Archiv der Kategorie: Kanu Wandern

170720 Schnuppertage der KGC


Schnupperpaddler und Trainer der KGC im Garten des Bootshauses in der Fritzenwiese 83 am Magnusgraben hinter einem Zweierkanadier

Acht am Kanusport interessierte Personen aller Altersstufen fanden sich am letzten Mittwoch im Bootshaus der Kanu-Gesellschaft Celle in der Fritzenwiese 83 ein, um eine Fahrt im Einerkajak oder in einem Kanadier auszuprobieren.

„Eigentlich bin ich Ruderer, aber heute möchte ich einmal das Paddeln ausprobieren“, erklärt Rudi, Anfang Vierzig, der ein wenig kritisch das Einerkajak betrachtet, mit dem er sich in die Aller wagen will. Nach einer kurzen theoretischen Einweisung der Sportwartin Eike von Hartz, erhält jeder Besucher ein Kajak oder einen Kanadier zugeteilt und einen Betreuer oder eine Betreuerin mit Erfahrung. Dann lernen die Probepaddler gleich das richtige Einsteigen vom Anleger in das Boot, um sich zunächst im Mündungsbereich des Magnusgrabens in der Nähe des Anlegers mit ihrem Wasserfahrzeug vertraut zu machen.

Sehr bald fühlen sich die Anfänger im Wasser sicher und steuern in Begleitung auf die breite Aller, um an diesem schönen Sommerabend bei leichter Gegenströmung und sanftem Wind von vorne flussaufwärts zu paddeln. Gelegentlich bekommen die Schnupperpaddler von den Trainern noch einige Tipps, wobei die Sicherheit und die Freude der Probekanuten an der Fahrt zusehend wächst. Nach etwa einem Kilometer auf der Aller kehrt die kleine Armada der Kanufahrer um, fährt mit der Strömung und Rückenwind zum Bootshaus zurück, wobei gleich das fachgerechte Aussteigen am Anleger praktiziert wird.

„Das Ein- und Aussteigen muss ich wohl noch ein paar Mal üben“, stellt eine zufriedene Probefahrerin fest, „aber die Fahrt war große klasse!“

Nun bereitet sich das Trainer-Team der Kanu-Gesellschaft auf das nächste Schnupperpaddeln vor, das in der Zeit vom 19. Juli bis zum
30. August jeden Mittwoch um 18.00 Uhr stattfindet.

von Adolf Timmermann, Distelkamp 14, 29225 Celle, Tel. 44 6 84

170807 Mittsommerfahrt

Die Mittsommerfahrt der Kanu-Gesellschaft Celle
Neun Wanderpaddler der Kanu-Gesellschaft begannen ihre Mittsommerfahrt in Langlingen, wo sie ihre Kajaks und Kanadier bei strahlendem Sonnenschein in den Mühlenkanal legten, der an diesem Tag über einen hohen Wasserstand und eine flotte Strömung verfügte.

Foto: Uli Lüdeke: Die Mittsommerpaddler der Kanu-Gesellschaft Celle auf dem Mühlenkanal

Auf dem ersten Abschnitt bewunderten sie die schmucken Wochenendhäuser mit liebevoll gepflegten Gärten, danach begann ein Abschnitt mit Büschen und Bäumen, die an beiden Ufern über dem Kanalbett zusammenwachsen und dieser Strecke einen urwaldähnlichen Charakter verleihen.

Der folgende Teil ist an beiden Seiten von einem undurchsichtigen, hohen Schilfstreifen bewachsen, hier ist es eng und die Kanuten fahren in einer langen Reihe hintereinander.

Schließlich schlängelt sich der Mühlenkanal durch eine reizvolle Wiesenlandschaft, die durch kleine Waldstücke unterbrochen wird. Der hohe Wasserstand ermöglicht eine weite Sicht in diese schöne Gegend.

In Wienhausen angekommen setzen die Kanufahrer ihre Wanderung auf der Aller fort, tragen in Osterloh die Boote in das Unterwasser und fahren bei einem spürbaren aber angenehmen Gegenwind bis nach Celle.

