Archiv für den Monat: September 2018

180918 WW Wappen von Köln

Greta Zietz holt Doppelsieg beim Wappen von Köln
Köln: Zum Abfahrtsrennen der besonderen Art auf dem Rhein bei Köln war das Wildwasserrennteam der Kanu- Gesellschaft Celle diesmal nur mit zwei Sportlern vertreten, die ihren Verein aber hervorragend vertreten haben. Herausragend konnte sich Greta Zietz in Szene setzen die sowohl im Sprint, als auch im Classic der Konkurrenz deutlich das Heck zeigte und als Doppelsiegerin nach Celle zurückkehrt. Altmeister Olaf v. Hartz war mit zwei Silbermedaillen ebenfalls wieder gut unterwegs.

Greta in ihrem Element

Es paddelt sich schon etwas anderes in den kabbeligen Wellen der Berufsschifffahrt auf dem Rhein zwischen Köln Poll und der Deutzer Brücke. In diesem Jahr kann noch hinzu, dass auch der Rhein derzeit extrem wenig Wasser führt, was das Finden der schnellsten Linie auf dem großen Strom auch nicht einfacher machte. Schwierige Bedingungen also, vor allem für Greta Zietz die dazu nach dem Wechsel in die Jugendklasse auch noch erstmals die lange Strecke der Erwachsenen paddeln musste. Besonders auf dem für Greta neuen Stück diskutieren sogar die Einheimischen immer wieder über den schnellsten Kurs, dort nach nur einer Trainingstour schnell unterwegs zu sein war, also schon eine erhebliche Herausforderung, die sie aber hervorragend meisterte.
Da nützte den Rheinländern auch ihr Heimvorteil nichts, mit einer starken Fahrzeit holte Greta Zietz souverän den Sieg im Rennen der weiblichen Jugend KI im Classic. Auch die Sprintstrecke ist in Köln eine der etwas anderen Art, auf einer Art Rundkurs um den Strompfeiler der Deutzer Brücke muss mit, gegen und quer zu Strömung und Wellen gesprintet werden. Dies gelang Zietz im ersten Lauf noch nicht ganz optimal, doch sie bewies eisern Nerven, konnte den Kurs im zweiten Lauf korrigieren und die Fahrzeit damit um unglaubliche 7 Sekunden verbessern, was ihr am Ende auch den Sieg im Sprint einbrachte.
Altmeister Olaf v. Hartz war schon oft in Köln und kennt die Strecke natürlich daher deutlich besser. Der Weltmeister war gewohnt schnell unterwegs, auch wenn es ihm selbst diesmal ein wenig an Spritzigkeit fehlte. Im Sprint fuhr er mit zwei konstant schnellen Läufen nicht ganz unerwartet auf Platz zwei hinter dem amtierenden Deutschen Sprintmeister Uwe Klettenheimer aus Kelsterbach. Der zeigte sich dann auch auf der langen Strecke unerwartet stark und verwies v. Hartz auch im Classic etwas unerwartet trotz starker Fahrtzeit auf Platz zwei.
Als Organisationsleiter des traditionellen Lachte- Abfahrtslaufs hat v. Hartz im Moment allerdings ganz andere Sorgen. Rund drei Wochen vor dem Renntermin fehlt es auf der Lachte immer noch erheblich an Wasser und Regen ist nicht in Sicht. So ist das Orga-Team bereits auf der Suche nach einer Alternative, um die Wettkämpfe dennoch durchführen zu können.
Olaf v. Hartz, Heinrichstr. 9 29313 Hambühren
Tel: 05084 / 3920 (p) / 05141 / 42088 (d), Mail: olaf.vonhartz@t-online.de

180902 WW Bericht Schwartau

Kanu- Gesellschaft Celle fischt zahlreiche Marzipantorten aus der Schwartau
Hobbersdorf: Auch in diesem Jahr ging es zum Auftakt der norddeutschen Herbstsaison im Wildwasserrennsport auf der Schwartau um eben die Marzipantorten, die dieses Rennen seit Jahrzehnten so beliebt machen und auch dieses Mal wanderte eine große Menge dieser süßen Spezialität nach Celle. Am erfolgreichsten jagte Altmeister Olaf v. Hartz nach dem leckeren Energieträger, 6 Siege

Olaf in seinem Element

brachten ihm auch 6 große Torten ein. Tobias Zimmer stand viermal ganz oben auf dem Treppchen, Alina Zimmer, Greta Zietz, Lisbeth Antons und Jonas Gläsmann jeweils dreimal, einen Doppelsieg fuhr Tom Koschel ein, Manuel Gläsmann und Florian WasilewsK1 erkämpften sich jeweils eine große Torte.

