Archiv für den Monat: Januar 2018

180113 Kentertraining der KGC


Kinder und Erwachsene beim Erlernen und Üben der Kenterrolle im Schwimmbad Wietze

Kentertraining der Kanu-Gesellschaft Celle
Knapp zwanzig Mitglieder aus den Vereinen des Landkreises Celle versammelten sich am letzten Sonntag im Schwimmbad Wietze, um in sechs Veranstaltungen die Kenterrolle zu üben oder zu erlernen, begleitet von Angehörigen und Gästen, die sie dabei beobachten wollten.
Zur Ausrüstung gehören sorgfältig gereinigte Einerkajaks, Spritzdecken, Paddel und Badesachen; Nasenklemmen und Schwimmbrillen werden empfohlen und ein sicherer Schwimmer muss jeder Kanute sein. Für die sechs Termine im Januar und Februar zahlen Jugendliche 9 Euro und Erwachsene 15 Euro.
„Es dauert unterschiedlich lange, bis ein Kanute die Kenterrolle beherrscht, manche geübte Sportler lernen es an einem Nachmittag, andere brauchen mehrere Jahre, aber im Mittel reichen die 6 Termine“, erklärt Olaf von Hartz, der mit seiner Ehefrau Eike die Ausbildung und das Training für die Kanu-Gesellschaft Celle seit fünf Jahren im Wietzer Schwimmbad leitet.
„Dabei ist der Zweck des Kentertrainings nicht allein das Erlernen des Eskimotierens, die Bootsbeherrschung, das Stützen, das gezielte Aussteigen unter Wasser; das Einsteigen vom Wasser ist ebenso wichtig, wobei Vertrauen und Kameradschaftlichkeit erfahren und aufgebaut wird“, ergänzt von Hartz, Vorsitzener und Trainer der KGC.
Die jüngsten Teilnehmer sind etwa 6 Jahre alt, wenn sie zwar noch nicht das Rollen lernen, aber das Aussteigen aus dem gekenterten Boot und spielerisch in dem sehr warmen Wasser des Bades die Bootsbeherrschung zu verbessern, bei fröhlicher Stimmung unter geduldiger und einfühlsamer Betreuung erfahrener Kanuten. „Die Beherrschung der Kenterrolle ist erforderlich, wenn man nach einer Kenterung nicht schwimmen will, wichtig vor allem auf Großgewässern, im Wildwasser und dort, wo man nach einer Kenterung schlecht aus dem Wasser kommt“, fügt Eike von Hartz, die Sportwartin der KGC, hinzu.
Für die Anfänger wird der flache Teil der Halle benötigt, da wird es bei 4 Booten eng, bis zu 20 geübte Kenterpaddler können im tiefen Teil des Beckens trainieren, da können einige Paddler noch aufgenommen werden, ergänzt Olaf von Hartz.

von Adolf Timmermann, Distelkamp 14, 29225 Celle, Tel. 44 684

180106 Kanu-Gesellschaft Celle auf „Celler Eisfahrt“

Von Eis und Schnee war keine Spur, als am ersten Samstag nach Neujahr 102 Kanufahrer aus zwanzig Vereinen des Norddeutschen Raumes ihre Kajaks, Kanadier, Mannschaftskanadier und Rennboote bei Langlingen in das wildschäumende Unterwasser der Aller legten, unter ihnen auch 11 Paddler der Kanu-Gesellschaft Celle.
Bei frühlingshaftem Wetter mit blauem Himmel, milden Temperaturen, leichtem Rückenwind und flotter Strömung ließen die Eisfahrer sehr schnell den Startort hinter sich und konnten sich wegen des sehr hohen Wasserstandes an dem Anblick der reizvollen Allerniederung erfreuen.
Einige Paddler trugen am Wehr in Oppershausen ihre Boote ins Unterwasser, die meisten jedoch durchfuhren mit hoher Geschwindigkeit die Bootsgasse. Die Wildwasser-Rennpaddler nutzten gerne die Gelegenheit, um im welligen, schäumenden „Wildwasser“ unterhalb des Wehres einige Trainingseinheiten unter schwierigen Bedingungen zu absolvieren.
Am Wehr in Osterloh sollten die Eisfahrer unbedingt ihre Boote umtragen, da das Gefälle zwischen Ober- und Unterwasser doch sehr hoch war und sich heftige Quer- und Rückströmungen bildeten.

Zwei Eispaddler“ der Kanu-Gesellschaft Celle im „Wildwasser“ unterhalb des Wehres in Oppershausen

Traditionsgemäß legten die Kanuten hier eine Pause ein, unterhielten sich mit Paddlerkameraden, die sie aus anderen Fahrten kennen und stärkten sich dabei an den Heißgetränken für den letzten Fahrtabschnitt bis Celle.
Unversehrt und glücklich erreichten alle Teilnehmer nach 17 Kilometern das Vereinsgelände des Paddel-Klubs-Celle, der die Eispadddler zur heißen Suppe, zu Kaffee und Kuchen einlud und dabei den PKC zum Sieger der „Celler Eisfahrt“ mit dem Wanderpokal ehrte, denn dieser Klub war mit den meisten Teilnehmern auf der Eisfahrt vertreten.
Alle Eisfahrer bedankten sich mit einem starken Applaus bei den Mannschaften der Freiwilligen Feuerwehren Celle und Altencelle, die bei dem Ein- und Ausstieg der Kanufahrer wertvolle Hilfe leisteten und ihnen ein Gefühl der Sicherheit und Geborgenheit verliehen.
von Adolf Timmermann, Distelkamp 14, 29225 Celle, Tel. 44 6 84