Archiv der Kategorie: Kanu Wandern

201117 Herbsttour auf der Aller

Kleine Kanutour auf der herbstlichen Aller

Auch mitten im Herbst, wenn die meisten bunten Blätter schon von den Bäumen gefallen sind, lädt die Aller zu einer „Feierabendtour“ auf der Aller ein. Hier berichtet ein Ehepaar der Kanu-Gesellschaft Celle von einer etwa einstündigen Fahrt mit einem Zweierkajak.

Wir starten gegen 15 Uhr vom Anleger des Bootshauses in der Fritzenwiese, verlassen den Magnusgraben und fahren zunächst auf die Pfennigbrücke zu. 

635 Blick auf die Pfennigbrücke

Die Sonne scheint, der Himmel ist blau, es ist windstill und die Temperatur beträgt etwa 12°C. Vor der Straßenbrücke kehren wir um und fahren gegen die sanft strömende Aller zurück in Richtung Altencelle. 

658 Allerbrücke am Torplatz

Eine Häuserreihe vor dem Krankenhaus spiegelt sich im Wasser glatten Wasser.

Wir verlassen das Stadtgebiet und gleiten lautlos an den Bäumen links und rechts am Ufer vorbei. ( …670)

670 Auf der Obealler

An der Lachtemündung kehren wir um, da die Dämmerung beginnt.

683 Die Lachtemündung

Die Stadtkirche kündigt unser Ziel an und wir erreichen kurz vor Sonnenuntergang den Anleger des Bootshauses.

689 Auf dem Rückweg, kurz vor dem Bootshaus

von Adolf Timmermann, Distelkamp 14, 29225 Celle, Tel. 44 68 4

200308 51. Leine-Frühlingsfahrt

Die Leine-Frühlingsfahrer der Kanu-Gesellschaft vor dem Start in Neustadt am Rübenberge

51. Leine-Frühlingsfahrt der KGC

220 Wanderpaddler aus dem Bereich zwischen Lübeck, der Sächsischen Schweiz, Köln und Emden trafen sich am letzten Sonntag in Neustadt am Rübenberge am Ufer der Leine zum Start der 51. Leine-Frühlingsfahrt. Unter ihnen elf Kanuten der Kanu-Gesellschaft Celle und sieben des Paddel-Klubs Celle, die mit angelegten Schwimmwesten und Kopfbedeckungen gegen 9 Uhr ihre farbigen Kajaks, Kanadier und Rennboote in den beliebten Wanderfluss legten.

Die sehr flotte Strömung erlaubte den Bootsbesatzungen eine durchschnittliche Geschwindigkeit von etwa 10 Kilometern pro Stunde für die 52 Kilometer lange Strecke bis zu ihrem Ziel in Hodenhagen, wobei ein gleichmäßiger Schiebewind von Süden den Wassersportlern die Paddelarbeit erleichterte.

Großes Glück hatten die Kanuten, denn während der ganzen Fahrt konnten sie die Frühlingsstimmung mit hellem Sonnenschein und milder Temperatur genießen, die Naturliebhaber erfreuten sich an dem Anblick der blühenden Weidekätzchen und der kreisenden Störche.

Der hohe Wasserstand des Flusses erlaubte den Kanufahrern weite Blicke über kräftig grünende Weiden der Leineniederung, auf einsame Dörfer, Einzelhöfe und Ortschaften mit den Kirchen in ihrer Mitte. Von weitem hört man die Stimme einer begeisterten Paddlerin: „Das alles hier ist einfach nur schön!“

In der Mittagszeit unterbrechen viele Bootsbesatzungen ihre Fahrt, ziehen an geeigneten Plätzen die Boote aus dem Wasser und stärken sich an den mitgebrachten Speisen und Getränken am Ufer.