Nach 17 Kilometern beenden die Mittsommerpaddler am Magnusgraben die Fahrt und lassen diesen schönen Tag mit einem ausgiebigen Grillabend im Garten ihres Bootshauses ausklingen.

von Adolf Timmermann, Distelkamp 14, 29225 Celle, Tel 44 6 84

170809 Die Drewenz, eine erlebnisreiche Kanutour in Polen

In Polen gibt es sehr schöne, erlebnisreiche Flüsse, Flüsschen und Seen. Von Masuren hat sich das inzwischen herumgesprochen, aber das südwestlich davon gelegene Brodnickie- Seengebiet ist noch ziemlich unbekannt und touristisch wenig erschlossen. Seit 57 Jahren organisiert der Wassertouristenclub Chelmno die sogenannte Brodnickie-Drewenz-Weichsel-Wanderfahrt und hatte dazu auch wieder in diesem Jahr eingeladen. So kam es, dass die Mitglieder des KTW (Klub Turystow Wodnych) neben 60 polnische Kanufreunde auch 5 Mitglieder der Kanu-Gesellschaft Celle und weitere 18 Teilnehmer aus Deutschland, Belgien und Holland herzlich begrüßen konnten.
Getroffen haben sich alle auf einem ehemaligen Kasernengelände in Chelmno. Dort blieben dann auch die Autos während der Tour gut bewacht stehen. Zu zahlen waren insgesamt 200 € für 14 Tage. Darin enthalten waren die Organisation, Zeltplatzgebühren, Transport der Ausrüstung, ärztliche Betreuung, täglich ein warmes Essen, Tee und Kaffee, finanziell eine einzigartige Leistung. Es gab einen offiziellen Empfang mit Blaskapelle und Ansprachen. Danach ging es mit einem Reisebus ca. 80 km zum Startort an den Parteczny See. Hier gab es wieder einen Empfang durch die Bezirksverwaltung und anschließend einen Gottesdienst unter freiem Himmel.

Nach dreitägigen Erkundungstouren unter der Leitung eines „Piloten“ ging es dann zur Drewenz. Dazu mussten die Kanus über einen Damm getragen werden. Aufgrund vieler freundlicher Helfer wurde dies aber in kurzer Zeit gemeistert und alle waren auf der Drewenz. Die Drewenz schlängelt sich von hier ab über 120 Kilometer durch schöne Wald- und Wiesenlandschaften. Diese wurden in drei Tagestouren bewältigt, wobei es nach jedem Paddeltag einen Ruhetag gab, an dem Stadtführungen, Geschicklichkeitsspiele und Bademöglichkeiten in nahen Seen oder Schwimmbädern angeboten wurden. Campiert wurde bei Wassersportvereinen bzw. auf Biwakplätzen der Gemeinden. Auch hier wurden die Teilnehmer jeweils von der lokalen Verwaltung begrüßt und zum Grillen oder Kaffeetrinken eingeladen.
In Lubicz, 9 Kilometer vor der Mündung der Drewenz in die Weichsel, mussten die Kanus an zwei Wehren noch einmal über Land getragen werden. Auch hier geschah das problemlos durch viele Helfer. Ein besonderes Erlebnis war die Begrüßung am zweiten Wehr durch eine Musikkapelle, einen Gesangverein sowie von der Bürgermeisterin von Lubicz, die es sich nicht nehmen ließ, die Paddler mit einer kräftigen Suppe und Erfrischungsgetränken zu erfreuen. Die Musik und fröhliche Stimmung animierte die Teilnehmer spontan zu einer Polonaise auf der grünen Wiese. An der Mündung in die Weichsel wurden die Paddler von 3 Motorboten der Wasserwacht empfangen und bis nach Torun begleitet. Es ist sehr hilfreich auf der Weichsel von Ortskundigen begleitet zu werden, weil der Fluss in einem hunderte Meter breitem Flussbett zwischen Sand- und Kiesbänken mäandert und man schnell in „Sackgassen“ landen kann.
In Torun (Thorn) wurde das Camp an der neu hergerichteten Marina aufgeschlagen. Auch hier gab es wieder eine freundlich-humorvolle Stadtführung und die Teilnehmer konnten das pulsierende Leben in der sehr schön erhaltenen alten Universitätsstadt spüren. Natürlich wird hier überall an den großen Astronomen Kopernikus erinnert. Von Torun ging es dann in zwei Tagesetappen weiter nach Chelmno. Dort wurden Boote und Ausrüstung mit Kleinbussen und Bootsanhängern vom Flussufer wieder zurück zum Ausgangspunkt auf dem ehemaligen Kasernengelände transportiert. Im Rahmen einer kleinen Abschlussfeier gab es für die Teilnehmer Medaillen und kleine Geschenke und ein großes Lob für die Organisation.
Trotz der (leider vorhandenen) Sprachbarrieren gab es eine selbstverständliche herzliche Kameradschaft und ein im Laufe der Zeit immer besseres Verstehen. So hat diese Veranstaltung sicher auch zur Völkerverständigung beigetragen.

