200119 Kentertraining KGC

Die Paddler in Ihrem Element

Kentertraining der Kanu-Gesellschaft Celle

Siebzehn Paddler aus der Kanu-Gesellschaft Celle und von der Kanu-Abteilung in Hermannsburg trafen sich am letzten Sonntag  um 14.00 Uhr mit farbigen Kleinbooten auf einem Anhänger und auf den Dächern der Fahrzeuge vor dem Hallenbad in Wietze.
Zur Ausrüstung gehören gründlich gereinigte Kleinboote, Paddel, bei Bedarf Ohrenstöpsel, Nasenklemmen und Taucherbrillen.
„An sechs Sonntagen in den Monaten Januar und Februar  können Kanufahrer die Kenterrolle erlernen,  das genügt bei den meisten Teilnehmern“, sagt Olaf von Hartz, der Vorsitzende der Kanu-Gesellschaft Celle, der mit seiner Frau Eike die Veranstaltung leitet.
Ziel sei es, gemeinsam Neues auszuprobieren und sich gegenseitig zu unterstützen, z.B. bei Kenterübungen, dem Einsteigen im Wasser und auf Wunsch auch beim Eskimotieren“, erklärt die KGC-Sportwartin Eike von Hartz in der Einladung.
„Unter Eskimotieren versteht man eine Methode, um ein gekentertes Kajak schnell und ohne aussteigen zu müssen wieder aufzurichten“,  fügt Eike von Hartz hinzu, die gerade mit einer jungen Teilnehmerin eine Kenterrolle (Eskimorolle) übt.
Eine andere Gruppe versucht  das Einsteigen vom Wasser, wobei der Kanute versucht, vom hinteren Ende des Bootes auf dem Bauch liegend rutschend in die Einstiegsluke zu gelangen, wobei er das Gleichgewicht halten muss, damit das Boot nicht noch einmal umkippt.

Die Waschmaschine

„Eine gute Vorbereitung  auf die „Kenterrolle“  ist die sogenannte „Waschmaschine“, erklärte Elke ZIetz, die als KGC-Trainerin bei den Kenterübungen behilflich ist.
„Bei dieser Übung halten zwei Personen am Heck und am Bug stehend das Boot fest. Dann wird  das Boot einmal schnell um die eigene Achse gedreht. Während der Drehung bleibt  der Kanufahrer im Boot sitzen –  mit dem Kopf nach unten“, erklärte Elke Zietz, die als KGC-Trainerin bei den Kenterübungen behilflich ist und gerade eine solche Übung begonnen hat.
Da ihm diese Vorübung sichtlich Freude bereitet, bittet der junge Kanute um Wiederholung und um die Möglichkeit, eine Weile mit dem Kopf nach unten zu verbleiben. Der Wunsch wird gerne erfüllt und  drei Sekunden später klopft er mit den Händen an den Rumpf des Bootes, ein Zeichen, das er wieder „nach oben“ will.  Stolz auf diesen Erfolg  bittet er noch einmal um eine weitere Wiederholung der Übung, bleibt etwa 13 Sekunden „unten“ und taucht strahlend wieder auf. „Er möchte eines Tages so gut wie sein Bruder sein, der 36 Sekunden unter Wasser bleibt“, erklärt  Elke Zietz, die während der Drehung laut zählte.

Warum ist das Board eigentlich so lang?

Auch Tim Moro,  ein Angehöriger der Stehpaddler, der neu eingerichteten KGC-Abteilung, ist mit einem SUP-Board erschienen um in Übung zu bleiben. Er hat auf den SUP-Landesmeisterschaften im letzten Jahr in Hannover sehr erfolgreich teilgenommen.  Tim  stellt sich ganz hinten auf das Brett, wobei sich der Bug auf über einen Meter Höhe aufrichtet, bewegt es schwungvoll im Kreise und scheut vor einer gelegentlichen Kenterung nicht zurück.
„Für die nächsten vier Sonntage, an denen noch Kenterübungen stattfinden, können sich noch einige interessierte Kanuten anmelden“, bemerkt Olaf von Hartz.
Die Angehörigen der Wassersportler sitzen im Cafe` des Hallenbades und beobachten durchs Fenster das fröhliche Treiben der Familienmitglieder im Wasser, die sichtlich viel Erfolg und  Freude an ihrem Sport haben.

Paddler und Angehörige nach dem Training


Bilder und Text von  Adolf Timmermann, Distelkamp 14, 29225 Celle, Tel. 44 6 84