Zwischen 15 und 16 Uhr erreichen die Wasserwanderer ihr Ziel in Hodenhagen, wo sie in einem großen Zelt mit Heißgetränken und Gebäck von dem Veranstalter empfangen und mit Aufklebern und Urkunden für ihre sportliche Leistung gelobt werden, wobei die älteste Teilnehmerin mit 88 Jahren eine besondere Anerkennung erhält.  

von Adolf Timmermann, Distelkamp 14, 29225 Celle, Tel. 44 684 

Foto von Uli Lüdeke

190928 KGC Abpaddeln

Die Paddler beim Start am Haus der Jugend in Celle

Abpaddeln auf der Unter-Aller 2019

Elf Wanderpaddler der Kanu-Gesellschaft Celle starteten am letzten Samstag am Haus der Jugend in Celle, zum Abpaddeln, der letzten offiziellen Wanderfahrt der Saison. Sie legten vier Zweier- und drei Einerkajaks bei niedrigem Wasserstand in die schwach strömende Aller, ließen die herbstlich gefärbten Laubbäume links und rechts des Flusses, an sich vorübergleiten und verließen das Stadtgebiet mit der Sportstätte, Eisenbahn- und Straßenbrücke.

Bald verbreitert sich der Fluss, schlängelt sich durch die Niederung, der frische Seiten- und Gegenwind verstärkt die Wellenbildung, die angelegten Spritzdecken verhindern das Eindringen von Spritzwasser in den Bootskörper, und die Paddler erhöhen die Kraftanstrengung. Zwei neue Paddlerinnen, die sich in diesem Sommer an den wöchentlichen Übungstagen Geschick und Ausdauer in der Nähe des Bootshauses aneigneten, sitzen heute in Zweierkajaks vorne im Boot mit jeweils einer erfahrenen Paddlerin hinten und nehmen zum ersten Mal an einer anspruchsvolleren Ausfahrt teil.

Eine Neupaddlerin ruft begeistert: „Ich wusste gar nicht, wie schön die Landschaft vom Wasser aus gesehen bei uns ist!“ Die Naturfreunde genießen den strahlend blauen Himmel, die weißen Wolkenbänke, das leuchtende Grün der Weidenflächen, die friedlich grasenden Pferde und zahlreiche Galloway-Rinder mit den großen Hörnern und spüren die beginnende Herbstzeit. In Oldau, am Elektrizitätswerk, müssen die Wanderpaddler aussteigen und ihre Boote zum Unterwasser tragen oder mit dem Bootswagen transportieren, weil sie die Fahrt noch fortsetzen wollen.

Während einer kleinen Pause, in der die Wassersportler sich die Beine vertreten, im Gras sitzen, eine Banane oder Brotschnitte verzehren, unterhalten sie sich, scherzen und machen Fotos. Anschließend werden die Kajaks von einem Schwimmanleger in das Unterwasser gelegt und die Fahrt bis zum Ziel, dem Anleger in Winsen, fortgesetzt, wo nach 18 Kilometern in viereinhalb Stunden die Fahrt endet. In Winsen stehen einige Fahrzeuge für die Rückfahrt nach Celle bereit, die Boote werden verladen und die Paddler treten die Rückfahrt an.

Im Vereinshaus in der Fritzenwiese erwarten mehrere passive Wassersportler die Ankommenden und eine festlich gedeckte Tafel mit einer appetitlich angerichteten Schlachteplatte, liebevoll und geschickt von Hildegard Schneider und Dagmar Lammers vorbereitet. Der Wanderwart Uli Lüdeke hält eine kleine Rede, freut sich über den gelungenen Tag, lobt die Wandergruppe für die erbrachte Leistung, lässt das Paddeljahr noch einmal Revue passieren und wünscht einen „Guten Appetit“.

