu-Gesellschaft Celle beim Durchqueren des Kirchsees in Preetz

Kanuten der KGC auf der 46. Schwentine Wanderfahrt
172 Kanuten aus dem Norddeutschen Raum, aus Essen, Düsseldorf, Regensburg und aus Dänemark meldeten sich bei der Kanuabteilung des TSV Klausdorf zur Teilnahme an der 46. Schwentine Wanderfahrt, unter ihnen 8 Wanderpaddler der Kanu-Gesellschaft Celle. Die Schwentine verbindet etwa ein Dutzend großer Seen der Holsteinischen Schweiz, ist überwiegend strömungslos, befahrbar mit Paddelbooten ab Eutin und mündet nach 52 Kilometern bei Kiel in die Kieler Förde. Die Kanufahrer errichten am Freitag ihr Basislager überwiegend mit Zelten auf dem Gelände der Kanuabteilung des TSV Klausburg, direkt am Ufer der Schwentine, etwa 8 Kilometer südlich von Kiel.
Am Samstag erfolgt der Start. Der Wanderkanute kann sein Ziel Klausdorf in drei wählbaren Etappen erreichen. 22 Teilnehmer entschieden sich für die Goldstrecke ab Eutin (45 km), 115 für die Silberstrecke ab Plön(30km) und 35 für die Bronzestrecke ab Preetz (14 km). Zwei Celler KGC-Kanusportler befahren die Goldstrecke und die anderen die Silberstrecke.
Die Paddler erfreuen sich an der landschaftlichen Schönheit des Schwentinentals, an dem sauberen Wasser, der reichen Vogelwelt und der Weite der Seen, die sie durchfahren, von denen der Plöner See der größte ist. Immer wieder zeigt sich die Sonne zwischen den Wolkenbänken, geschickt bewältigen die Kanuten gelegentlichen Gegenwind und Wellenbildung, auch kleine Regenschauer können den Wasserwanderern nichts anhaben, denn die Spritzdecke, die Schwimmweste und wetterfeste Kleidung schützen vor Nässe. Bis zum späten Nachmittag erreichen alle Paddler wohlbehalten ihren Zeltplatz in Klausdorf, verzehren ihr Abendbrot in kleinen Gruppen zwischen den Zelten an den Klapptischen, tauschen Erlebnisse aus, lachen und genießen die Grillwurst der Klausdorfer Gastgeber. Um 20 Uhr eröffnen die Klausdorfer feierlich das „Bootshausfest“ mit der traditionellen Preisverleihung und anschließendem Tanz bei dezenter Musik.
Am folgenden Sonntag bieten die Klausdorfer Kanuten eine geführte Wandertour von 16 Kilometern vom Bootshaus auf der Schwentine bis zur Kieler Förde an. ei diesem Ausflug wird die Einhaltung der Sicherheitsvorschriften für Küstenfahrten erwartet und eine Seekajakausrüstung, denn die Fahrt führt durch den Kieler Hafen mit Schiffsverkehr und Wellengang. Um 14 Uhr verabschieden sich die Schwentinefahrer voneinander. Sie danken ihren Klausdorfer Gastgebern für die herzliche Aufnahme, die umfangreichen Vorbereitungen dieser beliebten Veranstaltung und freuen sich auf die Schwentinefahrt im nächsten Jahr.
von Adolf Timmermann, Distelkamp 14, 29225 Celle, Tel. 44 684