Von: Ulrich Lüdeke, Fichtenweg 11 A, 29225 Celle Bild: Bartoscz Grabowski
Tel. 05141 / 4 34 35 oder 0176 / 81 65 59 36
kgc-wanderwart@kgc-celle.de

170820 Kanuten-Schützenfest 2017


Die besten Schützen der Kanu-Gesellschaft Celle im Luftgewehr- und Bogenschießen
Bei strahlendem Spätsommerwetter trafen sich am letzten Samstagnachmittag über 40 Mitglieder und Gäste der Kanu-Gesellschaft Celle auf einer Wiese in der Nähe der Aller bei Osterloh zu ihrem 85. Kanuten-Schützenfest, um die besten Schützen unter den Wassersportlern und deren Gäste zu ermitteln.
Auftakt zu dieser beliebten Veranstaltung bildet das gemeinsame Kaffeetrinken an einer langen Tafel mit Campingtischen und Klappstühlen bei fröhlichem Geplauder, während die Kinder sich mit ihren Spielzeugen vergnügen und das Gelände erkunden. Nach dem ausgiebigen Verzehr des appetitlichen Grillgutes versammeln sich die Naturfreunde am Abend um das gut vorbereite Lagerfeuer, beobachten bei gedämpfter Unterhaltung und absoluter Windstille den Sonnenuntergang in der malerischen Umgebung der Südheide in der Allerniederung und danach den Sternenhimmel.
Die Naturfreunde übernachten bei völliger Ruhe in dieser abgeschiedenen Einsamkeit in ihren Wohnwagen, Wohnmobilen und Zelten, genießen im warmen Schein der aufgehenden Morgensonne das Frühstück und bereiten den Luftgewehr- und Bogenstand für das Schießen vor. Unter Einhaltung aller Sicherheitsvorschriften und Anleitung erfahrener Mitglieder werden im Laufe des Vormittags die besten Schützen ermittelt, während die Eltern abwechselnd die Kinder beobachten oder mit Spaß und Spiel betreuen, die Rennpaddler die Zeit für eine Trainingstour nutzen, andere sich sonnen, unterhalten, Pläne für Wanderfahrten schmieden oder spazieren gehen.
Nach dem Mittagessen, das traditionell aus einer kräftigen Erbsensuppe besteht, verkündet Olaf von Hartz, der 1. Vorsitzende, die Ergebnisse, ehrt die besten Schützen mit der Gratulation, mit anerkennenden Worten und erhebt sie mit dem Umhängen der Schützenketten in den Stand der Majestäten. Bei den Jugendlichen erreichten Tjark Meyer, Lotta und Lars Fricke die besten Luftgewehrergebnisse, Tjark wurde zusätzlich König im Bogenschießen. Bei den Erwachsenen wurden Helga Jabs und Ulrich Lüdeke zu Majestäten im Bogenschießen ernannt und durch das Schießen mit dem Luftgewehr erreichten Alke Bödeker und Adolf Timmermann die Königswürde.

In der abschließenden Kaffeetafel dankt Olaf von Hartz allen Teilnehmern für ihr Kommen, für die gelungene Vorbereitung, für den harmonischen Ablauf des Schützenfestes und wünschte allen eine gute Heimkehr.

von Adolf Timmermann, Distelkamp 14, 29225 Celle, Tel. 44 6 84

170605 Pfingstfahrt auf der Elbe

170605 Pfingsten_klZwischenablage01Foto: Uli Lüdeke, Die Pfingstfahrer während der Pause am Elbestrand
39. Pfingstfahrt der Kanu-Gesellschaft Celle