Noch lange saßen an diesem Abend die Kanufahrer in geselliger Runde bei lebhafter Unterhaltung in ihrem gemütlichen Vereinsraum zusammen.

von Adolf Timmermann, Distelkamp 14, 29225 Celle, Tel. 44684

190908 37.Weserberglandrallye

Eine Mannschaft der Weserberglandrallye erreicht das Ziel in Minden, auf der anderen Seite der Weser liegt die „Fischerstadt“ mit einer Festungsmauer, auf der Weser fährt das Ausflugsschiff „Bremen“

Kanu-Gesellschaft Celle auf Weserberglandrallye

  391 Kanuten aus allen Bundesländern meldeten sich in diesem Jahr zur 37. Weser-Bergland Rallye an, die meisten von ihnen erschienen mit ihren Wohnwagen, Wohnmobilen und Zelten auf dem Zeltplatz des Kanu-Klubs Minden schon am Freitag, um dort direkt an der Weser ihr Lager aufzuschlagen. Am folgenden Tag starteten 149 Goldfahrer um 8 Uhr in Hameln, die 67 Kilometer bis zum Ziel zu bewältigen hatten, die 206 Silberfahrer starteten in Rinteln um 9 Uhr zu ihrer 41 Kilometer langen Strecke und danach die 56 Bronzefahrer in Vlotho, vor denen 21 Kilometer lagen, um das gemeinsame Ziel in Minden zu erreichen. Unter ihnen befanden sich 10 Wanderfahrer der Kanu-Gesellschaft Celle und 8 Kanuten vom Paddel Klub Celle, die sich auf den Weg nach Minden begaben. Während der Paddeltour genossen die Naturfreunde zunächst einen leicht bedeckten Himmel, bald darauf strahlenden Sonnenschein, der den ganzen Tag anhielt, einen leichten Schiebewind von Süden und die malerische Weserlandschaft links und rechts des beliebten Wanderflusses. Wegen des geringen Wasserstandes verfügte die Weser nur über eine geringe Strömungsgeschwindigkeit von zwei bis drei Kilometern pro Stunde, die durch die Anstrengungsbereitschaft der Paddler erhöht werden kann. Der schnellste Fahrer benötigte für die 67 Kilometer von Hameln bis Minden 5 Stunden und 12 Minuten, das einer Durchschnittsgeschwindigkeit von etwa 13 Kilometern pro Stunde entspricht. Schon von weitem kündigen der Fernsehturm und das Kaiserdenkmal den Kanuten die „Porta Westfalica“ an, die Westfälische Pforte, dem Durchbruch der Weser zwischen Wiehengebirge und Wesergebirge, der dem Eisenbahn-, Straßen- und Schiffsverkehr die Durchfahrt vom Weserbergland in die Norddeutsche Tiefebene ermöglicht. Zwei Kanusportler sind in Paddlerkreisen wohlbekannt, das ist die älteste Teilnehmerin mit 88 Jahren und der älteste mit 91 Jahren. Nach der Ankunft loben die Wanderwarte ihre Gruppenmitglieder in würdiger Form, gratulieren mit anerkennenden Worten, überreichen Bootsaufkleber und hängen ihnen die Medaillen um, der KGC-Wanderwart Uli Lüdeke verleiht 9 silberne und eine bronzene Medaille, im PKC werden 4 goldene und 4 silberne Medaillen vergeben. Neben der Weserberglandrallye erwarten die Kanufahrer sowie die zahlreichen Besucher der Stadt Minden ein buntes Programm an Veranstaltungen, die bereits um 10 Uhr beginnen und spät in der Nacht enden unter der Bezeichnung „Blaues Band der Weser“. In diesem Jahr bestaunen die Gäste unter anderem eine Parade von Kleinbooten, liebevoll mit Laternen und Leuchtkörpern ausgestattet, eine große Schar von Fackelschwimmern, abschließend ein beeindruckendes Höhenfeuerwerk. Die Zuschauer würdigen alle Vorführungen mit Beifallskundgebungen, sie klatschen und geben lautstarke Anerkennungen von sich. Die Rallyefahrer bedankten sich beim Kanu-Klub Minden für die freundliche Aufnahme, die gelungene Rallye-Organisation sowie die aufmerksame Bedienung an den Verpflegungs-ständen, bevor sie sich am folgenden Sonntag voneinander verabschiedeten und den Heimweg antraten.