Tobias in Action

Vier Siege bei vier Einzelstarts, die Bilanz von Altmeister Olaf v. Hartz war einmal mehr makellos. Sowohl im Sprint als auch im Classic hatte der Weltmeister im K1 und CI die norddeutsche Konkurrenz sicher im Griff. Sieg Nummer 5 und 6 holte er sich zusammen mit Tobias Zimmer in der K1 Herren Mannschaft in Sprint und Classic. Tobias Zimmer, eigentlich noch Junior, hatte sich zuvor in seinen Einzelrennen im Sprint und Classic mit starken Zeiten und souveränen Siegen für diesen Einsatz empfohlen. Weil es auch für die Plätze zwei und drei kleiner Marzipantorten zu gewinnen gab, paddelte Zimmer dann noch mit Dietmar Wölker (Braunschweig) im CII und holte hier prompt auch noch Bronze auf beiden Strecken.
Manuel Gläsmann paddelte ebenfalls bei den Junioren auf beiden Strecken auf Rang 3. Zusammen mit Jonas Gläsmann erkämpfte er im Rennen der K1 Junioren- Mannschaften den Sieg im Sprint und Rang 2 im Classic. Jonas Gläsmann präsentierte sich im Rennen der Jugend K1 unerwartet stark, er holte sich die beiden großen Torten im Sprint und im Classic. Florian WasilewsK1 ging nur im K1 Masters B im Classic an den Start, konnte hier aber ebenfalls den Sieg nach Celle holen.
Alina Zimmer und Greta Zietz bleiben im Feld der K1 weibliche Jugend im Norden ein Klasse für sich. In den Einzelrennen machten sie den Sieg unter sich aus, wobei sie die Sache diesmal salomonisch lösten. Während Greta Zietz als Deutsche Sprint- Vizemeisterin standesgemäß den Sprint für sich entscheiden konnte, holte die DM- Bronzemedaillen Gewinnerin Alina Zimmer im Classic die große Torte. Im Feld der K1 Jugend Mannschaften zeigten sie erneut auch reinen Jungenmannschaften locker das Heck und holte so locker die Siege in Sprint und Classic.
Natürlich mögen insbesondere auch die jüngsten gerne Marzipan und entsprechend hart umkämpft waren die Torten in den Nachwuchsklassen. Im Feld der weiblichen Schüler B bleibt Lisbeth Antons auch nach der Sommerpause auf der Erfolgsspur. Als amtierende Deutsche Meisterin holte sie sich den Sieg sowohl im Sprint als auch im Classic. Sieg Nummer 3 gab es für sie im Rennen der K1 Schüler Mannschaften zusammen mit Tom Koschel, im Sprint landeten die beiden zusammen auf Rang 4. Tom Koschel konnte sich mit dem Überraschungssieg in Rennen K1 männliche Schüler B den größten Erfolg in seine jungen Sportlaufbahn verzeichnen, im Sprint zeigte er als zweitplatzierter ebenfalls eine tolle Leistung. Nelson WasilewsK1 schließlich paddelt bei den Schülern B im K1 auf Platz 6.
Der trockene Sommer hätte die Wettkämpfe auf der Schwartau fast unmöglich gemacht, erst Regenfälle in der letzten Woche und aus der Ostsee hochdrückendes Wasser sorgten für ausreichende Wasserstände auf den Rennstrecken. Auch die Celler Kanuten schauen zunehmend sorgenvoll auf den Pegel der Lachte, der seit Monaten auch rund 5 Wochen vor dem Termin des traditionellen Lachte- Abfahrtslaufes so niedrig ist, dass dort nicht gepaddelt werden darf. Nachdem 2017 wegen Hochwassers schon die Classic- Rennen wegen Hochwassers verlegt werden mussten, droht das nun wegen zu niedrigen Wasserstands auch für diese Saison.

Olaf v. Hartz, Heinrichstr. 9 29313 Hambühren
Tel: 05084 / 3920 (p) /05141 / 42088 (d), Mail: olaf.vonhartz@t-online.de
Fotos: Maja Uphoff-Jaedicke

180902 36. Internationale Weserbergland Rallye

Eine Gruppe der Silberpaddler legt an zur Rast in der „Porta Westfalica“ unter dem Kaiserdenkma

KGC auf der 36. Internationalen Weserbergland Rallye
Zur 36. Internationalen Weserbergland Rallye meldeten sich 401 Wanderfahrer aus Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen, Hamburg, aus Essen, Donauwörth, Kornwestheim, Ebersbach, vom Bodensee und aus Celle. Viele von ihnen erschienen am Freitag mit ihren Wohnwagen, Wohnmobilen und Zelten auf dem Rallye-Zeltplatz am TV Jahn Brückenkopf in Minden, direkt am rechten Weserufer und richteten sich dort für zwei oder drei Tage ein.
Der Start erfolgte am Samstagmorgen in aller Frühe und die Rallyefahrer hatten die Wahl: 139 entschieden sich für die Goldfahrt (67 Kilometer) von Hameln, 208 für die Silberfahrt (41 Kilometer) von Rinteln und 54 für die Bronzefahrt von Vlotho (21 Kilometer) bis zum Zielort in Minden auf dem Zeltplatz. Der niedrige Wasserstand, 30 Zentimeter weniger als normal und die geringe Strömungsgeschwindigkeit, 3 Kilometer pro Stunde statt 4 bis 5 Kilometer, erlaubte den Rallyefahrern eine Reisegeschwindigkeit von etwa 10 Kilometern in der Stunde, die bei flotter Strömung bis zu 13 Kilometern beträgt. Die Kanufahrer erfreuen sich bei strahlendem Sommerwetter an dem Anblick des malerischen Wesergebirges und an den vorbeiziehenden kleinen, reizvollen Städtchen und Dörfern.