Die 39. Pfingstfahrt führte sechs Wanderpaddler der Kanu-Gesellschaft für drei schöne Tage mit ihren Wasserfahrzeugen, Zelten und Wohnwagen auf den Campingplatz Klein Kühren an die linksseitige Elbe, zwischen Hitzacker und Bleckede.
Von dort aus unternahmen die Kanuten mit ihren Einer- und Zweierkajaks Touren zwischen 25 und 30 Kilometern. Wegen des heftigen Nordwindes am ersten Pfingsttag bevorzugten drei Naturfreunde eine ausgiebige Fußwanderung durch die Tier- und Pflanzenwelt der Niedersächsischen Elbtalauen, während die drei anderen sich mutig gegen Wind und Wellen auf der Elbe erfolgreich durchsetzen.
Am Montag konnten sich die Pfingstpaddler jedoch bei einem Bilderbuchwetter mit Sonne, Rückenwind und guter Strömung an einer idealen Paddeltour auf der breiten Elbe erfreuen, Seeadler und Störche beobachten, da sonst wenig Bootsverkehr herrschte. Fröhlich winkten auf dieser Fahrt den Kanufahrern die Gäste des alten Raddampfers „Kaiser Wilhelm“ zu, der 1900 in Dresden gebaut wurde und seit 2011 in Lauenburg stationiert ist. Während einer Pause am Elbufer berichteten einige Paddler über ihre erste Pfingstfahrt im Jahre 1978, als die Grenze noch in der Flussmitte verlief und am anderen Ufer Grenzzäune standen, wo sich heute nur noch ein paar Wachtürme zur Erinnerung befinden.

An den Abenden ließen die zufriedenen Wasserwanderer im Schein der Abendsonne am Elbufer die schönen Tage ausklingen.

 

von Adolf Timmermann, Distelkamp 14, 29225 Celle, Tel. 44684

47. Wesermarathon 2017

170514 Wesermarathon_Werra_klBerta und Rolf Meyer von der Kanu-Gesellschaft Celle auf der Werra kurz vor Hannoversch-Münden

Knapp 1.400 Wassersportler aus Deutschland, 20 Dänen, 20 Holländer und 1 Franzose meldeten sich am letzten Sonntag zur 47. Weser-Marathonfahrt 2017, eine der größten Kanu-Veranstaltungen, deren Start auf dem Tanzwerder in Hannoversch-Münden am Weserstein erfolgte.
Etwa 550 Kanuten entschieden sich für die 52 Kilometer lange Bronzestrecke vom Startort bis Beverungen, 550 fuhren bis Holzminden und legten für Silberstrecke 80 Kilometer zurück. 300 entschieden sich für die anspruchsvolle 135 Kilometer lange Goldstrecke bis Hameln. Die ersten Kanuten stiegen um 4 Uhr morgens bei dichtem Nebel in ihre Einer- und Zweierkajaks, Kanadier, Mannschaftkanadier und Ruderboote. Nach etwa einer Stunde lichtete sich der Nebel und die Wanderfahrer erlebten einen bilderbuchartigen Tagesanfang.</span></span>

Die Sonne ging auf und gab die Sicht frei auf das schöne, grünende Wesergebirge mit reizvollen Fachwerkorten, ihren Dorfkirchen, einsam gelegenen Gutshäusern und gelb blühenden Rapsfeldern. Bei niedrigem Wasserstand, geringer Strömung, überwiegender Windstille und strahlender Sonne erfreuten sich die Naturliebhaber an den schönen Anblicken, an dem Gesang der Vögel und der harmonischen Stimmung unter den Wasserwanderern, die beim Überholen freundliche Grüße und Bemerkungen austauschten.

An den drei Zielorten konnten die Marathonfahrer sich mit Bratwurst, Kartoffelsalat, Kaffee und Kuchen stärken und erhielten hier als Anerkennung und Erinnerung einen Aufkleber und eine Medaille. Von den sieben Teilnehmern der Kanu-Gesellschaft Celle absolvierten fünf die Silberstrecke bis Holzminden. Udo Rehefeld, der mit seiner Frau Antje die Goldstrecke bewältigte, ist der einzige Teilnehmer, der alle 47 Goldfahrten bewältigte und wiederum die Goldmedaille erhielt.

Drei KGC-Wanderfahrer starteten am Samstag zur Marathon-Vorfahrt auf der Werra in Bad Sooden-Allendorf, fuhren 41 Kilometer durch das malerische Werratal bis Hannoversch-Münden, unterbrachen ihre Fahrt zur Pause auf der Wiese des dortigen Kanuvereins, von dem sie herzlich empfangen und beköstigt wurden.

von Adolf Timmermann, Distelkamp 14, 299225 Celle, Tel. 44 6 84

Maifahrt 2017 auf der Oertze

    Kanufahrt in den Mai auf der Oertze

Dreizehn Wanderpaddler der Kanu-Gesellschaft Celle unternahmen am 1. Mai mit ihren Einer- und Zweierkajaks eine Wanderfahrt in den Mai.170501 01 Start in Hermannsburg

Die Wassersportler starteten bei sehr mildem Wetter und wärmendem Sonnenschein in Hermannsburg, fuhren auf der flott strömenden Oertze bis Wolthausen, wobei sie manches Hindernis in Form umgestürzter Bäume oder dichten Gestrüpps