von: Adolf Timmermann, Distelkamp 14, 29225 Celle, Tel. 44 684

190813 WF 25. Internationale Elbefahrt

Kanu-Gesellschaft Celle auf 25. Internationalen Elbefahrt

Zusammen, mit 80 Kanuten und Kanutinnen aus Deutschland, Österreich und sogar Australien, haben vier Mitglieder der KGC nach 17 Etappen und 623 Kilometern Hamburg erreicht. Den Elbepaddlern wird die diesjährige Jubiläumsfahrt wohl vor allem wegen der Wetterbedingungen noch lange im Gedächtnis bleiben.

Gleich von Beginn an verlangte ihnen der flache Wasserstand, die geringe Strömung und ein kräftiger Gegenwind auf der Elbe auf den ersten Etappen alles ab. Kaum ließ der Wind im Verlauf der Tour nach, setzte die Hitzewelle mit Temperaturen bis zu 38°C den Paddlern zu. So manche Etappe wurde so zu einer echten Herausforderung. Entschädigt wurden die Naturfreunde auf der Jubiläumsfahrt durch die faszinierende, wechselvolle Szenerie der Elblandschaft, sowie durch den herzlichen Empfang und die Betreuung der Paddler bei den gastgebenden Vereinen.

An zwei „Ruhetagen“ gab es kulturelle Angebote. In Dessau konnten die Teilnehmer an Führungen durch das Bauhaus und dem Junkers-Museum teilnehmen und in Tangermünde die alte Kaiser- und Hansestadt erkunden.

Das Paddel Camp in Tangermünde

In Tangermünde erschien am Abend der Präsident des Deutschen Kanu Verbandes, Thomas Konietzko, zu Besuch. Die Elbepaddler begrüßten ihn herzlich und er setzte sich, wie es eine Art ist, ungezwungen in ihre Runde und war gleich mittendrin.

Aufgrund des niedrigen Wasserstandes wurde für die Etappen nach und von Magdeburg das Gepäck auf einen LKW verladen. Da die Strecken nun ohne Gepäck in den Booten gepaddelt wurden, hatten sie einen geringen Tiefgang und konnten deshalb auch die Stromschnellen am Magdeburger Domfelsen ohne Grundberührung durchfahren. Während es auf der gesamten Strecke bis Lauenburg kaum Schiffsverkehr gab, musste ab der Mündung des Elbe-Seiten-Kanals laufend auf die Großschifffahrt geachtet werden.

Auf der letzten Etappe von Geesthacht nach Hamburg gab es noch eine Geduldsprobe, da beim Passieren der Schleuse Geesthacht mehrere Schiffe Vorfahrt hatten. Damit war auch wertvolle Zeit verloren, denn es war geplant, das ablaufende Wasser der bis Geesthacht reichenden Tide der Nordsee zu nutzen. So erreichten die Paddler doch erst spät, aber glücklich die letzte Station beim Olympiastützpunkt und wurden hier vom Hamburger Kanu Verband herzlich willkommen geheißen. Am nächsten Tag gab es dann noch eine Radtour an der Elbe entlang bis in die Speicherstadt und eine geführte Kanutour auf den Alsterkanälen. Zum Abschluss der 25. Internationalen Elbefahrt fand in Allermöhe eine kleine Zeremonie statt, bei der sich die Elbefahrer bei den Organisatoren und Helfern bedankten. Der Cheforganisator der Tour, Harald, nutzte die Gelegenheit und überreichte den Kanufahrern Erinnerungstafeln und langjährigen Teilnehmern den begehrten Elbebiber als Anerkennung.