In der Mittagszeit legen die Wasserwanderer eine Pause ein, verzehren an geeigneten Uferstellen ihren Proviant, sitzen im Gras oder im weißen Sand und winken den vorbeiziehenden Paddlergruppen zu.

Am Zielort in Minden legt Uli Lüdeke, der Wanderwart der Kanu-Gesellschaft Celle, sechs Mitgliedern seiner Gruppe die Goldmedaille, zweien die Silbermedaille würdevoll mit anerkennenden Worten um und wünscht ihnen weiterhin viel Freude am Wasserwandern. Die vielen Camping-Gäste unter den Paddlern danken ihren Gastgebern des TV Jahn und des Kanu-Klubs Minden für die herzliche Aufnahme, die gute Organisation und die freundliche Bewirtung an den Verpflegungsständen, die in den Abendstunden reichlich besucht wurden.

Abends saßen die Paddler in gemütlicher Runde in Kleingruppen auf ihrem Lagerplatz bis in die Dunkelheit zusammen, berichteten über ihre Erlebnisse und ließen den gelungenen Tag langsam ausklingen.

von Adolf Timmermann, Distelkamp 14, 29225 Celle, Tel. 44 684

180825 46. Schwentine Wanderfahrt

Die Silberfahrer der Kanu-Gesellschaft Celle beim Durchqueren des Kirchsees in Preetz

Kanuten der KGC auf der 46. Schwentine Wanderfahrt
172 Kanuten aus dem Norddeutschen Raum, aus Essen, Düsseldorf, Regensburg und aus Dänemark meldeten sich bei der Kanuabteilung des TSV Klausdorf zur Teilnahme an der 46. Schwentine Wanderfahrt, unter ihnen 8 Wanderpaddler der Kanu-Gesellschaft Celle. Die Schwentine verbindet etwa ein Dutzend großer Seen der Holsteinischen Schweiz, ist überwiegend strömungslos, befahrbar mit Paddelbooten ab Eutin und mündet nach 52 Kilometern bei Kiel in die Kieler Förde. Die Kanufahrer errichten am Freitag ihr Basislager überwiegend mit Zelten auf dem Gelände der Kanuabteilung des TSV Klausburg, direkt am Ufer der Schwentine, etwa 8 Kilometer südlich von Kiel.
Am Samstag erfolgt der Start. Der Wanderkanute kann sein Ziel Klausdorf in drei wählbaren Etappen erreichen. 22 Teilnehmer entschieden sich für die Goldstrecke ab Eutin (45 km), 115 für die Silberstrecke ab Plön(30km) und 35 für die Bronzestrecke ab Preetz (14 km). Zwei Celler KGC-Kanusportler befahren die Goldstrecke und die anderen die Silberstrecke.
Die Paddler erfreuen sich an der landschaftlichen Schönheit des Schwentinentals, an dem sauberen Wasser, der reichen Vogelwelt und der Weite der Seen, die sie durchfahren, von denen der Plöner See der größte ist. Immer wieder zeigt sich die Sonne zwischen den Wolkenbänken, geschickt bewältigen die Kanuten gelegentlichen Gegenwind und Wellenbildung, auch kleine Regenschauer können den Wasserwanderern nichts anhaben, denn die Spritzdecke, die Schwimmweste und wetterfeste Kleidung schützen vor Nässe. Bis zum späten Nachmittag erreichen alle Paddler wohlbehalten ihren Zeltplatz in Klausdorf, verzehren ihr Abendbrot in kleinen Gruppen zwischen den Zelten an den Klapptischen, tauschen Erlebnisse aus, lachen und genießen die Grillwurst der Klausdorfer Gastgeber. Um 20 Uhr eröffnen die Klausdorfer feierlich das „Bootshausfest“ mit der traditionellen Preisverleihung und anschließendem Tanz bei dezenter Musik.
Am folgenden Sonntag bieten die Klausdorfer Kanuten eine geführte Wandertour von 16 Kilometern vom Bootshaus auf der Schwentine bis zur Kieler Förde an. ei diesem Ausflug wird die Einhaltung der Sicherheitsvorschriften für Küstenfahrten erwartet und eine Seekajakausrüstung, denn die Fahrt führt durch den Kieler Hafen mit Schiffsverkehr und Wellengang. Um 14 Uhr verabschieden sich die Schwentinefahrer voneinander. Sie danken ihren Klausdorfer Gastgebern für die herzliche Aufnahme, die umfangreichen Vorbereitungen dieser beliebten Veranstaltung und freuen sich auf die Schwentinefahrt im nächsten Jahr.
von Adolf Timmermann, Distelkamp 14, 29225 Celle, Tel. 44 684