170501 02 Hermannsburg-Eversensportlich-spielerisch überwinden konnten. Nach 13 Kilometern unterbrachen die Kanuten die abwechslungs- und kurvenreiche Fahrt, um auf dem Rastplatz in Eversen ihr Picknick zu verzehren.170501 03 Pause in Eversen

170501 04 Urwald bei Wolthausen Urwald bei Wolthausen

Bei der Wassermühle in Wolthausen verließen die Wasserwanderer ihre Boote noch einmal, um sie170501 05 Umtragen Muehle Wolthausen

ins Unterwasser zu setzen. Nach etwa fünf Stunden auf dem beliebten Wald- und Wiesenfluss, erreichten sie ihr Ziel, die Anlegestelle mit dem Rastplatz in Wolthausen.
170501 06 Am Ziel in Wolthausen
Die Naturfreunde genossen die 25 Kilometer lange Fahrt, das schöne Maiwetter, die grünende Natur, den Gesang der Vögel und das fröhlich-gesellige Beisammensein.

von Adolf Timmermann, Distelkamp 14, 29225 Celle, Tel. 44684

Anpaddeln der KGC 2017

Das Anpaddeln, die erste offizielle Fahrt der Paddler in der neuen Saison, veranstaltete die Kanu-Gesellschaft Celle in diesem Jahr auf der windgeschützten Lachte, da die Wettervorhersage heftigen Wind ankündigte. Vier Rennsportler legten ihre leichten und schnellen Einerkajaks in Lachendorf in die flotte Strömung und nutzten die 13 km langen Strecke bis nach Celle gleichzeitig als Trainingslauf.

Dreizehn Wanderpaddler ließen vor der „Blauen Brücke“ ihre farbigen Einer- und Zweierkajaks und Familienkanadier in den beliebten Wanderfluss, freuten sich über die engen Kurven der renaturierten Lachte, deren „Wunden“ der Baumaßnahmen inzwischen nicht mehr sichtbar sind. Sie genießen den schönen Anblick der grünenden Bäume und Büsche auf der kurzweiligen Fahrt bis zu ihrem Ziel, dem Bootshaus in Celle am Magnusgraben. Das sportliche Gewässer mit seinen zahlreichen Windungen und gelegentlichen Hindernissen fordert die Geschicklichkeit und Erfahrung der Kanuten, die auch bei den jüngeren Paddlern zum Ausdruck kommt.

Einige Bäume, die quer über das Flussbett gefallen sind, werden geschickt und elegant unterfahren, wobei allen Teilnehmern die akrobatischen Übungen gelangen. Die Entscheidung, das Anpaddeln auf die Lachte zu verlegen, erwies sich als sinnvoll, denn bei 10 Grad Celsius spürten die Kanufahrer wenig von dem starken Wind.

Anpaddeln 2017

Alle Teilnehmer erreichten trocken das Bootshaus in der Fritzenwiese und ließen hier diesen abwechslungsreichen Tag in fröhlicher Runde bei Kaffee und Kuchen ausklingen.

von Adolf Timmermann, Distelkamp 14, 29225 Celle, Tel. 44 6 84
Foto: Joachim Schuermann    Leichte Hindernisse mussten überwunden werden.

Forellentour der Kanu-Gesellschaft Celle

Forellentour 2017_klDie Forellentour Fahrer der Kanu-Gesellschaft bei ihrem Start am Wehr in Walle-Rothemühle


„Papa, das hat wirklich Spaß gemacht!“ rief die siebenjährige Julia Möllendorf ihrem Vater Markus zu, der hinter ihr im Zweierkajak saß, nachdem die beiden mit hoher Geschwindigkeit die wildschäumende und -rauschende Sohlegleite am Wehr in Hillerse an der Oker elegant und souverän durchfahren hatten. Hier, in Hillerse, auf dem Rastplatz, unterbrach die zehnköpfige Wasserwandergruppe der KGC mit sieben Kajaks die Reise zur Entspannung, zum Picknick und zur Unterhaltung in der warmen Mittagssonne unter strahlend blauem Himmel.