 Bei gutem Essen und Trinken und mit Live-Musik ging ein herrlicher Sommerabend und eine unvergessliche Gemeinschaftsfahrt der Wassersportfreunde zu Ende.

von:                 Ulrich Lüdeke, Fichtenweg 11 A, 29225 Celle

Tel.:                01768 1655936

Zum Foto:       Das Camp der Elbepaddler in Tangermünde 

190504 – 49. Int. Wesermarathon

Meyers und Schneiders im Morgennebel auf der Weser

Wesermarathonfahrt 2019 der Kanu-Gesellschaft Celle

An der 49. Internationalen Wesermarathonfahrt 2019 beteiligten sich insgesamt 1 360 Paddler und Ruderer aus dem gesamten Bundesgebiet, Dänemark, Holland und Frankreich, unter ihnen 11 Wanderpaddler der Kanu-Gesellschaft Celle. Der Start erfolgte in Hann. Münden ab 6 Uhr bei beginnender Morgendämmerung, frischer Morgenkühle und Nebelbildungen auf dem Wasser. 430 Wassersportler entschieden sich für die 53 Kilometer lange Bronzestrecke bis Beverungen, 540 für die 80 Kilometer lange Silberstrecke bis Holzminden und 390 nahmen sich die 135 Kilometer bis Hameln vor. Zehn Wanderpaddler der KGC hielten die Silberstrecke für sich angemessen, während der KGC-Wanderfahrer Udo Rehefeld wieder die Goldstrecke bis Hameln fuhr. Er ist der einzige Paddler, der an allen 49. Wesermarathonfahrten bis Hameln ohne Unterbrechung teilnahm und sich auf die 50. Goldfahrt im Jahre 2020 freut. Während der Fahrt konnten die Naturfreunde den Gesang der Vögel genießen, den Übergang von Dunkelheit, Nebel und Morgenkühle zur Helligkeit, Weitsicht und Wärme, den die aufgehende Sonne zwischen Bergen und Tälern ermöglichte.  In der Stille des Morgens hörte man den Gesang einer weiblichen Stimme: „… die Sonne macht dann die Täler weit, und das Leben, das Leben wird sie uns bringen“. Immer mehr Gruppen und Einzelpaddler erscheinen mit ihren Kajaks, Kanadiern und Ruderbooten auf dem Wasser, einige Paddler unterhalten sich gedämpft, andere genießen die Schönheit des Weserberglandes schweigend und vernehmen das Läuten der Kirchenglocken aus den Dörfern der Umgebung. Dann werden die Paddler von der Attraktion der Veranstaltung überrascht, ein sehr langes Drachenboot mit fast 50 einheitlich gekleideten Drachenpaddlern taucht auf.

Schnelles Drachenboot

Es  überholt mit einer sehr hohen Geschwindigkeit die Kanufahrer, die mit bewundernden Blicken diese seltene Erscheinung verfolgen. Sehr schnell wird es wärmer, die Weser schlängelt sich durch das Gebirge, sie verfügt über eine normale flotte Strömung und einen normalen Wasserstand. Die Einzelhöfe, Dörfer und Kleinstädte des Wesergebirges gleiten lautlos an den Paddlern vorbei, die sich auch an den friedlich weidenden Schafherden mit ihren kleinen Lämmern erfreuen.

Familie Schneider passiert die  Gierseilfähre in Wahmbeck

An ihren Zielorten Beverungen, Holzminden und Hameln werden die Ankommenden von den Mitgliedern der gastgebenden Vereine herzlich begrüßt, erhalten einen Aufkleber für ihr Boot, ein Sachgeschenk als Anerkennung für ihre sportlichen Leistungen und können sich an Speisen und Getränken für die Heimfahrt stärken.

von: Adolf Timmermann, Distelkamp 14, 29225 Celle, Tel. 44 6 84

190419 WF Bericht Forellentour

Die "Forellenfahrer" der Kanu-Gesellschaft vor ihrem Start am Anleger in Müden an der Aller
Die „Forellenfahrer“ der Kanu-Gesellschaft vor ihrem Start am Anleger in Müden an der Aller