180707 12. Internationale Sommer-Oder-Fahrt 2018

12. Interntionale Oder-Fahrt 2018

Fünf Wanderfahrer der Kanu-Gesellschaft Celle begaben sich in der Zeit vom
22. Juni 2018 bis zum 7. Juli 2018 mit 60 Paddlern aus Deutschland, Polen, Holland, Österreich und Bulgarien auf eine polnisch-deutsche 13-Etappen-Fahrt über 430 Kilometer plus 30 Kilometer Vorfahrt von Ostrau in Tschechien zum Startort Ratibor/Oberschlesien und von dort weiter bis zum Ziel Stettin.
Die Etappen dieser Gepäckfahrt mit Zelten und kompletter Ausrüstung, die in diesem Jahr zum 12. Mal unter dem Motto „Der Fluss, der uns verbindet – 3 Länder „CS-PL-D“ vom Landes-Kanu-Verband Brandenburg und dem Kanuclub Breslau organisiert wurde, sind zwischen 36 und 50 Kilometer lang und erfordern gelegentlich wegen des nicht selten vorkommenden Gegenwindes viel Kraft.
Während die vorhergehenden Fahrten in Breslau gestartet wurden, war in diesem Jahr die Streckenführung aufgrund der Arbeiten an den Schleusen in und unterhalb von Breslau dahingehend geändert, dass die ersten Etappen von Ratibor bis Oppeln angesetzt waren.
Erstmalig wurde auch eine Vorfahrt ohne Gepäck von Ostrau/Tschechien bis Ratibor angeboten. Wer nicht an dieser Fahrt teilnehmen wollte, konnte an diesem Tag an Führungen durch das restaurierte Schloss und der Schlossbrauerei sowie einem Besuch des Oberschlesischen Eichendorff- Kultur- und Begegnungszentrums in Lubowitz teilnehmen.
Die Strecke von Ratibor wurde in 3 Tagesfahrten mit jeweils ca. 40 Kilometer zurückgelegt. Täglich mussten dabei 4 Schleusungen absolviert werden.
In Oppeln gab es einen „Ruhetag“ an dem uns vormittags eine sehr interessante Stadtführung geboten wurde. Dabei erfuhren wir unter anderem, dass Oppeln das Zentrum der deutschen Minderheit im ehemaligen Oberschlesien ist und bekamen anhand der Hochwasserzeichen zu sehen, wie sehr das Hochwasser von 1997 der schönen Stadt zugesetzt hat. Nachmittags haben die Fahrer die Autos von Ratibor nach Oppeln nachgeholt.
Am nächsten Tag sind alle Teilnehmer mit den Autos nach Nowa Sol gefahren, haben dort das Quartier aufgeschlagen und die Fahrer sind weiter und haben die Autos in Schwedt abgestellt, um dann mit einem Reisebus zurück nach Nowa Sol gebracht zu werden. Das war der anstrengendste Tag. Dafür gab es dann aber auch eine Belohnung, indem es an den kommenden Tagen schönstes Sommerwetter und Landschaftsansichten gab, auch wurden wir auf allen Biwakplätzen herzlich aufgenommen und bestens verpflegt.
Einen weiteren „Ruhetag“ gab es in Schwedt, der zu einer Busfahrt zu den Schiffshebewerken Niederfinow und zum Vorbringen der Autos nach Stettin genutzt wurde.
Am Abend der vorletzten Etappe erwartete die Teilnehmer in Mescherin ein Abschlussabend, an dem die Oder-Wandermedaillen verliehen wurden.
Am nächsten Tag ging es weiter am Naturpark „Unteres Odertal“ entlang, um am Nachmittag das Ziel Stettin-Dabie zu erreichen.

Mit einem gemeinsamen Essen fand die 12. Internationale Sommer-Oder-Fahrt einen fröhlich-würdigen Abschluss.
Celle, den 28. Juli 2018, Uli Lüdeke

180616 Mittsommerpaddeln der KGC

] Das Mittsommerpaddeln der Kanu-Gesellschaft Celle
Der Start zum Mittsommerpaddeln einer KGC-Wandergruppe mit ihren Einer- und Zweierkajaks und einem Familienkanadier erfolgte in Langlingen auf dem Wienhäuser Mühlenkanal bei schönstem Sommerwetter.

Zunächst durchfuhren die Naturfreunde einen grünen Tunnel, in dem die Baumkronen über dem Gewässer zusammenwachsen, danach einen Abschnitt mit dichtem Schilfbewuchs auf beiden Seiten und schließlich ging es durch eine Wiesenlandschaft, die weite Blicke in die reizvolle Landschaft zwischen Langlingen und Wienhausen erlaubt.
Auf dem Gelände der Paddelvereinigung Wienhausen gönnten sich die Kanufahrer eine kleine Pause zur Stärkung und Erfrischung, bevor sie die Boote in einen kurzen Stichkanal setzten, der sie zur Aller führte.
An der Mündung dieses Kanals in die Aller konnten die Paddler aus nächster Nähe das riesige Wurzelwerk eines umgestürzten Baumes betrachten, der einem der letzten Stürme zum Opfer fiel.

Eine schnelle Strömung ermöglichte den Wassersportlern auf der Aller eine flotte Fahrt bis zu ihrem Bootshaus nach in Celle, wo sie die 17 Kilometer lange und angenehme Fahrt beendeten.
In dem Garten ihres Bootshausen ließen die Mittsommerpaddler den gelungenen Tag in fröhlicher Runde bei einem Grillabend ausklingen.
von Adolf Timmermann, Distelkamp 14, 29225 Celle, Tel. 44 684

180520 Pfingstlager 2018 Hemeln

Foto: Uli Lüdeke Die KGC-Wanderpaddler beobachten während einer Pause den Fährverkehr an der Weser


Pfingstlager der Kanu-Gesellschaft Celle
Vierzehn Wanderfahrer der Kanu-Gesellschaft errichteten über die Pfingsttage ihr Basislager in Form von Wohnmobilen, Wohnwagen und Zelten auf dem Campingplatz in Hemeln an der Oberweser, direkt am Ufer dieses beliebten Paddler Revieres.
Auf der Fulda, der Werra und der Weser legten sie in dieser Zeit 100 Kilometer in Tagesabschnitten von 27, 34 und 39 Kilometern bei schönstem Sommerwetter zurück.
Die Staustufen an Fulda und Werra konnten durch flotte Bootsgassen, Schleusen oder auch durch Umtragen der Boote überwunden werden.
Das malerische Wesergebirge, die reizvollen Flusstäler, das bilderbuchartige Maigrün der Wälder und Wiesen trugen zur fröhlichen Stimmung der Naturfreunde bei.
Einige Pfingstfahrer reisten schon früher an oder blieben auch länger und nutzten die Tage zu Radtouren an der Weser entlang.
von Adolf Timmermann, Distelkamp 14, 29225 Celle, Tel. 44684