Die Naturfreunde waren gegen 10 Uhr am Karfreitag am Wehr in Walle-Rothemühle zu ihrer 25 Kilometer langen Fahrt bis nach Seershausen gestartet, erfreuten sich bei schönem Frühlingswetter an den kräftig grünenden und blühenden Bäumen am Ufer dieses beliebten Wanderflusses mit zahlreichen Kurven, an den grasenden Kühen und Pferden und an dem Gesang der Vögel, unter denen sich sogar mehrmals der seltene Eisvogel blicken ließ. Den Abschluss dieser gelungenen fünfstündigen Wanderfahrt bildete das Forellenessen im einladend hergerichteten Bootshaus in Celle in der Fritzenwiese, an dem sich die Fahrtenteilnehmer und weitere Vereinsmitglieder am späten Nachmittag einfanden und von einem appetitanregenden Räuchergeruch empfangen wurden.

Der KGC-Wanderwart Uli Lüdeke berichtete in einer kleinen Ansprache über die Entstehung der Forellentour, die an diesem Tage zum zehnten Mal stattgefunden hatte, er bedankte sich im Namen der Anwesenden bei dem Ehepaar Berta und Rolf Meyer für das gekonnt hergerichtete Forellenessen im eigenen Räucherofen und für die liebevoll gedeckte und österlich dekorierte Festtafel, an der die Kanuten noch lange Zeit gemütlich zusammensaßen.

von Adolf Timmermann, Distelkamp 14, 29225 Celle, Tel. 44 684

38. Aller-Hochwasser-Rallye

AllerHochwasserR2017klJeder Hochwasser-Rallye-Fahrer wird bei der Ankunft am Verdener Bootshaus mit dem Klang einer Schiffsglocke begrüßt

Celler Kanuten auf der 38. Aller-Hochwasser-Rallye

Die 38. Aller-Hochwasser-Rallye 2017 führte die Paddler aus dem norddeutschen Raum, aus der Stadt und dem Landkreis Celle, bei vorfrühlingshaften Temperaturen und strahlendem Sonnenschein durch die flache Landschaft der idyllischen Allerniederung mit ihren Wiesen, Weiden, Wäldern und Bauernhöfen links und rechts des beliebten Wanderflusses. Gut gelaunt, gekleidet und ausgerüstet beginnen die Bootsbesatzungen die Reise und erfreuen sich an dem idealen Wetter, der Windstille, der spiegelglatten Wasseroberfläche, der schnellen Strömung und dem hohen Wasserspiegel, der tiefe Einblicke in die reizvolle Umgebung erlaubt und an den Tieren, besonders an den Storchenpaaren, die sich eifrig mit dem Nestbau beschäftigen.

490 Wanderpaddler legten an drei verschiedenen Einstiegsstellen der Aller ihre Kanus ins Wasser, um an diesem Tag mit einer durchschnittlichen Geschwindigkeit von 10 Kilometern pro Stunde ihr Ziel, das Bootshaus in Verden zu erreichen.40 von ihnen starteten in aller Frühe in Celle zur Goldstrecke, die mit ihren 112 Kilometern von ihnen allerhand abverlangt, denn sie mussten zusätzlich vier Mal an den Wehren ihre Boote verlassen und ins Unterwasser tragen.

300 Teilnehmer, unter ihnen 10 Wanderfahrer der Kanu-Gesellschaft Celle, entscheiden sich für die 55 Kilometer lange Silberstrecke ab Hodenhagen und 150 für die 31 Kilometer lange Bronzedistanz bis Verden. In der Mittagszeit suchen manche Bootsbesatzungen geeignete Stellen und verzehren am Ufer in der warmen Sonne ihren mitgebrachten Proviant. Viele verlassen aber ihre Boote in dem kleinen Ort Westen, stärken sich im dortigen Bootshaus auf dem Allerdeich, wo eine traditionell zubereitete Erbsensuppe mit Bockwurst angeboten wird. Ein Paddler lobt das Gericht mit seinen Worten: „Ich mache die ganze Paddelschinderei eigentlich nur wegen der Erbsensuppe mit!“ Am Ziel in Verden wird jede Bootsbesatzung mit einem Glockenschlag, einem Schluck oder einer Süßigkeit begrüßt. Hier wird bekannt, dass die jüngsten Teilnehmer drei und sieben Jahre alt sind, die älteste Paddlerin 85 und der älteste Paddler 87 Jahre alt ist. Bevor die sehr zufriedenen Rallye-Fahrer mit sonnengeröteten Gesichtern die Heimreise antreten, gönnen sie sich im Schein der Nachmittagssonne auf der Terrasse des Verdener Bootshauses ein schöne Tasse Kaffee mit Kuchen oder eine Bratwurst mit Pommes Frites.

von Adolf Timmermann, Distelkamp 14, 29225 Celle, Tel. 44684