11. Forellentour der Kanu-Gesellschaft-Celle e.V.

Zur elften Forellentour legten 11 Wanderpaddler der Kanu-Gesellschaft Celle am Karfreitag bei schönstem Sonnenschein und wolkenlosem Himmel ihre Einer- und Zweierkajaks in Müden an der Aller in den sanft strömenden Heidefluss. Ein leichter Schiebewind unterstützte die lautlose Fahrt, auf der die Naturfreunde sich an dem Anblick der kräftig grünenden Bäume links und rechts des Ufers und an dem Gesang der Vögel erfreuten. Auf diesem Abschnitt der Fahrt ließ sich mehrmals der selten auftretende Eisvogel blicken und das Wirken der Biber an den angenagten Baumstämmen feststellen. Kurz vor dem Wehr in Langlingen setzten die Besatzungen ihre Boote in den schmalen Wienhäuser Mühlenkanal, der die Paddler veranlasste hintereinander zu fahren, dafür hatten sie wegen des hohen Wasserstandes im Mühlenkanal einen weiten Blick in die reizvolle Allerniederung mit Bäumen, Büschen, Weiden und einsam gelegenen Bauernhöfen.

Auf dem Gelände der Paddelvereinigung Wienhausen verzehrten die Wasserwanderer in der Mittagszeit ihren Proviant und setzten ihre Kajaks danach in das Unterwasser der Aller, um die Fahrt in Richtung Celle fortzusetzen, wobei sich mehrmals neugierige Pferde der bunten Paddlergruppe näherten. Während der Weiterfahrt bot ihnen die breite Aller die Gelegenheit, in kleinen und wechselnden Gruppen Gespräche von Boot zu Boot zu führen, Erfahrungen auszutauschen, über besondere Ereignisse zu berichten oder Pläne zu schmieden.

Bei der Ankunft am Anleger ihres Bootshauses am Magnusgraben in Celle erwarteten sie vier Paddler, die eine Strecke in der Nähe des Bootshauses zurücklegten und das Ehepaar Berta und Rolf Meyer, die im Festraum des Bootshauses eine sehr dekorative lange Tafel mit selbstgeräucherten Forellen und Kartoffelsalat vorbereitet hatten. Rolf Meyer begrüßte die Gruppe der Wanderfahrer, hielt eine Willkommensrede und wünschte den Anwesenden einen guten Appetit. Auch der Wanderwart Uli Lüdeke hielt eine Rede, die in Anlehnung an Goethes Frühlingsgedicht „Osterspaziergang“ begann: „Vom Eise befreit sind Paddel und Boote …“ und lobte schließlich seine Wandergruppe für die geleisteten 27 Paddelkilometer des Tages. Die Anwesenden bedankten sich mit mehrmaligem kräftigem Applaus bei dem Ehepaar Meyer und dem Wanderwart Uli Lüdeke für die gelungene Vorbereitung dieses Tages Noch lange saßen die Paddler an diesem Abend nach dem Verzehr des Forellengerichtes mit sonnengeröteten Gesichtern in fröhlicher Runde zusammen.

von Adolf Timmermann, Distelkamp 14, 29225 Celle, Distelkamp 14, Tel. 44 6 84

190331 40. Aller-Hochwasser-Rallye 2019

Kanu-Gesellschaft Celle nimmt teil an der 40. Aller-Hochwasser-Rallye 2019

Die Wanderfahrer der Kanu-Gesellschaft Celle auf der Silberstrecke der Aller-Hochwasser-Rallye 2019 vor der Brücke bei Eilte                                                                                                        Foto von Uli Lüdeke

513 Wanderpaddler aus den norddeutschen Bundesländern, aus Sachsen und aus Belgien meldeten sich zur 40. Aller-Hochwasser-Rallye 2019. 30 gut vorbereitete Teilnehmer entschieden sich für die 112 Kilometer lange Goldstrecke von Celle bis Verden, die einen Start in aller Frühe bei Dunkelheit erforderte und die Bewältigung von vier Wehren auf diesem Wege, wobei die Mannschaft jedoch nach dem Hellwerden den ganzen Tag lang ununterbrochenen Sonnenschein am wolkenlosen Himmel genießen konnte. Die meisten Kanufahrer wählten die 55 Kilometer lange Silberstrecke von Hodenhagen bis Verden, auf der sie sich neben dem idealen Frühlingswetter an der Schönheit der blühenden und grünenden Allerniederung mit Wiesen, Weiden, Dörfern, alten Bauernhäusern, dem Gesang der Lerchen und den nistenden Störchen erfreuen konnten. In der Mittagspause suchten sich einige Paddelgruppen einen geeigneten sonnigen Platz am Ufer des beliebten Wanderflusses, andere legten eine „Paddelpause“ ein, in der sie sich von der flotten Strömung treiben ließen und dabei ihre Lunchpakete verzehrten. In Westen, einer kleinen Ortschaft 14 Kilometer vor Verden, fuhren viele Hochwasserfahrer in den Hafen, um sich in dem dortigen Bootshaus an einer Erbsensuppe mit einer Bockwurst und einem Getränk für den letzten Teil der Fahrt zu kräftigen. Am Ziel, dem Bootshaus in Verden, wird jeder Kanufahrer mit dem Schlag einer Glocke herzlich empfangen, mit einer Ankerkennung, einem Aufkleber und einem Kanu-Halstuch belohnt, das an diesen gelungenen Tag erinnert. Nach ihrer Ankunft können die Rallye-Fahrer noch einmal Kaffee und Kuchen, Bratwurst und Pommes Frites auf dem Bootsgelände vor ihrer Heimfahrt zu sich nehmen, Eindrücke austauschen und dabei erfahren, dass die jüngste Teilnehmerin 12 Jahre alt und der älteste Paddler 89 Jahre alt ist. Die älteren Rallye-Teilnehmer berichten in geselliger Runde von einigen Aller-Hochwasser-Rallyes der vergangenen Jahre mit überschwemmten Wiesen, von Regen, Hagel, Schnee und Eis auf dem Deck ihrer Boote und am Paddel. Glücklich über diesen frühlingsartigen und erfreulichen Tag verladen die Rallye-Fahrer schließlich ihre Boote auf die Fahrzeuge und treten mit sonnengeröteten Gesichtern den Heimweg an. von Adolf Timmermann, Distelkamp 14, 29225 Celle, Tel. 44 6 84

von Adolf Timmermann, Distelkamp 14, 29225 Celle, Tel. 44 6 84

181020 Abpaddeln der Kanu-Gesellschaft Celle

Die Abpaddler der Kanu-Gesellschaft Celle vor dem Start


Vierzehn Mitglieder der Kanu-Gesellschaft starteten am Samstag zum Abpaddeln, der letzten offiziellen Wanderfahrt der Saison.
Sie legten ihre farbigen Rennboote, Einer- und Zweierkajaks in Celle am Schützenplatz vom feinsandigen Strand in die sanft strömende Aller.
Bei strahlendem Sonnenschein, blauem Himmel, angenehmer Wärme und Windstille erfreuten sich die Naturfreunde an der Herbstfärbung der Laubbäume, den neugierigen Blicken der „Flusspferde“ und der lautlos vorbeiziehenden reizvollen Wald- und Wiesenlandschaft links und rechts dieses beliebten Wanderflusses in der Südheide.
Am Wehr in Oldau, wo sich das älteste mit Wasserkraft betriebene Elektrizitätswerk Deutschlands befindet, verlassen die Wasserwanderer ihre Kajaks und tragen oder transportieren sie mit Bootswagen zum Unterwasser.
Hier legen sie am Ufer eine kleine Pause ein, erfrischen sich mit Getränken und nehmen einen leichten Imbiss zu sich, bevor sie ihre Boote von einem vorbildlich konstruierten Schwimmanleger aus wieder ins Wasser legten, um die Fahrt bei fröhlicher Stimmung bis Winsen fortzusetzen.
Nach etwa 19 Flusskilometern und 3 Stunden verlassen die Abpaddler in Winsen ihre Boote, verladen sie auf die Fahrzeuge und fahren zurück zu ihrem Bootshaus nach Celle zur Fritzenwiese, wo sie an herbstlich und festlich gedeckten Tischen zusammen mit passiven Paddlern in großer Runde bei einer zünftigen Brotzeit in fröhlicher Runde diesen schönen Tag ausklingen lassen.
Der Wanderwart Uli Lüdeke, der das Abpaddeln sorgfältig vorbereitet hat, lässt in einer kleinen Ansprache das vergangene erfolgreiche Paddeljahr mit vielen abenteuerlichen Wanderfahrten noch einmal Revue passieren, dankt Dagmar Lammers für den liebevoll vorbereiteten Festraum mit der Brotzeit, und wünscht den Abpaddlern weiterhin viel Freude an diesem Sport.
von: Adolf Timmermann, Distelkamp 14, 29225 Celle, Tel. 44 684

180902 36. Internationale Weserbergland Rallye

Eine Gruppe der Silberpaddler legt an zur Rast in der „Porta Westfalica“ unter dem Kaiserdenkma

KGC auf der 36. Internationalen Weserbergland Rallye
Zur 36. Internationalen Weserbergland Rallye meldeten sich 401 Wanderfahrer aus Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen, Hamburg, aus Essen, Donauwörth, Kornwestheim, Ebersbach, vom Bodensee und aus Celle. Viele von ihnen erschienen am Freitag mit ihren Wohnwagen, Wohnmobilen und Zelten auf dem Rallye-Zeltplatz am TV Jahn Brückenkopf in Minden, direkt am rechten Weserufer und richteten sich dort für zwei oder drei Tage ein.
Der Start erfolgte am Samstagmorgen in aller Frühe und die Rallyefahrer hatten die Wahl: 139 entschieden sich für die Goldfahrt (67 Kilometer) von Hameln, 208 für die Silberfahrt (41 Kilometer) von Rinteln und 54 für die Bronzefahrt von Vlotho (21 Kilometer) bis zum Zielort in Minden auf dem Zeltplatz. Der niedrige Wasserstand, 30 Zentimeter weniger als normal und die geringe Strömungsgeschwindigkeit, 3 Kilometer pro Stunde statt 4 bis 5 Kilometer, erlaubte den Rallyefahrern eine Reisegeschwindigkeit von etwa 10 Kilometern in der Stunde, die bei flotter Strömung bis zu 13 Kilometern beträgt. Die Kanufahrer erfreuen sich bei strahlendem Sommerwetter an dem Anblick des malerischen Wesergebirges und an den vorbeiziehenden kleinen, reizvollen Städtchen und Dörfern.

In der Mittagszeit legen die Wasserwanderer eine Pause ein, verzehren an geeigneten Uferstellen ihren Proviant, sitzen im Gras oder im weißen Sand und winken den vorbeiziehenden Paddlergruppen zu.

Am Zielort in Minden legt Uli Lüdeke, der Wanderwart der Kanu-Gesellschaft Celle, sechs Mitgliedern seiner Gruppe die Goldmedaille, zweien die Silbermedaille würdevoll mit anerkennenden Worten um und wünscht ihnen weiterhin viel Freude am Wasserwandern. Die vielen Camping-Gäste unter den Paddlern danken ihren Gastgebern des TV Jahn und des Kanu-Klubs Minden für die herzliche Aufnahme, die gute Organisation und die freundliche Bewirtung an den Verpflegungsständen, die in den Abendstunden reichlich besucht wurden.

Abends saßen die Paddler in gemütlicher Runde in Kleingruppen auf ihrem Lagerplatz bis in die Dunkelheit zusammen, berichteten über ihre Erlebnisse und ließen den gelungenen Tag langsam ausklingen.

von Adolf Timmermann, Distelkamp 14, 29225 Celle, Tel. 44 684